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Herder Windmühlen-Messer Thread

Ich glaube 440a ist weit entfernt vom 1.4110.
Das glaube ich eher nicht ! ;)

440A - 1.4110
440B - 1.4112
440C - 1.4125

Von A-C mit aufsteigender Güte, aber eben ein mittelmäßig Guter, beliebter nichtrostender Stahl.
 
Die Zusammensetzung mag die gleiche sein, aber so weit ich es weiß sind sie unterschiedlich gehärtet.
Naja, Wärmebehandlung steht auf einem anderen Blatt.
Sch... WB heißt schei. Messer - da macht man aus einem Kälbchen eben keine Kuh ! :D
Und wenn die Wärmebehandlung von 1.4110 optimal ist bleibt es immer noch ein billiger, mittelmäßiger Stahl ! :sun:
 
Heute angekommen mein 1922 Carbon Herder - Griffholz ist Walnuss.
Die Verarbeitung scheint besser zu werden bei dieser Serie, gibt nix zum Meckern ! :D

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@Banjoko: Herzlich Glückwunsch, ein sehr schönes Teil! Wie ist die Schärfe OOTB?

Viele Grüße, :)

Jo
 
@Banjoko: Herzlich Glückwunsch, ein sehr schönes Teil! Wie ist die Schärfe OOTB?

Viele Grüße, :)

Jo
Hey Jo !
Tja, das Messer ist schon ordentlich scharf. Klinge buckelt über die gnaze Länge schön, so wie im KMS Forum auch zu sehen.
Kühlschrank kalte dicke Möhre knackt halt ein wenig, ist halt kein reinrassiger Laser. Mein Shiro Kamo Orca ist ˋne ganz andere Welt. Das ist aber überhaupt nicht so schlimm. Super gut gefällt mir die Länge der Klinge ( bisher hatte ich fast nur Santokus die nicht länger sind als 185mm ) und die Spitze die wirklich spitz, schmal und dünn ausläuft.
Dadurch kannst Du richtig gut präzise dünne Schnitte setzen, z.B feine Brunoise schneiden und so. Auch die gesamte Klingenform ohne wirklichen Flatspot kommt meiner Schub- u. Zugschnitttechnik echt entgegen, gefällt mir. Durch das Gewicht hat man auch gleich das Gefühl größere Aufgaben bzw. Schneidgut passend zu meistern, das ist schon ein Gerät !!!
Ich glaube ich weiß jetzt, warum Gastroköche dieses Messer so schätzen, ein super Allrounder.
 
"billiger, mittelmäßiger Stahl" - Kommt drauf an womit man vergleicht, 1.4110 unterscheidet sich in seinen Zusammensetzungen nicht groß von 1.4116, was ja der Solinger Messerstahl schlechthin ist. 1.4110 hat ein bisschen mehr Kohlenstoff, kein Vanadium. 1.4110 ist jetzt kein super high tech Stahl, aber schlecht ist er auch nicht. C75 ist auch kein Hightechstahl
 
Wenn Herder wirklich für alle rostfreien Messer 1.4110 verwendet, dann sind die meisten Messer imho deutlich überteuert.
Herder K- Serie 22,5 cm 220,- € Lbeim Hersteller - au Backe !
 
Nur weil 1.4110 drauf steht hat sich bisher noch keiner über die nicht rostenden beschwert.
Die schneiden super, sind schnitthaltig und lassen sich super schärfen.
Spricht also alles dafür das er gut ist, highend ist zwar anders, aber wer braucht das schon.
Ich denke das alle nicht rostenden von Herder aus 1.4110 sind wieso sollten die auch anderes Edelstahl nehmen.
 
Manche Messer von Herder sind in der Tat überteuert. Ich finde auch die 1922er sind zu teuer. Santoku und Nakiri sind jedoch nicht zu teuer.
Und ja die Messer mit dem "besseren" Stahl und 60 Hrc Härte Lignum, K-Serie sind deshalb deutlich teurer, sind aber auch aufwendiger verarbeitet.
 
Also in Anbetracht der Qualität des 1922 welches ich bekommen habe und vor dem Hintergrund der deutschen Lohnkosten und dass dieses Messer überhaupt in Schland hergestellt wurde, empfinde ich den Preis als angemessen.
Billig ist anders, aber diese Messer ist kein liebloses Maschinenausrotzteil.
Dass es irgendwelche Chinateile aus (vermeintlichem) HAP72 für 50-60€ bei Alibababa zu kaufen gibt, liegt eben daran, dass unsere östlichen Mitbewerber eben für 80 Cent die Stunde schaffen.
Es geht immer irgendwie billiger.

Daher volle Zustimmung @PuMod !!!
 
