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Unold Luigi

So, heute das zweite Mal Pizzen (6 Stück) mit dem Luigi gebacken. Nach der hier losgetretenen Diskussion bezüglich zu dunkler Böden habe ich auch mal genauer drauf geachtet und kann fetstellen, dass das bei meinem Ofen mit dem Standard-Stein kein Problem darstellt. Sowohl bei der ersten Pizza (nach 30 Minuten aufheizen 400 Grad) als auch bei den folgenden zum Glück keine zu dunklen / verbrannten Böden. Teig mit 60% Hydration. Komisch, dass es da bei einigen Probleme gibt.
 

Danke für den Link! Schöne Pizzen, danke für Deine Erfahrungen.

Ich war gestern schon drauf und dran, mir einen Biscotto zu bestellen. Nur mal so zum Testen. Vielleicht mache ich das auch noch .... erst mal schauen, wie die Pizzen am Wochenende werden. Habe einen Teig mit Caputo Nuvola super mit Biga und 70% Hydration angesetzt, die Ballen ruhen momentan im Kühlschrank in gestern gelieferten Pizzaballenbehältern von Mepal (https://www.mepal.com/de/vorratsdose-lumina-750-ml-weis-106282030600) und will mal mit dem Belag etwas variieren.

Manchmal schläft man ja am besten nochmal über eine Entscheidung ... und nach dieser Nacht stelle ich fest, dass ich noch nie einen angebrannten oder verbrannten Pizzaboden hatte. Die Pizzen kommen eigentlich umso schöner aus dem Ofen, je mehr Übung ich habe, sowohl bei der Teigzubereitung als auch der -verarbeitung.

Vielleicht liegt es ja tatsächlich auch am Handling, dass hier manche (wenige) Leute zu dunkle Böden bekommen.
Vermutlich muss da jeder seinen eigenen Weg finden. Wer die Pizza nur einschießen und dann warten will, wird wahrscheinlich einen Biscotto brauchen oder sollte vielleicht die Unterhitze reduzieren? Wer die Pizza auch mal dreht und/oder anhebt, wird vermutlich mit dem serienmäßigen Setting sehr glücklich sein.
Es wäre jedenfalls schade, wenn dieser wirklich hervorragende Ofen hier das Image bekäme, er liefere verbrannte Pizzen. Denn die werden wohl bei mindestens 90% der Anwender um Welten besser als in einem Haushaltsbackofen und dies zu einem (noch) konkurrenzlosen Preis.

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@Konny G
Schöne ästhetische Pizzen,
man merkt das du da mit viel Liebe zum Detail dran gehst. Habe am Wochenende auch das erste mal das normale Nuvola ausprobiert und bin selbst von diesem schon sehr sehr begeistert, definitiv nochmals eine Steigerung zum Cuoco und den Mehlen der Frießinger Mühle. Ähnlich verhält es sich aber auch mit dem Biscotto und ich werde nicht müde zu sagen dass der Luigi auch mit dem Cordierit ein sehr guter Ofen ist und kein Imageproblem zu befürchten hat.

Von ca 100 Pizzen die ich auf dem Cordierit gebacken habe waren ca 90 Pizzen ohne Bodenbrand und es hat definitiv mit dem Handling, der Vorheizzeit und ob der On/Off Schalter vor dem einschieben betätigt wird zu tun, das kann ich zumindest aus meiner Erfahrung berichten. Die Backzeit spielt natürlich auch noch eine Rolle. Will aber auch nicht bezweifeln das da evtl. auch Temperaturunterschiede zwischen den einzelnen Öfen existieren. Meiner hatte zum Beispiel schon zweimal den E4 Fehler welcher laut Service im Zusammenhang mit dem Thermostat hängt.

Nichts desto trotz macht der Biscotto Gutes einfach noch besser und ist eher als eine Art Autopilot mit mehr Komfort und weiteren Vorzügen zu sehen, vor allem wenn man es etwas knackiger mag.
 
Kannst du bitte nochmal kurz berichten, wie du das genau machst?

Kurz bevor du die Pizza einschiebst den Ofen aus machen, dann Klappe auf, Pizza rein, Klappe zu und Ofen wieder an?
Während ich die Pizza zubereite und bevor ich die Pizza in den Ofen schiebe starte ich den Ofen nochmal komplett neu so das beim einschieben die obere Spirale wieder glüht. Also einfach den Ofen komplett aus / an und Neapolitana Programm wieder starten. Man muss da ein bisschen auf das Timing achten. Der Trick funktioniert übrigens nicht unmittelbar nach dem Vorheizen. Nach dem Vorheizen muss also eine gewisse Zeitdifferenz vergangen sein da sich sonst das Neapolitana Programm nicht starten lässt.
 
