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Sind Malt-Drinker hier?

Hallo

So hier meine kleine Sammlung


lg stippo


Der Ballentines darf bei dir in einem Fach mit Ardbeg stehen?? :cop:
Der muss da raus...und rein in ein Glas mit Cola. Der B. natürlich, der Ardbeg sicher nicht!


Btw: schöne Sammlung!! (Meine Fläschchen stehen in einer alten Globusbar.)
 
Danke Großer. Den hab i von meiner Chefin bekommen. Der is jetzt 48 Jahre alt. Is aber echt ned schlecht, auch wenn er aus der Reihe tanzt ich weiß.
 
Der is jetzt 48 Jahre alt...

Du weißt aber schon, daß es bei whisky keine Flaschenreifung gibt, oder? Solche Irrtümer kursieren nämlich z.T. immer noch.
Ich nehme an, er hat Nostalgiewert für Dich.
 
Kaufen kann man den aber nicht mehr, oder gibt´s Nachschub?

:prost:
 
Falls du noch ein Sample möchtest schreib mir mal ne PN:-)
 
Du weißt aber schon, daß es bei whisky keine Flaschenreifung gibt, oder? Solche Irrtümer kursieren nämlich z.T. immer noch.

Jein.

Whisky ändert sich nicht mehr Grundlegend nach der Abfüllung, soweit würde ich Dir zustimmen.
Aber feine Veränderungen finden weiter statt. Bei der Vielzahl an Esthern und chemischen Verbindungen (die z.T. nicht über längere Zeiträume stabil sind) wäre es ein naturwissenschaftliches Wunder, wenn sich in der Flasche keine Veränderungen mehr ergeben würden.


Ralfy hatte das auch mal thematisiert:
whisky review 276 - Advice on Whisky Auctions from Angus - YouTube
so ab Minute 6:35



Richtig ist allerdings, dass man laut Scotch Whisky Regulations nur das Alter des jüngsten Bestandteils (von der Destillation bis zur Abfüllung) auf das Label drucken darf.
Somit bleibt ein heute eingelagerter Ardbeg Ten auch in hundert Jahren noch ein Ardbeg Ten :grin:


VG,
Sascha
 
Zuletzt bearbeitet:
...Aber feine Veränderungen finden weiter statt. Bei der Vielzahl an Esthern und chemischen Verbindungen (die z.T. nicht über längere Zeiträume stabil sind) wäre es ein naturwissenschaftliches Wunder, wenn sich in der Flasche keine Veränderungen mehr ergeben würden.

Mit Deiner Aussage hast Du natürlich recht. Aber es war ja auch die Rede von "Reifung".
Die Veränderungen, die Du ansprichst, gibt es natürlich. Man nennt so etwas "schlechter werden" bzw. "der whisky baut ab". Denn eindringender Sauerstoff, Temperaturschwankungen, Sonnenlicht u.V.m. über ihren Einfluß aus.
 
Wobei das (Oxidation durch steigenden Sauerstoffstand über der Flüssigkeit beim Austrinken der Flasche oder UV-Einflüsse) für mich schon wieder ein neuer Themenbereich ist. Und das nichtmal unbedingt immer zum Nachteil des Whiskys.
Der Tobermory 10 z.B. gewinnt mMn deutlich, sobald erstmal ein drittel der Flasche leer ist und das Anisaroma etwas wegoxidiert ist :D
Ähnlich gewinnen auch einige Highland-Whiskys deutlich durch Oxidation.
Negativ wirkt sich das meiner Erfahrung nach vor allem bei rauchigen Malts und Sherry-Malts aus. Am schlimmsten und schnellsten bei der Kombination aus Rauch und Sherry (zb. Laga DE, Bowmore etc.).
Da helfen dann nur Schutzgas oder vorsichtiges Umfüllen (ohne viel sprudeln) in kleinere Flaschen.



Aber btt:
Bei der sogenannten „Flaschenreifung“ gehe ich erstmal davon aus, dass die Pulle ungeöffnet bleibt, sowie licht- und temperaturgeschützt und aufrecht gelagert wird. Zudem sehe ich das eher auf einen Zeitraum von Jahrzehnten, denn als auf zwei, drei Jahre.

Da ein intakter Korken durch den Alkoholdampf feucht und somit relativ dicht bleibt, sinkt der Pegel dann (unter genannten Idealbedingungen) nur minimal. Im Zweifel hilft Parafilm hier zusätzlich abzudichten.
Sauerstoffeinfluss wäre also nur marginal.
Aber scheinbar reicht das bißchen Luft im Flaschenhals aus, um das Lebenswasser nach Ansicht einiger Maltheads langsam (gaaanz langsam) zu verändern.

