Witzig, ich hatte den Laden in der Sifaka von Chania vor knapp zwei Wochen besucht: Unfassbar freundliche und herzliche Familie! Es ist schon irre, welchen Output die beiden Schmiede aus ihrer kleinen 15-Quadratmeter-Schmiede haben!
Der Junior hat mir alle Fragen zu den Messern beantwortet.
Bei den Kochmessern wird in der Monostahlversion 440er Stahl (rostfrei) verarbeitet und dann auf HRC 59 gehärtet.
Die Messer selbst sind spiegelpoliert, die Griffe sind aus Olivenholz mit Klarlack versiegelt.
Das große Chefmesser in Monostahl mit 210mm sowie ein 165er Santoku kosten jeweils 65.-
Geometrie: etwa 4 mm Rückenstärke, kein Taper. Höhe ca. 54 mm, gerade runtergeschliffen. Ich traue dem Messer problemlos auch Hühnerknochen oder auch einen beherzten Hieb durch einen Fisch zu. Insgesamt sehr robust.
Profil: Mittelspitz, sehr bauchig, ohne Flatspot. Gut zum Wiegen. Recht klingenlastige Balance.
Gewicht: Das 210er ist deutlichst schwerer als mein K-Chef von Herder, das ich auf Kreta mit dabei hatte. Ich schätze es auf 280 bis 290 Gramm.
Eigentlich wollte ich mir dort ein Mitbringselmesser kaufen, habe es dann doch gelassen, denn die Kochmesser sind mir einfach zu schwer und zu dick über der Wate. Es soll aber auch rustikale Fans eines Ajax von Dick oder einem Giesser-Krummsäbel geben. Diese kämen hier voll auf ihre Kosten.