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Tutorium Messer Schärfen

Naja, von Polierscheiben bin ich nicht sonderlich angetan, aber ne Tormek oder ne Jet kommen früher oder später für die grobarbeit. Und manuell ists alles Übungssache. Am anfang dauerts ewig, vor allem wenn mans sich selbst beibringen muss (wie bei mir), sind dann allerdings die ersten Schritte gemacht, wird mann immer schneller. In der Zeit die ich vor ein paar Jahren gebraucht habe um ein normalstumpfes Messer auf Rasierschärfe zu schleifen schleif ich jetzt 2 auf Romanschärfe (vorrausgesetzt Stahl und geometrie sind ok). Also: Üben, Üben, Üben!

Gruß,

Joe
 
brenner schrieb:
Hallo,

mein Abziehleder ist angekommen, ein Abziehinstrument für chirurgische Instrumente, in 4 Stufen kann der Grad bearbeitet werden ... das ist wirklich prächtig.

Also für mich hat der Thread viel gebracht, gerade das Abziehleder hatte ich für Messer noch nicht benutzt und die Fortschritte sind enorm.

@brenner

wo hast Du Dein Leder gekauft?

Thomas
 
Hallo,

ich habe mein Leder zufällig bei Ebay entdeckt, es war billig, stark gebraucht, Verschleissgrenze ist für chirurgisches Werkzeug deutlich überschritten .... für mich als Laien ist das Zeugs noch interessant, ich werde aber gleichzeitig einen alten Gürtel opfern und bei den Schuhmachern nach Leder fragen damit ich mir so ein Abziehleder selbst herstellen kann.

Grüsse von Andreas
 
Hallo,

jetzt habe ich ein bischen mit mässigem Erfolg herumprobiert ... war schon drauf und dran mir ein Gatco oder Lansky-Werkzeug zu kaufen ....

Aber eigentlich sollte man das doch manuell und nicht per Krücke schaffen, ein bischen Erfolgsdruck ist sicherlich schon aufgebaut worden.

Also wurde ein einzelnes Messer so lange über nassem Schleifpapier bearbeitet bis sich sichbare Veränderungen einstellten, die Schärfe war schon brauchbar, in diesem Thread aber unterste Kanone, ;-)).

Heute habe ich dieses Messer im Schleifwinkel über ein Holzbrett bewegt und siehe da, eine Seite schält schon etwas Span ab, kratzt schon im Schleifwinkel ein bischen Holz vom Brett.

Die andere Seite ist glatt wie ein ....popo, erst wenn ich den Anstellwinkel stark erhöhe wird Holz geschabt ...

Das scheint mir eine wirlich entlarvende Methode zu sein um den Bearbeitungsgrad der Klingen zu prüfen ... nachdem ich das Messerfach durchgesehen habe sehe ich noch viel Arbeit auf mich zukommen, ;-)).


Frohes Fest - einen Guten Rutsch ins neue Jahr !!


Grüsse von Andreas
 
wenn in schneidewinkel ein span abgehoben wird, ist das ein deutliches zeichen für einen grat, der sich auf eine seite gelegt hat. entfrnst du diesen grad jetzt mit nem lederriemen, müsste es eigentlich schön scharf sein. Hat es sonst noch jemand probiert?
 
Hi,

bei mir sind das Messer ohne vollständigen Schleifwinkel, die rutschen auf dem zuviel an Material auf dem Holz hin und her, erst wenn ich den Winkel deutlich erhöhe erreicht die Schneidkante das Holz.

Das ist aber nur schwer zu beschreiben, nach den Feiertagen mache ich mal eine Zeichnung.

Wenn ich meinen PC endlich wieder fertig habe versuche ich dazu mal ein Video.


Grüsse von Andreas
 
Da bei uns im Haushalt auch reichlich stumpfe Messer vorhanden, sind habe ich mir bei Dick einen japanischen Wasserstein (Kombi 1000/6000) gekauft.

Es ist mir nicht gelungen, ein Messer auf der 1000er Seite so scharf zu bekommen, dass ich mir die Haare auf dem Arm damit abrasieren könnte. Ich habe die Steine ordentlich gewässert vor dem Schleifen und die Messer auch nachher auf einem Leder abgezogen.

Wie lange muss man den für ein Messer rechnen? Ich habe es schätzungsweise hundertmal pro Seite über den Stein hin- und hergezogen (also gezogen und geschoben).
Reicht das oder muss ich einfach ausdauernder sein?

Oder muss es für eine erste Generalverschärfung doch erstmal ein 250er Wasserschleifpapier sein? Für Tipps und Ideen wäre ich sehr dankbar :D

Viele Grüße,
 
Hallo,

den ersten Schliff habe ich auch auf einer professionellen Wassersteinschleifmaschine unterschätzt.

Ich habe mir gerade einen Schrubbstein von Dick.biz bestellt, günstiger als bei Ebay bekommt man dort den SUN-TIGER-Schleifstein.

Ich habe ein Messer sehr lange über Nassschleifpapier gezogen, dabei aber soviel Schleifpapier verbraucht dass ich jetzt erst einmal auf den Schleifstein gewartet habe.

Im nächten Jahr probiere und berichte ich von den Ergebnissen.

Mein erster wirklich manuell hergestellter Schleifwinkel auf Nasschleifpapier hat sicher länger als 2 Stunden pro Seite gebraucht ... so ist das halt bei einfachsten und günstigsten Messern.

Aber irgendwann muss man da mal durch weil man erst danach ein Ergebnis einschätzten kann, auf der elektrischen Schleifmaschine habe ich auch zu früh aufgehört weil ich das Ergebnis nicht bewerten konnte.
 
Erstmal ein gesundes neues Jahr euch allen! :prost:

@ Dimsluken

Man kann schlecht sagen wielange man braucht, kommt auf die restschärfe des Messers, auf den Stein und auf den Benutzer drauf an, für sehr stumpde Messer ist ein 220er sicher nicht Falsch, damit müsse es dann allerdings recht fix gehn, wenn er was taugt.
 
Hi,

neben guten Tips fand ich in irgendeinem Messerforum noch den Hinweis auf einen Sensen-Wetzstein ... kennt Ihr vielleicht, das ist ein schmaler, langer und ovaler Wetzstein für Sensen und Sicheln ...

Beim Bauhaus fand ich in der Gartenbauabteilung so einen Wetzstein mit grober und feiner Seite für sagenhafte 2,75 EUR ...

Das Teil hat auf der rauhen Seite einen sagenhaften Abtrag auf dem Messer während der Stein sich fast gar nicht abnutzt. In kürzester Zeit konnte ich damit einigen Messern einen besseren Schleifwinkel verpassen.
 
Hallo,

jetzt habe ich auch mal einen Bandschleifer probiert ... ist schon toll wenn man nach wenigen Bewegungen den Schleifwinkel verändert hat .... aber das Ergebnis sind eigentlich nur dicke und tiefe Riefen ....

Ein Freund bekommt damit eine sehr gute Arbeitsschärfe hin, im Sinne dieses Threads ist das Ergebnis aber eher materialmordend.

Ich bin geheilt und versuche es weiterhin mit den Banksteinen.
 
Naja, die meisten Messermacher verwenden auch nen Bandschleifer, nur nach dem Härten nichtmehr, weil dann die gefahr sehr gross ist, dass man die Klinge durch die Reibungswärme versaut.
 
naja das kommt wieder auf die einzelnen Messermacher drauf an, allerdings machens die Ja täglich (Übung macht den Meister) :prost:
 
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