Objektiv ist diese Beobachtung der Flaschenreifung aber wahrscheinlich nie nachweisbar.
Woher sollte man auch hundertprozentig identische Abfüllungen eines Whiskys finden, die verschieden lange unter gleichen Bedingungen in der Flasche verbracht haben?
Halbwegs versierte Kenner schmecken ja schon Unterschiede zwischen Sommer- und Winterdestillation eines Jahres.

Und wenn man sich Abfüllungen von Destillen wie Ardbeg oder Laddie aus den 80ern, 90ern und den 2000ern mal vergleichend nähert, merkt man, wie inkonsistent über einen Zeitraum mehrerer Jahre gebrannt wird.
Gibt halt zu viele, unkontrollierbare Einflußfaktoren auf das Faßwasser. Aber gerade das macht ja wohl nunmal einen Teil der Magie aus :D


Und doch ist es nunmal sehr, sehr plausibel, dass sich diese Vielzahl an nicht immer stabilen chemischen Verbindungen auch unter sehr geringem Einfluss von Sauerstoff unter idealen Lagerbedingungen verändern. Wie gesagt extrem langsam über viele Jahre, aber logisch gesehen wird es passieren.

Inwiefern das ganze wirklich riech-/schmeckbar ist oder eher eine Art “self-fulfilling prophecy“ ist, steht aber auf einem ganz anderen Blatt.
Um diese Seite aufzuschlagen fehlen mir dann doch noch die Erfahrung von mindestens 40 Jahren und ein paar tausend verkosteten Whiskys :cool:

Viele Grüße,
Sascha
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme. Dies verdient eine Ebensolche.
Vielleicht sollten wir ein paar Begriffe definieren, damit wir zumindest vom Gleichen reden, wenn schon nicht vom Selben.
Meine Definition der Begrifflichkeiten:
Whisky Reifung: Ist die Aufnahme von Aromen aus dem Fass innehalb der Mindestlagerzeit von 3 Jahren. Bei gleichzeitigem "atmen" des Fasses (angelshare)
Flaschenreifung: Eine Reifung in einer Glasflasche gibt es nicht.
Veränderungen: Häuptsächlich durch Sauerstoff, UV-Strahlen und Temperaturschwankungen ist eine Flasche Whisky unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt, die den Inhalt beeinflussen. Diese Einflüsse wirken sich negativ auf den Inhalt aus. Ob es nach diesen Einflüssen besser/schlechter schmeckt ist subjektiv.
Guter/schlechter Whisky: Ich habe nach vielen Jahren Whiskygenuß mein "Geschmacksfeld" soweit gefestigt, daß sich in der letzteren Zeit nicht mehr viele Änderungen zeigen. Daher meine Definition für mich wie folgt. Habe ich einen Scottch vor mir (singlemalt), der aus einer Destillerie stammt, die keiner Massenproduktion betreibt und der Tropfen in meinem Geschmacksfeld liegt, ist es für mich ein guter Whisky.

Das soll aber nicht heißen, daß ich nicht auf die Vielfalt, der mir noch unbekannten Abfüllungen neugierig bin. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit probiere ich gerne Neues (bzw. Altes). Nicht zuletzt bei Tastings, die ich immer mal wieder besuche. Jetzt bin ich gespannt auf Eure Definitionen.
 
Meine Definition der Begrifflichkeiten:
Whisky Reifung: Ist die Aufnahme von Aromen aus dem Fass innehalb der Mindestlagerzeit von 3 Jahren. Bei gleichzeitigem "atmen" des Fasses (angelshare)

100% Übereinstimmung.


Veränderungen: Häuptsächlich durch Sauerstoff, UV-Strahlen und Temperaturschwankungen ist eine Flasche Whisky unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt, die den Inhalt beeinflussen. Diese Einflüsse wirken sich negativ auf den Inhalt aus. Ob es nach diesen Einflüssen besser/schlechter schmeckt ist subjektiv.

Ebenfalls Übereinstimmung, allerdings würde ich das Wort "negativ" streichen.
Der Inhalt verändert sich. Punkt. Ob positiv oder negativ hängt an Material und persönlichem Geschmack.



Flaschenreifung: Eine Reifung in einer Glasflasche gibt es nicht.