Beim Chinaladen würden die 30-40€ kosten. Herder verlangt das 6-fache. Auch die Chinesen kochen nur mit Wasser. Soll heißen auch dort muss man arbeiten, wenn man was produzieren will. Also ich finde das ist eine gewaltige Spanne zwischen 40 und 180€. Und wer für ein 1922er 120€ ausgibt, ist immer noch kein Geizhals. Manufaktur hin oder her, man kann das Argument auch als Ausrede benutzen, um aus den Käufern rauszuholen, was geht. Man schaue sich das K-Chef an. 250€ mit Walnussgriff. Da wäre mir ein Sb1 vom Messermacher bedeutend lieber. Wenn die Manufaktur nicht produktiver und günstiger anbieten kann als ein Handwerksbetrieb, dann machen sie entweder was falsch oder die Teile sind eben überteuert. Aber jeder wie er mag. Bei solchen Preisen vergeht mit langsam die Lust Reklame für eigentlich gute Messer zu machen. Dass Herder solche Preise verlangen kann, liegt m.E. nicht zuletzt an Foren wie diesen, die sie immer wieder empfehlen.
 
Ein Link zu den hap72 Teilen von Alibaba wäre nett, kauf ich sofort. Verarbeitungsmäßig kann da kein einziges Herder mehr mithalten. Von wegen liebloses Maschinenrausrotzteil.
 
Weißt du was? Da gebe ich mein Geld aber lieber dem Chinesen in der Hoffnung, dass der statt 200 mal 500€ verdient als einer deutschen Manufaktur, die kein Maß mehr kennt und auf dem Rücken der Käufer ihr "Geld verdient" und vergisst wer sie soweit gebracht hat.
 
Ich empfinde die Preisgestaltung von Herder noch deutlich symphatischer als diejenige von Marken wie Nesmuk und Konsorten. Und wenn ich mir die Preise für die Dick‘sche 1778er-Serie anschaue, dann ist Herder verglichen dazu noch wirklich günstig.
Wenn das Preis-Leistungsverhältnis bei einzelnen Messern (wie bei dem oftmals angesprochenen K-Chef) nicht stimmt, dann muss man es ja nicht unbedingt kaufen müssen...

Es soll ja Enthusiasten geben, die gerne vierstellige Beträge für japanische Flusssprung-Klingen, esotherisch-psychedelische Damast-Falze oder für Säbelzahntiger-Griffe mit viel Bling-Bling an der Zwinge bezahlen. Jeder nach seiner Façon - aber nix für mich.

Ich bin bei Herder gelandet, weil ich eine einheimische Manufaktur, die den Jahrzehnten währenden Trends hin zu Chrommessern - allen Widrigkeiten zum Trotz - widerstanden hat und selbst einen Trend zur Rückbesinnung auf qualitativ hochwertige, traditionelle Handwerkskunst geschaffen hat. Mittlerweile gibt es auch wieder mit den Wasserkraft-Messern sogar eine lokale und günstigere Konkurrenz, und das kann bekanntlich nur gut sein.

Aber machen wir uns einmal klar: Da sitzen langjährig ausgebildete Facharbeiter an ihren Maschinen, die per Handarbeit und unter teils archaischen, frühindustriellen Bedingungen die Messer produzieren. Da sind neben den reinen Materialkosten auch Buchhaltung, Logistik, Marketing, steuerberater, und weiß-der-Geier-noch mit dabei. Und die wollen auch nicht für achtfuffzig die Stunde arbeiten... Fiskus und Händlerspanne kommen bei der Preisgestaltung noch oben drauf. Herder wäre dumm, den gegenwärtigen Boom nicht auszunutzen und es zu versäumen, den Markt nicht nach oben hin auszuloten. Irgendwann kommt mit Bestimmtheit aber der Punkt, wo die Firma auf den K-Chef-Messern sitzen bleiben und feststellen wird, dass der Bogen überspannt ist.
 
Weißt du was? Da gebe ich mein Geld aber lieber dem Chinesen in der Hoffnung, dass der statt 200 mal 500€ verdient als einer deutschen Manufaktur, die kein Maß mehr kennt und auf dem Rücken der Käufer ihr "Geld verdient" und vergisst wer sie soweit gebracht hat.
Der Ober-Chinese will Devisen, die kleine Fabrik-Ameise hat da leider nichts davon. Und es wäre schade, wenn Herder pleite ginge und wir dann nur noch ausschliesslich bei „alliexpress“ bestellen könnten.
 
Weißt du was? Da gebe ich mein Geld aber lieber dem Chinesen in der Hoffnung, dass der statt 200 mal 500€ verdient als einer deutschen Manufaktur, die kein Maß mehr kennt und auf dem Rücken der Käufer ihr "Geld verdient" und vergisst wer sie soweit gebracht hat.
Das lasse ich jetzt mal so mit einer hochgezogen Augenbraue im Raum stehen.
 
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