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Mythos Pulled Pork

Wenn man schon einmal gutes PP gegessen hat, schön mit Kruste in einem guten Brötchen wird dann schnell erkennen das es nicht piepegal ist
Psssst - muss doch nicht jedem verraten werden :-) :anstoޥn:
 
Noch eine kurze Anmerkung dazu.

Was man mit PP veranstaltet hat, das hat man auch mit Türmchen und BB gemacht.

Ein gutes Türmchen, nicht verkohlt, nicht verbrannt, nicht eines welches mit den Resten aus den Kühlschrank gemacht wurde, ein gutes Türmchen, mit liebe gemacht, ist was ganz feines. Leider ist das in der Versenkung gelandet da hier jeder gemacht hat was er wollte, mit einem Türmchen hatte das nichts mehr zu tun.

Eine BB welche teilweise aus Rumfort bestand war ja auch nicht besser. Teilweise mußte man sich fragen welche Geschmacksnerven mancher Griller so hatte.


und das alles ist piepegal! Schade.

Nein, es ist nicht piepegal! Bezeichnet es als Kunst, als Können
 
Ich bin auch der Meinung dass nicht alles piepegal ist.
Folgende Punkte sind für mich inzwischen wirklich egal.
1. Es muss kein Edelschwein sein,sollte aber auch keine Discounterware sein.
2. Es ist egal ob es bei 105 oder 115° gemacht wird. Höher als 120 geh ich aber nie.
3. Krücke ist Geschmackssache. Ich mag beides. GöGa mags mit Krücke.

Ich hab vor 13 Jahre mein erstes PP 26 Stunden auf nem 47er Kugelgrill durch gequält.
Das hab ich inzwischen, auch Dank des Threads, inzwischen nicht mehr :-)
 
Ich hab vor 13 Jahre mein erstes PP 26 Stunden auf nem 47er Kugelgrill durch gequält.
Das hab ich inzwischen, auch Dank des Threads, inzwischen nicht mehr :-)
Ich weiß zwar nicht was der Thread damit zu tun hat, aber gut dass du das 13 Jahre alte PP nicht mehr hast...

wär doch schon schimmelig

:hammer:
 
War dieses J ahr noch vor Corona auf Entdeckungs- und Fortbildungreise in SC (South Carolina) auf dem BBQ Trail. Im einem für ihr PP sehr bekannten Lokal, hab ich mich bei ein paar Bierchen mit einem der Grillmeister, der während seiner Militärzeit in München stationiert war, unterhalten. Man muss dazu sagen, sie haben schon einige Preise mit ihrem PP erhalten. Rein aus Interesse hab ich ihm die in diesem Thread aufgeführten Punkte übersetzt. Es mag wohl am Bier gelegen haben, dass ihm dieses aus Mund und Nase rausschoss und er vor lauter Scham aus tiefstem Herzen losbrüllte und seine Kollegen herbeirief und ich es allen nochmals vorlesen musste. Grundtenor: You made my day !
Resüme von einem von Ihnen: In good old Germany mag das ja so passen, hier würde man es nicht mal so den Hunden zum Fraß vorwerfen. Die sind besseres von den Abfällen aus der Küche gewohnt. Er gab mir noch einen super praktischen Tip, den er bei einer Freundin kennenlernen durfte. Sie ist Britin. Das Pulled Pork Butt in einen großen Instant Pot mit der in Wasser gelösten beorzugten eigenen Würzmischung geben, alles 40 Minuten auf high pressure dampfen, etwas abkühlen lassen, in eine Reine pressen und im Backofen mit Obergrill crunchy machen. Dann alles zerfleddern und mit ordentlich Sweet Baby Ray's BBQ Soße ertränken. Ist auch pulled pork, da es ja nach Ende der Zubereitung zerrissen wird.
Da ich Ihnen sympathisch war als Bayer, durfte ich am nächsten morgen um 4 Uhr bei der Vorbereitung einer PP Charge mithelfen.
Gelernt habe ich dabei: Es kommt auf die Würzung an und auf die Dauer, Art und Weise, wie man das gute Stück Fleisch damit verwöhnt. Da wird das Fleisch auch damit geimpft. Wichtig ist auch, wie lange das Fleisch Zeit bekommt um sich mit den Gewürzen anzufreunden. Die Erklärung hierfür war einleichtend und nur was für hartgesottene Männer. Es ist wie mit einem Schäferstündchen mit einer heissen Frau. Schrubbst Du nur mal schnell darüber mag das erfüllend gewesen sein für dich als Laie. Hast Du aber Ahnung davon und lässt Dir Zeit und gehst auf sie ein, wird es ein unvergessliches Erlebnis für beide.
Ebenso verhält es sich mit der Temperatur, dem verwendeten Holz, der Garzeit und der Liebe und dem Respekt, dem Du dem Fleisch zukommen lässt. Nachdem was sie gehört haben, wollten sie noch mehr wissen, also hab ich Ihnen mal ein paar Videos gezeigt, wie man in Germany BBQed. Bei einigen Videos standen ihnen die Nackenhaare zu Berge, Kommentare we Oh no! Why! What a pitty etc. kamen sie zu der Conclusion!
American BBQ = slow, low, regardful, love and honour.
German BBQ = a little slower than a formula1 car, a little lower than hell, fast and furious, irreverent
Was will man da noch sagen. Beim BBQ ist nichts piepegal. Entweder man macht es ordentlich wie es sich gehört unter berücksichtigung der einzelnen Stilrichtungen oder man wandert ab zu den fast and furious Badeausflugsbrikettsgrillern. Obwohl die typisch deutschen fetten bauchschieben halb verkohlt, die strohtrocken angekokelten Bratwürste etc acuh was Gutes haben. Sie sind gut für den magen Darmtrakt und verhindern so Montezumas Rache.