Würde ich für mich so nicht stehen lassen wollen.
Whisky verändert sich mit der Zeit, auch ohne den Einfluss der Faktoren, die Du bei "Veränderungen" anführst. Das heisst auch ungeöffneter Whisky, der Lichtdicht bei konstanter Temperatur gelagert wird, wird sich verändern.
Extrem langsam und kaum Nachweisbar, aber mit Sicherheit wird sich der Inhalt einer unter idealen Modellbedingungen eingelagerten Flasche nach 30 Jahren vom Ausgangsmaterial unterscheiden.

Allein schon weil die Reaktivität von Glas in der Regel falsch eingeschätzt wird. "Normales" Glas enthält immer SiO2, dadurch findet auch zwangsläufig eine basische Reaktion von Glas mit Wasser statt. Dagegen würde wahrscheinlich nur einfrieren oder anderes Glas helfen.

Ob man das ganze nun "Flaschenreifung", "Mikroveränderung" oder sonstwie nennt... :keks:

Und ob dieser Effekt dann auch für den Genießer einen tatsächlich schmeckbaren Unterschied ausmacht, steht nochmal auf nem anderen Blatt. Mangels Vergleichsmöglichkeit (siehe mein Vorpost) werden wir's wahrscheinlich nie erfahren...



Guter/schlechter Whisky: Ich habe nach vielen Jahren Whiskygenuß mein "Geschmacksfeld" soweit gefestigt, daß sich in der letzteren Zeit nicht mehr viele Änderungen zeigen. Daher meine Definition für mich wie folgt. Habe ich einen Scottch vor mir (singlemalt), der aus einer Destillerie stammt, die keiner Massenproduktion betreibt und der Tropfen in meinem Geschmacksfeld liegt, ist es für mich ein guter Whisky.

Das soll aber nicht heißen, daß ich nicht auf die Vielfalt, der mir noch unbekannten Abfüllungen neugierig bin. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit probiere ich gerne Neues (bzw. Altes). Nicht zuletzt bei Tastings, die ich immer mal wieder besuche. Jetzt bin ich gespannt auf Eure Definitionen.

Die Unterscheidung guter/schlechter Whisky muss ja letztlich sowieso jeder für sich selber treffen. Geschmack/Geruch ist nunmal das subjektivste Empfinden das ich kenne... :D

Meine objektiven Kriterien für vernünftige Whisk(e)ys:
- bevorzugt ein schottischer Malt (Grain hat mir zu oft einen kratzigen, bitteren Beigeschmack), aber es gibt auch sehr gute Rye's,wie ich kürzlich erfahren durfte
- ein gewisses Alter (die Sprittigkeit oder "Metalligkeit" sollte also schon abgebaut sein und additiv sollte bereits etwas vom Holzeinfluß ins Faßwasser gelangt sein)
- gerne etwas mehr ABV als die Mindestgrenze von 40%, damit man noch Reserven für ein paar Tropfen Wasser hat

Alles weitere ist dann eine reine Geschmacksfrage.




Zur von Dir angesprochenen "Massenproduktion": wie definierst Du das?
Nach Ausstossmenge? Nach Vermarktungsgrad?
Ich meine, von den knapp 100 Brennereien in Schottland sind nach dem Verkauf von Bruichladdich nur noch 11 wirklich unabhängig/selbstständig (Arran, Benromach, Bladnoch, Daftmill, Edradour, Glenfarclas, Glengoyne, Kilchoman, Speyside, Springbank & Tullibardine).
Der ganze große Rest gehört somit multinationalen Konzernen, die entsprechend mehr oder minder als Massenprodukt vermarktet werden.

Ich weiß nicht, wo man da eine Grenze zum Massenprodukt ziehen soll?
Bsp:
Lagavulin -> Multikonzern (Diageo) -> Ausstoss von ca. 2 mio Liter
Glenfarclas -> unabhängig (Familienbesitz) -> Ausstoss von ca. 3 mio Liter
Welcher ist Massenproduktion, welcher nicht?
Der, der mehr produziert? Oder der, der dem großen, bösen Multi gehört?

Finde ich ein ganz schwieriges Thema...

