Neu in meinem Garten ist ein alter norwegischer Gussofen "Drammens Jernstoben No.52". So ist er nach Pfingsten bei mir angekommen. Das Original-Unterteil fehlt. Es wurde vom Vorbesitzer durch ein massives Gestell ersetzt. Das Guss-Rost im Inneren war hin, ist aber auch nicht unbedingt nötig.
Unter der Abdeckung befindet sich eine Herdplatte mit zwei Kochstellen.
Sauschwer, Guss, Jugendstil - ich hatte mich direkt in das Teil verguckt.
So steht er noch unbearbeitet vor der Gartenlaube.
Hier sieht man die einzigen Bedienelemente: Die Offenklappe mit Lüftungsöffnung, darunter eine weitere Lüftungsöffnung die durch einen Schacht unter der Brennkammer bis unter das Ofenrohr führt. Rechts oben ist die Klappe für den Rauchabzug.
Damit es an den Herdplatten und der Ofenklappe nicht reinregnet (Der Ofen steht ja im Freien.), habe ich aus Kopferblech einezusätzliche Abdeckung gebaut.
Unzwischen wurde er restauriert: Die "Fenster" an der Vorderseite ausgebohrt und neu gerahmt und das ganze Teil mit Leinöl gestrichen.
Jetzt, nach intensivem Gebrauch sieht man: Das ist im Frühjahr wieder fällig.
Diese Kaminabdeckung trifft mein Humorzentrum genau.
Und hier noch ein paar Innenansichten: So weit ist alles nachvollziehbar. Das
Einziger Nachteil an diesem Ofen ist das, was man im letzten Bild sieht: Unter der Brennkammer ist ein durch den über eine schmale Öffnung unter der Ofenklappe die Haupt-Zuluft führt. Die Platte, die Brennkammer und Hohlraum trennt, ist nicht herausnehmbar. Daher ist es recht mühsam, den Hohlraum zu reinigen.
Und sicherlich würde den Ofen kein Schornsteinfeger mehr in einer Wohnung zulassen. Aber wie mir, frei aufgestellt als Gartenkamin, ist das natürlich was anderes.
Im Netz ist fast nichts über diese Öfen zu finden. Wer also mehr Infos hat . . .