Geräuchert habe ich nach dem 4. Durchgang nicht mehr.
Ich lasse die Stücke jetzt noch im Gewölbekeller reifen und poste dann das Ergebnis.
Ich hoffe, dass 4 Nächte mit je 12 Stunden nicht zu kurz waren.
Aber wie immer - Versuch macht kluch.![]()
Hallo Beate,
4 Durchgänge mit je 12 Stunden waren wahrscheinlich ein bisschen zu "scharf".
12 Stunden Wartezeit zwischen den Durchgängen ist viel zu kurz.
Deshalb hat der Schinken nach 4 Mal schon nichts mehr annehmen wollen.
Besser ist es, nur jeden zweiten Tag zu räuchern. Dann hat das Fleich Zeit, den Raucheinfluss zu verteilen.
6 - 8 Durchgänge, jeweils mit einem Tag Pause, dann wird das Ergebnis schön gleichmäßig bis in den Kern.
Die Anzahl der Durchgänge kannst Du je nach Geschmack reduzieren, die Pausenzeiten dazwischen jedoch nicht.
Beim Kalträuchern darauf achten, dass die Temperatur im Ofen niemals 20°C übersteigt. Sonst fängt das Fett an auszulaufen und verschlechtert das Ergebnis.
Schinken räuchern ist wie Brot backen.
Es wird nur wirklich gut, wenn es genug Zeit hat.
Gut Brot will Weile haben ... gut Rauchfleisch ebenfalls.
Wenn Du häufiger räuchern willst, ist es empfehlenswert, einen extra Räucherschrank zu besorgen (bzw. eine Räucherkammer einzurichten).
Im Räucherschrank bildet sich ein eigenes Räucher"ambiente" ... sprich ... der schwarze intensiv riechende Schmodder, der an den Wänden hängt.
Erst damit wird der Räucherschrank richtig funktionierend und erlaubt auch die Aufbewahrung und die Reifung der Rauchwaren im Schrank.
Im Holzbackofen brennst Du diese Schicht halt beim nächsten Backen weg und fängst dann wieder von Null an.
Falls Du den Holzbackofen nur im Sommer zum Backen nimmst (wofür ich IMHO keinen Grund sehe) und im Winter nur zum Räuchern, dann ist es empfehlenswert vor dem ersten Räuchern ein, zwei Leerdurchgänge zu machen, damit sich das "Ambiente" wieder ein wenig ausbilden kann, so wie man es bei einem neuen Räucherschrank halt auch macht.
Viele Grüße
Onkelchen