Bin gespannt auf Meinungen :grün:
 
Bin gespannt auf Meinungen :grün:

Ich sehe schon, bei den Definitionen "Reifung" und "Veränderungen" gibt es für Dich keine so großen Unterschiede. Für mich schon. Reifung steht bei mir für die Entwicklung von der Unreife zur abgeschlossenen Reife. Wobei der Punkt einer abgeschlossenen Reifung zwar verschiedene Qualitätsstufen haben kann, aber stets ansteigend ist.. Nicht jeder Whisky hat das Potential zur einem hohen Reifegrad. Bzw. nicht jedes Faß kann einem Whisky das mitgeben, was er evtl. "verdient" hätte.
Eine Veränderung ist per Definition nicht spezifiziert. Erst die Wertung der Veränderung macht es deutlich. Da im vorliegenden Fall die Veränderungsbewertung durch den subjektiven Geschmack entschieden wird, ist sie nicht allgemein gültig.
Zum Thema Ausbringungsmenge und Massenproduktion. Hier habe ich mich sehr ungenau ausgedrückt. Und zwar deswegen, weil ich mich eigentlich zu wenig mit Ausbringungszahlen beschäftigt habe. Das ist eher mein allgemeiner Eindruck dem ich folge. Daher bleibt meine Aussage dazu auch weiterhin zu ungenau für eine sachliche Diskussion. Um meinen Eindruck vielleicht etwas nachvollziehbarer zu machen, folgender Erklärungsversuch. Die produzierten Mengen der meisten Destillerien, gehen zum größten Teil in die Blend-Industrie. Damit verdienen die Ihr Geld und stört mich gar nicht. Was davon aber für mich übrig bleibt ist der angebotene Single Malt. Hier unterscheidet es sich für mich, was da an Masse auf den (Super-)Markt geworfen wird. Die Tendenz zeichnet sich mittlerweile schon ab. Immer mehr Single Malt im Supermarktregal zu Preisen, zu dem der Whisky kaum herstellbar ist. Nicht dass die unbedingt schlecht sind, aber da liegen meine Kriterien von Masse und Klasse. Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt etwas verdeutlichen.
Was mich allerdings tierisch freut, ist der Meinungsaustausch mit Dir. Jeder versucht dem anderen seine Sichtweise näher zu bringen, ohne den anderen davon überzeugen zu wollen/müssen. Vielen Dank!
 
Um ein anderes Thema anzuschneiden, gebe ich hier einen Filmtip vom Whisky-Club weiter. Die schottische Antwort auf "Ganz oder gar nicht"

Angels Share

Dieser Humor liegt zu 100% auf meiner Wellenlänge.
 
Ich sehe schon, bei den Definitionen "Reifung" und "Veränderungen" gibt es für Dich keine so großen Unterschiede.

Chemisch/technisch gesehen nicht, das stimmt. :D
Das Ausgangsprodukt reagiert mit seiner Umgebung und verändert sich dabei.

Der Unterschied ist für mich die Intention: "Reifung" ist vom Hersteller gewünscht bis zu dem Zeitpunkt, wo er sein Produkt als optimal betrachtet und die Brause auf Flaschen zieht.

"Veränderung" geschieht hinterher ungewollt weiter. Umfang und Entwicklung der "Veränderung" sind jedoch im Gegensatz zur "Reifung" wenig steuerbar.


Reifung steht bei mir für die Entwicklung von der Unreife zur abgeschlossenen Reife. Wobei der Punkt einer abgeschlossenen Reifung zwar verschiedene Qualitätsstufen haben kann, aber stets ansteigend ist.. Nicht jeder Whisky hat das Potential zur einem hohen Reifegrad. Bzw. nicht jedes Faß kann einem Whisky das mitgeben, was er evtl. "verdient" hätte.
Eine Veränderung ist per Definition nicht spezifiziert. Erst die Wertung der Veränderung macht es deutlich. Da im vorliegenden Fall die Veränderungsbewertung durch den subjektiven Geschmack entschieden wird, ist sie nicht allgemein gültig.

Sehr schön beschrieben. Da haben wir unseren gemeinsamen Nenner doch gefunden :D :prost:




Zum Thema Ausbringungsmenge und Massenproduktion. Hier habe ich mich sehr ungenau ausgedrückt. Und zwar deswegen, weil ich mich eigentlich zu wenig mit Ausbringungszahlen beschäftigt habe. Das ist eher mein allgemeiner Eindruck dem ich folge. Daher bleibt meine Aussage dazu auch weiterhin zu ungenau für eine sachliche Diskussion. Um meinen Eindruck vielleicht etwas nachvollziehbarer zu machen, folgender Erklärungsversuch. Die produzierten Mengen der meisten Destillerien, gehen zum größten Teil in die Blend-Industrie. Damit verdienen die Ihr Geld und stört mich gar nicht. Was davon aber für mich übrig bleibt ist der angebotene Single Malt. Hier unterscheidet es sich für mich, was da an Masse auf den (Super-)Markt geworfen wird. Die Tendenz zeichnet sich mittlerweile schon ab. Immer mehr Single Malt im Supermarktregal zu Preisen, zu dem der Whisky kaum herstellbar ist. Nicht dass die unbedingt schlecht sind, aber da liegen meine Kriterien von Masse und Klasse. Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt etwas verdeutlichen.

