Es kam ja immer mal die Frage auf, ob Schwarzer Knoblauch nun fermentiert sei oder ob es sich um die Maillard-Reaktion handele.
Die einen sagen so, die anderen sagen so.
Hier nun zwei (teuer erkaufte) Aussagen:
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Schwarzer Knoblauch ist kein anderer, als der gewöhnliche, weiße Knoblauch, den jeder kennt. Die schwarze Farbe und sein neues Aroma erhält er durch den Fermentationsprozess. Nach der Ernte des frischen Knoblauchs verändert die 45-tägige Fermentation in Wärmekammern bei 45-70°C sowohl Konsistenz und Farbe als auch den Geschmack der Knolle. Der Knoblauch bekommt durch diesen Prozess einen leicht süßlichen Geschmack. Die Knolle bildet während der Gärung aus Zucker und Aminosäuren sogenannte Melanoidine. Neben antioxidativen und anderen schützenden Effekten haben sie die Fähigkeit, schädliche Stoffe, aber auch Spurenelemente zu binden und so unwirksam zu machen. Zusätzlich soll er Mundgeruch vermeiden.
aus:
Rolf Caviezel & Thomas Vilgis
Koch- & Gartechniken
ISBN: 978-3-87515-419-1
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Im Gegensatz zur gängigen Meinung ist schwarzer Knoblauch nicht fermentiert. Die Knollen werden vier bis sechs Wochen bei Temperaturen um 60°C einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, wodurch die Maillard-Reaktion ausgelöst wird. Sobald Enzyme im Knoblauch Zucker und Aminosäuren abbauen, wird Melanoidin gebildet, eine dunkelbraune Substanz, die als Nebenprodukt der Maillard-Reaktion entsteht. Melanoidin färbt den Knoblauch schwarz. Diese langsame und und schonende Röstmethode fängt den Kern des Zwiebelgewächses ein, ohne seinen scharfen Geruch und Geschmack. Stattdessen zeichnen sich die dunklen klebrigen Zehen durch einen süßen, spritzig-herben und äußerst fruchtigen Geschmack aus. Außerdem enthalten sie doppelt so viele Antioxidantien wie roher Knoblauch. ...
aus:
Peter Coucquyt, Bernard Lahousse, Johna Langenbick
Die Kunst des Foodpairing
ISBN: 978-3-96584-072-0
So, nun darf sich jeder sein Urteil bilden.
