Das sieht doch optisch fürs erste Mal recht gelungen aus
Viele haben es ja schon geschrieben - mach Dich nicht verrückt um irgendwelche abgedrehten Rezepte mit möglichst ausgefallenen Zutaten.
Üb Dich erstmal an etwas bewährtem und mach das so lange, bis Du das in richtig gut kannst.
Kleiner Tipp: Nicht einfach irgend was in den Rezepten weglassen oder ersetzen - jedenfalls nicht, bis man seinen eigenen Stil entwickelt hat.
Wurstmachen ist kein Kochen.
Guter Tipp, Bauch in Streifen und dann die Schwarte ab, Vitamine dran lassen.... Vielleicht sollte ich, wenn der Bauch wieder so mager ist, mehr Bauch als Nacken nehmen. Versuch macht klug.
Jep, so macht man das normalerweise.
Bauchstreifen mittig einschneiden bis auf die Schwarte, Messerklinge auf "flach" drehen und dabei ganz leicht gegen die Schwarte. Klinge steht, Fleisch wird gegen die Klinge gezogen.
Rein theoretisch kannst Du eine Bratwurst auch einfach nur aus Bauch machen. Die wird dann super saftig.
Milch ist ja auch irgendwie Flüssigkeit, hätte also dieses KHM reingemusst. Wobei 50ml/kg ist ja schon eher homöopathische Dosis.
Da werden die abgeschnittenen Vitamine fehlen.
Egal wie Du eine frische, grobe, ungebrühte Bratwurst machst - sie wird immer leicht krümelig im Biss sein, es sei denn, Du nimmst schlachtwarmes Fleisch, bzw. Du stellst den Zustand vom schlachtwarmen Fleisch wieder her.
Hier kommt jetzt das KHM zum Tragen - das macht nämlich salopp gesagt nichts anderes, als den schlachtwarmen Zustand des Fleisches wieder herzustellen.
Wenn Du KHM zur frischen, ungebrühten Bratwurst gibst, reichen 1 bis 1,5 g pro kg Fleischmasse. (hier nimmt man das normale KHM ohne Umrötung - und nein, kein Backpulver)
Das wolfst Du mit den Gewürzen zusammen gleich durch. So hast Du schon mal ne gute Verteilung im Brät und vermeidest Gewürznester beim Mengen.
Pro kg Fleischmasse gibst Du zusätzlich noch 100 ml Flüssigkeit - ich nehme auch Milch - zu und mengst es händisch unter das Brät.
Hierbei brauchst Du das Brät auch nicht in der Maschine zu Matschepampe mengen - es reicht normales mengen, etwas mehr als Thüringer Mett.
Beim Füllen, wenn Du es hinbekommst, nicht in endlos füllen, sondern den Darm nach jeder Wurst handbreit vorziehen und die nächste Wurst füllen, usw.
Wenn Du fertig bist, schneidest Du die Würste einfach an den "Leerstellen" mittig auseinander, abgedreht werden die nicht.
Der Schnippel zieht sich beim Grillen zusammen und nebenbei drückt es Dir das Brät beim Grillen nicht vorne und hinten aus der Wurst, bzw. der Drang zum Platzen wird minimiert.
Das Ergebnis wird eine knackige und saftige Bratwurst.
p.s.: gegen tot braten hilft das aber auch nicht
