Ist man eine Dumpfbacke wenn man eine Meinung hat und dahinter steht?
Nein. Dann ist man schlau! Wenn man Sie denn belegen kann. Meinungsfreiheit ist ein hohes, unantastbares Gut. Aber eine Meinung muss man sich bilden. Und das geht nicht bei Stammtischen, mit Gleichgesinnten und RTL. Eine Meinung bildet man sich mit zuhören, nachdenken, im Disput mit andersdenkenden, mit Empathie und mit dem Öffnen des eigenen Horizontes. Letzteres fällt dem Protestwähler am schwersten. Denn ein "Basta, das ist jetzt so, weil es so ist!" macht zwar ein Kreuz am Wahlzettel. Aber lange noch keine Politik.
Aber wenn es bei deinem Post um die AfD geht, und das ist jetzt das letzte was ich in diesem Post dazu sage, denn es geht hier um E621 und nicht um die AfD

, kann es für denkende Menschen nicht möglich sein diese Partei zu wählen. Die Vertreter und Vertreterinnen dieser Partei sind nicht nur rechtspopulistisch. Sie verkünden Botschaften, die menschenverachtend, rassistisch und rechtsextremistisch sind. Sie hetzen gegen Minderheiten und sind im Kern gewalttätig und hasserfüllt. Nicht ohne Grund bezeichnet der frühere AfD-Bundesvize Hans-Olaf Henkel die Partei als „Monster“. Ich zitiere eigene Aussagen einzelner AfDler in Führungspositionen:
1. „Die AfD ist zu einer ‚NPD light‘ geworden“, sagt heute der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende, Hans-Olaf Henkel. Er bereue, mitgeholfen zu haben, ein „richtiges Monster zu erschaffen“. (FAZ Online, 8.11.2015)
2. Über Rentner, Behinderte, Studierende und Arbeitslose denkt der ehemalige Bundesvorsitzende (April 2013 bis Juli 2015) Konrad Adam: „Leute, die es als ihr gottgewolltes Recht betrachten, von dem zu leben, was andere für sie aufbringen müssen.“ (Die Welt, 20.06.2006)
3. Marcus Pretzell, Landeschef der AfD in NRW (MdEP) sprach sich dafür aus, die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland notfalls mit Schusswaffen zu stoppen. „[Um] zu warnen, zu verletzten, oder letztlich auch um zu tö ten“, sagte Pretzell dem Kölner EXPRESS (2.11.2015).
4. „Wir hatten die Diskussion, sind wir die Euro- oder die Pegida-Partei? Wir sind beides!“ (Marcus Pretzell, Landeschef der AfD in NRW und MdEP als Grußwort zum Essener AfD-Parteitag am 4.7.2015)
5. Wir sehen im Verlauf und in den Ergebnissen des Parteitages einen klaren, gewollten und forcierten Rechtsruck der AfD. Von diesem distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit.“ Fünf der elf Vorstandsmitglieder der AfD in Rheinland-Pfalz erklären ihren Parteiaustritt. (SWR, 7.7.2015)
6. Die AfD findet, dass das Thema „Schreckensherrschaft der NSDAP“ den Geschichtsunterricht zu sehr „überschattet“. (Internes Papier der AfD Sachsen, September 2014)
7. Markus Frohnmaier, Vorsitzender der Jungen Alternative: „Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen [...] ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht.“ (Deutschlandfunk, 29.10.2015)
8. "Wenn wir mutig, ehrlich und beherzt kämpfen, dann kann auch der kleine AfD-David dem großen, starken Altparteien-Goliath zumindest den ein oder anderen schmerzlichen Denkzettel verpassen."
AfD-Chef Bernd Lucke
9. "Wir sind das einzige Land weltweit, bei dem man sich fragen muss, wann man die Landesflagge zeigen darf und wann nicht. Da sollten wir uns einfach mal besinnen."
Bernd Kölmel, AfD-Chef in Baden-Württemberg
10. "Andere Parteien wollen Zuwanderung nur, damit die Deutschen in einem großen europäischen Brei aufgehen."
Armin Paul Hampel, AfD-Chef in Niedersachsen
11. "In einer Reihe von Ermächtigungsgesetzen ist in Deutschland und Europa putschartig das Volksvermögen enteignet worden."
Marc Jongen, AfD-Europakandidat aus Baden-Württemberg
12. "Die Menschenrechte werden in der Türkei und in allen islamischen Ländern mit Füßen getreten."
Hans-Olaf Henkel, früherer Industriepräsident, jetzt auf Platz zwei der AfD-Europawahlliste