Ach ja zum Thema wrappen gegen die Plateauphase gibt es auch dort unterschiedliche Meinungen. Eines war aber allen wichtig: Niemals Alufolie verwenden sindern Metzgerpapier oder Backpapier. Wrappen ist für den Heimgebrauch absolut okay, wenn man wenig Zeit hat, im Business ein absolutes NoGo!

Sobald es Corona zulässt will ich nach Argentinien - die Technik des Asado erlernen.
 
Vielleicht habe ich auch noch gar kein "richtiges" PP gegessen, aber was bei mir bisher rauskommt schmeckt zumindest schonmal. Mch würde mal interessieren was am echten den anders geschmacklich ist als am deutschen PP.

Wenn ich einen Schweinenacken bei ca 115°C durchgehend auf dem Grill lasse und ihn bei 93°C Kerntemperatur runterhole, dann sind das Arbeitsschritte, die jetzt nicht soviel Spielraum lassen. Das ein gutes PP ordentlich gerubbt sein muss, sehe ich ein und nicht irgendeine Billige Mischung verwendet wird. Aber z.B das impfen ist hier doch eher eine "ich bin unsicher ob das PP nicht zu trocken wird, daher sorge ich schonmal vor" Methode. Ich dachte das "echtes" PP keinesfalls geimpft wird.

Und es gibt auch deutsche Griller die Weltmeister waren. Wenn man sich mal bei denen umschaut, wird da auch nichts anderes gemacht. Ich denke vieles ist einfach vom verwendeten Fleisch abhängig. Die Preisunterschiede beim Fleisch gibt es nicht ohne Grund. Den kann man oft auch einfach schmecken.
 
was den Rub betrifft. Was ist den eine billig Rub erlaubt ist was schmeckt. Höchstens das Fleisch und die länge des Rubs mann müsste sich mal die mühe machen was die amerikaner generell anders machen.
Nun eins sollte mann bedenken es hat halt keiner das geld bzw. den platz sich eine Lok hinzustellen das es nur von holz geräuchert wird.
 
was den Rub betrifft. Was ist den eine billig Rub erlaubt ist was schmeckt. Höchstens das Fleisch und die länge des Rubs mann müsste sich mal die mühe machen was die amerikaner generell anders machen.
Nun eins sollte mann bedenken es hat halt keiner das geld bzw. den platz sich eine Lok hinzustellen das es nur von holz geräuchert wird.



Was ?
 
Naja das was die Amerikaner anders machen als wir, und warum das soviel besser ist. Und was ist den ein Billig Rub.
Die definition ?! Das ist meine Frage.
Zudem kann ich mir nur Vorstellen das die Fleischsorte eine Rolle spielt.
Und das die Amis halt ein Smoker haben in dem ,eben direkt mit Holzfeuer geräuchert wird.
Aber es hat halt nicht jeder das geld bzw. den platz sich eine Lok hinzustellen um mit holzfeuer zu Räuchern.
Deswegen wird nach Alternativen gesucht, aber wie gesagt mann müsste das genau wissen, was den so anders ist,war.
Sorry wenn es vorher nicht Verständlich war, es war schnell geschrieben und gleich weiter gedacht.
 
:hmmmm:

Nicht jeder Ami der BBQ betreibt tut dies mit nem Stickburner....was Du vllt meinst.
Viele erfolgreiche BBQer nutzen andere Systeme.

Weit verbreitet sind zB Gravety Feed Smoker oder Vertical Reverse Smoker.