Ja, jetzt wird für mich klarer, was Du meintest.
"Geheimtipp" am Rande zu einer der Brennereien, die keine eigene Originalabfüllung haben, weil sie eigentlich nur für Blends produzieren: Mortlach 16 aus der Flora und Fauna Serie. Hammer!

Die "Versupermarktung" von Single Malt ist aber letztlich auch irgendwo dem Whisky-Boom der vergangenen Jahre geschuldet. Die Nachfrage ist derart gestiegen, dass es sich eben mittlerweile auch für Supermärkte lohnt, einen Teil des Marktes abseits von JW-Red, Jimmy und Jacky zu bedienen.
Früher wäre Single Malt da jahrelang im Regal gestanden und hätte neben fehlendem Umsatz auch noch kostbare Regalmeter gekostet.

Mittlerweile gehen aber auch gute (Eintiegs-)Malts (gerade zu Weihnachten) im Supermarkt.
Das die Supermärkte dann natürlich versuchen, ihre eigenen Preisvorstellungen durchzusetzen, ist ja nichts neues (siehe Milchpreise).

Sofern ich gutes Material im Supermarkt entdecke (die letzten waren ein Laphi Quarter Cask und ein Lagavulin 16), packe ich die eigentlich auch ein.
Unerwarteterweise bietet ausgerechnet der Real eigentlich ein ganz gutes Sortiment (neben den genannten beiden bspw. auch Talisker, Caol Ila, Balvenie, Aberlour, Glenmorangie etc.).
Das sind dann zwar nur die Einstiegsjahrgänge, aber für den Daily Dram... why not?
Gerade einige der "Einstiegsmalts" bis 40,- oder 45,- EUR überzeugen bei Blindverkostungen immer wieder.
Solange das PLV passt und die Qualität nicht abrutscht, werde ich da wohl auch weiterhin ab und an mal zugreifen.


Höherwertige Sachen, Einzelfassabfüllungen, unabhängige Abfüllungen usw. werde ich aber weiterhin beim Fachhändler um die Ecke beziehen.
Kostet zwar ein, zwei Taler mehr als im Internet, aber die Möglichkeit vorher mal zu probieren hat mich schon vor einigen Fehlkäufen bewahrt.

Zudem gibts doch nichts schöneres, als eigentlich nur schnell ne Flasche abholen zu wollen, um dann doch über eine Stunde mit dem Händler über das Faßwasser zu philosophieren :D



Was mich allerdings tierisch freut, ist der Meinungsaustausch mit Dir. Jeder versucht dem anderen seine Sichtweise näher zu bringen, ohne den anderen davon überzeugen zu wollen/müssen. Vielen Dank!

Den Dank kann ich nur zurückgeben! :prost:

Ist eigentlich schade, aber in den bekannteren Whiskyforen ist die Diskussionskultur in den letzten Jahren deutlich abgeflacht. Da wird eigentlich nur noch gnadenlos der eigene Standpunkt als ultima ratio hingestellt und bis zum bitteren Ende durchgeprügelt.
Hat mich sehr überrascht in einem Grillforum eine Diskussion zu Whisky zu finden, die sachlich, fair und sehr sehr gewinnbringend (zumindest für mich) verläuft :thumb2:
Vielen Dank!
 
Hier erzählt der Lüning vom Haus am See auch ein bißchen was zur “Flaschenreifung“:


(So ungefähr ab Minute 9)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für den Tip. Ich kenne "Hotte-TV" schon einige Jahre, aber dieses Video hatte ich noch nicht gesehen.
Mir ist (ab min 9) angenehm aufgefallen, daß der vermeindliche Experte die "Flaschenreifung" auch mit einer Veränderung erklärt.
 
Hallo,

hier mal eine Frage in die Runde. Habe neulich den normalen Laphroaig probiert und möchte nun bei nem Kumpel was mitbestellen. Der normale hat mir schon sehr gut gefallen, nun ist mein Blick auch auf den Quarter Cask und den Triple Wood gefallen. Welchen von denen würdet ihr am ehesten empfehlen?
 
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