Neues aus Falkis Rucksack-Versuchs-Küchenstudio.
Wer kennt sie nicht, die gute alte (130 Jahre) Erbswurstsuppe von Knorr. Die Produktion wurde Ende 2018 eingestellt und dann nur noch Restbestände verkauft. Was einige zu Hamsterkäufen veranlasste. Da ich von dem Wegfall des Grundnahrungsmittels am Berg, nur durch Zufall erfuhr, war es natürlich zu spät für Vorratshaltung. Jetzt sind demnächst meine letzten Stücke aufgebraucht und ich wollte heute nach adäquatem Ersatz suchen. Da sagt meine Frau (die Göttliche): Das kann man bestimmt auch selber machen. Du machst Dein Brühpulver ja auch selbst.
Recht hat sie! Also Tanta Goggle bemüht und siehe da, es gibt verschiedene Ansätze zum Eigenbau. Hier nun das Ergebnis meiner Bemühungen, wie ich es beibehalten werde.
Erbswurstsuppe selbst gemacht.
Herstellung und Rezept:
Die abgebildetet Mengen in 275 ml
KALTES Wasser einrühren (sonst klumpts wie d'Sau)
1x Aufkochen und dann 6-8 min Köchel lassen. Je nach Mahlgrad.
Werkzeug (Kenwood mit Nußmühlenaufsatz)
Für den rechten Antrieb, mit der Kreuzaufnahme.
Zutaten (Schälerbsen,
selbstgemachtes Brühpulver)
Ein Original Portionsstück
Schälerbsen
Brühpulver
nach Nußmühle mit kleiner Umdrehungszahl
Vollgas!
Zusammen ... ?? OK, Schwund ist ja immer
"Laborküche" in action. Der kleine Schraubdeckelbehälter ist ein
PET-ling (Rohling für PET-Flaschen) aus dem GEO-cacher Bedarf. Damit transportiere ich mein Erbswurstpulver künftig im Rucksack.
Jetzt will oder kann nicht jeder sein Brühpulver selbst machen. Also muß die fette Brühe einen 2. Versuch bestreiten.
Vollgas aus der Nußmühle
Direkter Vergleich: (links) mit Fette Brühe-Würfel, (rechts) mit meinem Brühpulver. Man erkennt es, BIO sieht meist Sch...e aus.
Fazit:
Grundlegend ist zu sagen, daß die zu verwendende Menge doppelt so hoch ist als beim Original.
Mit eigenem Brühpulver schmeckt die Erbssuppe voller und "wertiger". Besser kann ich es nicht ausdrücken.
Mit Fette Brühe-Würfel kommt man natürlich dem Geschmack des Originales seeehr nahe. Wenn ich es beziffern müsste, 90-95%.
Was ein paar Prozent ausmachen kann, ist das Nachwürzen, das jeder nach eigenem Gusto gestalten kann.
Wie z.B. etwas Rauchsalz, was den nicht vorhandene Speckgeschmack imitiert. Was auch noch geht ist Zwiebel- u. Knoblauchgranulat. Damit ein paar Versuche und man ist bei fast 100% des Originalgeschmackes.
Wir treffen uns bald, im Wald - aber bitte, in der Hütte.