Myron Mixon vertreibt ein eigenes System.....und nutzt seine Eigenentwicklung auch bei Competitions.
Mark Lambert, den ich beim Weyern-OT kennen lernen durfte, arbeitet mit Backwoods Smoker und hat damit schon das Memphis in May gewonnen.

In den USA wird meist der sogenannte Boston Butt für Pulled Pork verwendet, dies ist der obere Teil der Schweineschulter inklusive Nackenstück.

Rezepte für gute Rubs findest Du auf US BBQ Seiten
Hinweise wie es geht findest Du ebenfalls dort.

Das lässt sich heutzutage recht gut nachmachen.
Wenn man erstmal das Feuer "versteht" , also gelernt hat wie Feuer/Glut auf Einflüsse reagiert und seinen Smoker kennt, kann man ein recht gutes und authentisches BBQ zubereiten.

Bei den Rezepten sollte man bedenken, dass es in den USA große regionale Unterschiede gibt.
Aber da findet man sehr schnell heraus was einem schmeckt.

Das Allerwichtigste ist dabei aber, dass ein Smoker nicht qualmen darf.....
 
Was ist den eine billig Rub erlaubt ist was schmeckt.
Ein Billig Rub ist ein Rub der sein Geld nicht wert ist. Ein Rub der aus minderwertigen Gewürzen besteht. Wird mittlerweile an jeder Straßenecke vertrieben. Kostet halt auch nur 1/4. Wenn dir das schmeckt, ok. Aber sowas kann eben auch ein Grund sein weshalb ein PP nicht schmeckt.
 
Ein Billig Rub ist ein Rub der sein Geld nicht wert ist. Ein Rub der aus minderwertigen Gewürzen besteht. Wird mittlerweile an jeder Straßenecke vertrieben. Kostet halt auch nur 1/4. Wenn dir das schmeckt, ok. Aber sowas kann eben auch ein Grund sein weshalb ein PP nicht schmeckt.
Das liegt dan aber am Geschmack und nicht am Preis jeder Hersteller ob privat oder nicht hat ein bischen verändertes Rezept, selbst für Magic Dust gibt es hunderte Verschiedene Rezepte.
Der ankurbler der Diskusion meldet sich nicht. Das würde mich mal Intresieren was unser Ami anders macht, weil er die Hände über den kopf zusammenschlägt.
 
Das liegt dan aber am Geschmack und nicht am Preis
Naja, es ist aber nicht ungewöhnlich das ein höherer Preis eine höhere Warenqualität und somit einen besseren Geschmack liefert. Ich sage sicher nicht das ein teurer Rub immer besser schmeckt als ein günstiger. Aber zwischen günstig und billig gibt es für mich eben durchaus einen Unterschied.

Mich würde das auch interessieren was die Amis da nun wirklich anders machen und warum die deutschen hier pauschal über einen Kamm geschoren werden. Ich vermute das es in Amerika ebenso Leute gibt die nach dem Motto "Piepegal" arbeiten.
 
Mir ist es nicht Piepegal wie etwas schmeckt. Es gibt bestimmt verschiedene Methoden ans Ziel zu kommen und das unsere Art in Europa zu essen eine andere wie die der Amis ist sollte bekannt sein. Viele die drüben an Meisterschaften teilgenommen haben werden bestätigen, daß sie keine Chance hatten wenn sie mit dem Europäischen Gericht rüber gegangen wären. Die Preisrichter sind Amis und da geht es nach der Methode der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Wer seine Gerichte mit Liebe, Geduld und Leidenschaft zubereitet wird ein positives Feedback bekommen.
Wir haben hier in Deutschland das beste Bier, die größte Auswahl an Wurst und Brot und gerade beim Essen sind wir den Amis um Quanten Sprünge voraus. Lassen wir Ihnen wenigstens Ihr BBQ das Ihnen von Europäischen Einwanderern und den Sklaven beigebracht wurde und jetzt auf einmal als ein Teil Amerikanischer Geschichte verkauft wird.
So ganz Unrecht hatte der TO nicht, es ist nicht alles bis ins Detail wichtig und manche Dinge sollten nicht zu Ernst genommen werden.
 
Ich bedank mich mal für diesen Thread.
Nach gefühlt 100 Spare Ribs, steht nun doch mal ein Pulled Pork an - obwohl ich mir geschworen habe das nie zu machen. Bitte nicht fragen warum!

Aber freut mich, dass hier auch - wie bei den Ribs - so viele Mythen herumgeistern.

Bin da sowieso skeptisch wenn Leute bei Grillzeiten von über >8h auf Komma genau Temperaturen angeben :-D
 
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