Liebe Gemeinde,
ich war am letzten Sonntag in Salzburg und habe den Besuch mit einem Essen im SENNS ** abgerundet.
So viel kann ich schon sagen - das war für mich bisher das stimmigste Gesamterlebnis meiner Gastoerfahrung bis hierhin.
@Dittsche hatte mich hier ja bereits angeteastert. Und ich muss auch sagen - die Location ist richtig gelungen.
Es handelt sich um ein altes Gusswerk, das sehr aufwendig und mit liebe zum Detail in die heutige Zeit transformiert wurde.
Es gibt 2 Bereiche. 1x Bar und 1x Restaurant auf 2 Ebenen. Sitzplätze schätze ich auf ca. 25.
Die offene Küche liegt im oberen Bereich.
Normalerweise hat das Senns Sonntags geschlossen - allerdings sind gerade Salzburger Festspiele und hier ist durchgehend geöffnet. 43 Tage! Jeden Tag Service! Nur falls mal wieder jemand über seine Arbeitsbedingungen jammern möchte,...

Wir wurden sehr freundlich begrüßt und mit uns wurde der Abend durchgesprochen. Es wird "nur" ein 7 Gang Menü auf Basis der 5 Geschmackssinne angeboten.
Gestartet wird mit dem "Logo" - 5 Stationen, 5 Geschmackssinne. Süß, Sauer, Bitter, Salzig, Umami.
Gefolgt von 2 Grüßen aus der Küche.
Ein Kalbstatar in Molke
Und ein Schweinebauch auf einem Bao Bun. Sehr gelungen!
Danach folge das selbstgebackene Brot aus Kanadischem Weizen. Wohl sehr viel Gluten, daher eine spannende Konsistenz. Außen sehr schön knusprig. Innen chewie.
Dann startet das eigentliche Menü:
Langostino - die Ajo Blanco wurde am Tisch angegossen:
Ein wunderschöner Teller. Der genau so geschmackt hat. Dazu ein italienischer Chardonnay der zur Überraschung mal eine "Begleitung" war und nicht einfach ein Wein aus dem Weinkeller....
Allgemein kann ich für mich sagen, dass die (Weiß)Weine absolut passend und wirklich schön waren. Die beste/passendste Weinbegleitung die ich bisher genossen habe.
Entenleber - die Leber war in einem Filoteig. Aussen knusprig, innen butterzart. Das spiel der unterschiedlichen Texturen und Geschmacksrichtungen war sehr gelungen und zog sich durch ALLE Gänge! Ein Traum.
Dazu gab es einen schönen GG Riesling von Rebholz. Perfekt!
Bachsaibling mit regionaler Artischocke - wenn ich einen Kritikpunkt angeben muss, wäre es das "Geltuch" über dem Gang. Das gab mir Geschmacklich keinen Mehrwert.
Schwarzer Seehecht - hatte ich vorher noch nie. Schön feste Textur, innen schön Glasig. Der Schaum war fermentierte Juzu und darunter befand sich eine Rote Tomatenjus. Nicht nur Optisch toll gemacht! Gurke ist ja in der Sternegastro eher selten zu finden. Bei dem gang war das ein wirklicher Mehrwert durch die knackige Frische der kleinen Würfel.
Dazu gab es ein kleines "Upgrade" der Weinbegleitung.
Ein Grüner Veltiner aus der Doppelmagnum von . Vorteil der Festspiele: Hier werden regelmäßig besondere Flaschen geöffnet und Glasweise angeboten.
Mieral Taube - der Halbkreis links ist ein in Sellerie gepacktes Auberginengemisch. Am Tisch waren wir uns bis zur späteren Aufklärung nicht einig, was es genau ist.
Die Taubenbrust hatte an der Spitze ein feines Leberaroma. An den dickeren Stellen wurde dieses immer milder und feiner. Das Püree war Sellerie und ein Sud aus Miso.
Es handelt sich um eine "erwürgte" Taube. Somit bleibt das Blut im Tier und das Fleisch wird intensiver und saftiger. Für meine GöFreu und mich ein gelungenes "Erstes Mal".
Kagoshima Beef A5:
Nicht ganz der Nachbarort von Kobe - aber wohl vergleichbare Qualitäten.
Bisher hat mich Wagyu nie so ganz abgeholt. Das hat sich mit diesem Gang geändert! Unfassbar lecker. Cremig, Buttrig. Woah,...
Einziger Kritikpunkt. Der Bordeux wurde wirklich direkt vorher eingeschenkt und ging dann unter. Ich hätte mir, wie bei den anderen Gängen etwas Zeit alleine mit dem Wein gewünscht um Ihn etwas besser Wahrnehmen zu können.
Dessert: Feigenblatt - durch die Schichtung mit unterschiedlichen Texturen war das ein knackiger, frischer nicht zu süßer Abschluss. Sehr gelungen!
Dazu ein Tokaji der mit seiner Süße das ganze Abrundete. Ein Genuss!
Zum Espresso dann noch die Petit Four - wieder in der Reihenfolge Süß, Sauer, Bitter, Salzig (Senns Snickers
), Umami
Als Fazit kann ich sagen, dass mich dieser Besuch sehr beeindruckt hat.
Von der Location über den Service (aufmerksam, freundlich, jung) bis zum Essen (ein roter Faden von Anfang bis Ende) war das durchgehend ein sehr hohes Niveau. Nahezu alle Details sind bedacht. Dies hatte ich so bei meinen bisherigen 2* Besuchen nicht so durchgängig.