Das heißt der Ofen hat dann noch genügend Wärme, wenn er 2-3min komplett aus ist? Oder wie lange ist er bei dir maximal aus?
Glaube du verstehst da was falsch. Der Ofen ist die ganze Zeit an und wird zwischendurch nur mal kurz ein / ausgeschaltet und das Neapolitana Programm neu gestartet damit sich die obere Spirale wieder aktiviert. 3 schnelle Klicks hintereinander auf den On/Off Schalter
 
Während ich die Pizza zubereite und bevor ich die Pizza in den Ofen schiebe starte ich den Ofen nochmal komplett neu so das beim einschieben die obere Spirale wieder glüht. Also einfach den Ofen komplett aus / an und Neapolitana Programm wieder starten. Man muss da ein bisschen auf das Timing achten. Der Trick funktioniert übrigens nicht unmittelbar nach dem Vorheizen. Nach dem Vorheizen muss also eine gewisse Zeitdifferenz vergangen sein da sich sonst das Neapolitana Programm nicht starten lässt.
Das mach ich auch so und erreiche damit richtig knackige Temperaturen wie im Bild zu sehen ist 😊
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Das mach ich auch so und erreiche damit richtig knackige Temperaturen wie im Bild zu sehen ist 😊
Das sieht richtig knackig aus und dürfte einiges erklären. Mein Thermometer geht leider nur bis 400 Grad.

Hattest du hier auch schon Bilder von deinen Pizzen gepostet?

Würde mich auf jeden Fall interessieren wie die Ergebnisse mit deinem Stein aussehen. Der sieht mir etwas dünner aus als meiner.
 
Würde mich auf jeden Fall interessieren wie die Ergebnisse mit deinem Stein aussehen. Der sieht mir etwas dünner aus als meiner.
Mein Biscottostein hat eine Vorgeschichte. Anfang dieses Jahres hatte ich mir einen Ariete-Pizzaofen gekauft gehabt. Der Pizzaofen wird ebenfalls mit einem Cordieritstein ausgeliefert und soll laut Hersteller 400 Grad erreichen, was bei meinem Pizzaofen allerdings nicht der Fall gewesen ist. Im Rahmen meiner Recherche zu dem Problem im Internet habe ich erfahren, dass man den Ariete-Pizzaofen „tunen“ kann, indem man das Thermostat verstellt. Allerdings hieß es gleich in all den Foren, dass das Tuning nur dann Sinn machen würde, wenn man den Cordierit Stein durch einen Biscottostein austauscht. Andernfalls würde der Pizzaboden zu stark anbrennen. Das war in allen Foren und Erfahrungsberichten zu Ariete-Pizzaofen zu lesen. Es gibt sogar ein Video von Waldis, der den Effekt (also den verbrannten Boden) allerdings mit einem anderen, aber bauähnlichen Ferrari-Pizzaofen gezeigt und auch gesagt hat, dass ein Cordierit-Stein bis max. 400 Grad ausgelegt ist. Seine Empfehlung war gewesen, einen Biscottostein einzusetzen, wenn man mit Temperaturen über 400 Grad arbeiten möchte. An die Empfehlung habe ich mich gehalten und habe mir einen für meinen Ariete-Pizzaofen passenden (!!!) Biscottostein geholt. Der Pizzastein wird bei dem Ariete-Pizzaofen nicht einfach drauf gelegt, sondern in eine Art Manschette eingefasst. Dadurch wird die Größe und die Dicke des Pizzasteins quasi vom Pizzaofen vorgegeben. Daher kommt es, dass mein Biscottostein, den ich ja jetzt im Luigi quasi wiederverwerte, recht dünn ausfällt. Danach hatte ich das Thermostat tatsächlich „bearbeitet“, wodurch ich auf die Temperatur von ca. 420 Grad gekommen bin. Zusammen mit dem Biscottostein konnte ich mit dem Ariete-Pizzaofen recht passable Ergebnisse erreichen😊
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@Glldfisch81
Schöne Bilder, ganz nach meinem Geschmack und interessante Geschichte. Wir haben einen ähnlichen werdegang, hatte vorher auch einen ähnlichen Blitza Ofen der im laufe der Zeit von mir modifiziert wurde und bin mit dem Luigi nun im Pizzahimmel angekommen.
 
Nichts desto trotz macht der Biscotto Gutes einfach noch besser und ist eher als eine Art Autopilot mit mehr Komfort und weiteren Vorzügen zu sehen, vor allem wenn man es etwas knackiger mag.
Ich sehe das genau so!