Für mich eine absolute Empfehlung!
ich war am letzten Sonntag in Salzburg und habe den Besuch mit einem Essen im SENNS ** abgerundet.
So viel kann ich schon sagen - das war für mich bisher das stimmigste Gesamterlebnis meiner Gastoerfahrung bis hierhin.
@Dittsche hatte mich hier ja bereits angeteastert. Und ich muss auch sagen - die Location ist richtig gelungen.
Es handelt sich um ein altes Gusswerk, das sehr aufwendig und mit liebe zum Detail in die heutige Zeit transformiert wurde.
Es gibt 2 Bereiche. 1x Bar und 1x Restaurant auf 2 Ebenen. Sitzplätze schätze ich auf ca. 25.
Die offene Küche liegt im oberen Bereich.
Normalerweise hat das Senns Sonntags geschlossen - allerdings sind gerade Salzburger Festspiele und hier ist durchgehend geöffnet. 43 Tage! Jeden Tag Service! Nur falls mal wieder jemand über seine Arbeitsbedingungen jammern möchte,...
Wir wurden sehr freundlich begrüßt und mit uns wurde der Abend durchgesprochen. Es wird "nur" ein 7 Gang Menü auf Basis der 5 Geschmackssinne angeboten.
Gestartet wird mit dem "Logo" - 5 Stationen, 5 Geschmackssinne. Süß, Sauer, Bitter, Salzig, Umami.
Gefolgt von 2 Grüßen aus der Küche.
Ein Kalbstatar in Molke
Und ein Schweinebauch auf einem Bao Bun. Sehr gelungen!
Danach folge das selbstgebackene Brot aus Kanadischem Weizen. Wohl sehr viel Gluten, daher eine spannende Konsistenz. Außen sehr schön knusprig. Innen chewie.
Dann startet das eigentliche Menü:
Langostino - die Ajo Blanco wurde am Tisch angegossen:
Ein wunderschöner Teller. Der genau so geschmackt hat. Dazu ein italienischer Chardonnay der zur Überraschung mal eine "Begleitung" war und nicht einfach ein Wein aus dem Weinkeller....
Allgemein kann ich für mich sagen, dass die (Weiß)Weine absolut passend und wirklich schön waren. Die beste/passendste Weinbegleitung die ich bisher genossen habe.
Entenleber - die Leber war in einem Filoteig. Aussen knusprig, innen butterzart. Das spiel der unterschiedlichen Texturen und Geschmacksrichtungen war sehr gelungen und zog sich durch ALLE Gänge! Ein Traum.
Dazu gab es einen schönen GG Riesling von Rebholz. Perfekt!
Bachsaibling mit regionaler Artischocke - wenn ich einen Kritikpunkt angeben muss, wäre es das "Geltuch" über dem Gang. Das gab mir Geschmacklich keinen Mehrwert.
Schwarzer Seehecht - hatte ich vorher noch nie. Schön feste Textur, innen schön Glasig. Der Schaum war fermentierte Juzu und darunter befand sich eine Rote Tomatenjus. Nicht nur Optisch toll gemacht! Gurke ist ja in der Sternegastro eher selten zu finden. Bei dem gang war das ein wirklicher Mehrwert durch die knackige Frische der kleinen Würfel.
Dazu gab es ein kleines "Upgrade" der Weinbegleitung.
Ein Grüner Veltiner aus der Doppelmagnum von . Vorteil der Festspiele: Hier werden regelmäßig besondere Flaschen geöffnet und Glasweise angeboten.
Mieral Taube - der Halbkreis links ist ein in Sellerie gepacktes Auberginengemisch. Am Tisch waren wir uns bis zur späteren Aufklärung nicht einig, was es genau ist.
Die Taubenbrust hatte an der Spitze ein feines Leberaroma. An den dickeren Stellen wurde dieses immer milder und feiner. Das Püree war Sellerie und ein Sud aus Miso.
Es handelt sich um eine "erwürgte" Taube. Somit bleibt das Blut im Tier und das Fleisch wird intensiver und saftiger. Für meine GöFreu und mich ein gelungenes "Erstes Mal".
Kagoshima Beef A5:
Nicht ganz der Nachbarort von Kobe - aber wohl vergleichbare Qualitäten.
Bisher hat mich Wagyu nie so ganz abgeholt. Das hat sich mit diesem Gang geändert! Unfassbar lecker. Cremig, Buttrig. Woah,...
Einziger Kritikpunkt. Der Bordeux wurde wirklich direkt vorher eingeschenkt und ging dann unter. Ich hätte mir, wie bei den anderen Gängen etwas Zeit alleine mit dem Wein gewünscht um Ihn etwas besser Wahrnehmen zu können.
Dessert: Feigenblatt - durch die Schichtung mit unterschiedlichen Texturen war das ein knackiger, frischer nicht zu süßer Abschluss. Sehr gelungen!
Dazu ein Tokaji der mit seiner Süße das ganze Abrundete. Ein Genuss!
Zum Espresso dann noch die Petit Four - wieder in der Reihenfolge Süß, Sauer, Bitter, Salzig (Senns Snickers
Als Fazit kann ich sagen, dass mich dieser Besuch sehr beeindruckt hat.
Von der Location über den Service (aufmerksam, freundlich, jung) bis zum Essen (ein roter Faden von Anfang bis Ende) war das durchgehend ein sehr hohes Niveau. Nahezu alle Details sind bedacht. Dies hatte ich so bei meinen bisherigen 2* Besuchen nicht so durchgängig.
Für mich eine absolute Empfehlung!