An all die, die sich überlegen, einen Luigi zuzulegen: ja, man kann auch mit dem Original-Pizzastein (Cordierit) ganz gute Ergebnisse ohne verbrannten Boden erzielen. Es muss nicht, aber es kann u.U. vorkommen, dass der Pizzaboden zu dunkel wird, was allerdings rein gar nichts mit den persönlichen Fähigkeiten bzw. eigenem Können zu tun hat. Wenn es also zum angebrannten Pizzaboden kommen sollte, kann man an einigen Stellschrauben drehen, um das Problem zu lösen wie z.B. den Teig anders zubereiten, die Hydration variieren, die durch das Backprogramm vorgeschlagene Temperatur anders einstellen, die Pizza drehen, die Pizza näher an die Spirale halten, den Pizzabelag anders gestalten, den Pizzastein mit feuchtem Lappen abkühlen, etc. All das hilft, einen dunklen Boden zu vermeiden.

An all die, die keine der genannten Anpassungen vornehmen und einfach straight forward backen möchten:
ein Biscottostein kann an der Stelle empfohlen werden. Der Biscottostein zeichnet sich dadurch aus, dass er die Wärme nicht so schnell an den Pizzaboden abgibt. Darüberhinaus hat der Stein „produktionsbedingt“ keine glatte Oberfläche, weshalb die Pizza niemals flach aufliegt. Das vermeidet einen verbrannten Pizzaboden.

An all die, die es sich überlegen, einen Biscottostein zuzulegen: ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Der Stein ist nicht ganz günstig, aber er erleichtert definitiv das Handling, ermöglicht ein entspanntes Zubereiten einer Pizza (und insbesondere eines Flammkuchens) und führt zu geschmackvollen Ergebnissen. Aus meiner Sicht lohnt sich die Investition.
 
Sorry, aber dann ist es klar, dass es verbrannte Böden gibt.
Das Aus/Ein-Schalten, um die obere Heizspirale einzuschalten, macht man erst, wenn man die Pizza einschießt. Dies, um von OBEN nochmal richtig Hitze auf die Pizza zu bekommen.
Ich denke nicht das es da ein festes Regelwerk gibt wie man den Ofen zu bedienen hat und es geht ja nicht nur darum das von oben die Hitze nochmals anspringt sondern auch darum eine insgesamt höhere Temperatur zu erreichen, wenn ich das ein / aus Schalten erst beim einschießen mache, hat das ganze nur wenig Mehrwert da die Spirale auch ein bisschen Zeit benötigt um auf Temperatur zu gelangen. Sonst passiert da im Vergleich zum normalen Programm nämlich nicht sonderlich viel und ich rede hier vielleicht von einer Zeitdifferenz vor dem einschießen von maximal 30 Sek. --> 1min.. Möchte mich darüber aber auch nicht streiten, jeder so wie er mag und ich akzeptiere auch wenn jemand aufgrund des eigenen Geschmacks die Dinge anders als man selbst macht. Nebenbei erwähnt verbrennt der Boden bei mir auch ohne das betätigen des On/Off Switches wenn nicht extra Hand angelegt wird und das selbst bei Hydrationen jenseits der 70%.
 
Nutzt du Olivenöl? Der Rand mit dem Semola sieht irgendwie so aus. Lecker ;)

Ich setzt gleich neuen Teig an, morgen abend gibts Pizza für 10 Leute.
Ja, ich nutze zwar das Olivenöl, aber es kommt erst nach dem Backvorgang auf die Pizza insgesamt und insbesondere auf den Pizzarand. Das Olivenöl ist dabei mit reichlich gepresstem Knoblauch vermischt. Der Pizzarand mit Knobi-Olivenöl schmeckt mir nämlich sehr sehr gut😋

Pizzen für 10 Leute zu backen ist schon eine Leistung! Hut ab! Viel Erfolg!🍀
 
Sorry, aber dann ist es klar, dass es verbrannte Böden gibt.
Das Aus/Ein-Schalten, um die obere Heizspirale einzuschalten, macht man erst, wenn man die Pizza einschießt. Dies, um von OBEN nochmal richtig Hitze auf die Pizza zu bekommen.
Wie man ja an deinen Fotos sieht, kann man mit dem Luigi wunderbare Pizzas machen.
Ich reagiere gar nicht mehr auf die Luigi-Pimper.
Das sind die Gleichen, die sich einen Golf kaufen und versuchen einen Ferrari daraus zu machen.
Ich mag den Luigi wegen seiner Usability. Wenn ich einen Ferrari haben möchte, dann kaufe ich halt einen Effeuno.
 
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