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Was ist eigentlich eine Peka?

Bin in zwei Wochen wieder in Kroatien bei meinem Bosnier der mit der Peka grillt. Freu mich schon riesig drauf!
 
Jetzt mal eine Frage hier an alle. Kann ja sein, dass "das" nicht nur mir passiert ist ...


Als ich letztes mal meine Peka verwenden wollte, gab es eine "böse Überraschung":o die mich etwa 1,5 Stunden an Zeit gekostet hatte :ranting:... Meine Peka fühlte sich "klebrig" an und musste von mit regelrecht mit kochend heißem Wasser vorgewärmt und mit einen Schraubenzieher "aufgehebelt" werden ...
Der Grund dafür dürfte am von mir verwendeten Öl (Sonnenblumen-Öl der "Spar" Eigenmarke) nach der letzten Verwendung und Reinigung liegen.
Das Zeug bildete Klebstoff/Silikon-ähnliche Krümel :puke2:und war nur mit kochendem Wasser und Stahl-Reiber zu entfernen :burn:...

Mittlerweile verwende ICH nur mehr Rapsöl, denn damit war bisher immer alles OK.

Ist sowas außer mir noch jemanden passiert? Wenn JA, wär das ev. etwas das in punkto Reinigung und einölen in @pfannendoc seinem Bericht mit erwähnt werden sollte ...


Grüße: Hannes
 
........... Meine Peka fühlte sich "klebrig" an und musste von mit regelrecht mit kochend heißem Wasser vorgewärmt und mit einen Schraubenzieher "aufgehebelt" werden ...
Der Grund dafür dürfte am von mir verwendeten Öl (Sonnenblumen-Öl der "Spar" Eigenmarke) nach der letzten Verwendung und Reinigung liegen.
Das Zeug bildete Klebstoff/Silikon-ähnliche Krümel :puke2:und war nur mit kochendem Wasser und Stahl-Reiber zu entfernen....

Du hast es warscheinlich zu gut gemeint, mit dem einölen. Dein Öl ist verharzt und hat deshalb den klebrigen Zustand angenommen.
Ich öle meine immer nur gaaanz wenig ein! Gerade so, dass man die Oberfläche leicht glänzen sieht. Selbst nach der Winterpause sind sie mir noch nicht verklebt, oder waren pappig.
Möglicherweise liegt´s am Öl. Ich verwende nur Sonnenblumenöl aus Kroatien. :D Und: Ich lege ein Küchenkrepp mit in die Peka. Und zwar hauptsächlich zwischen Deckel und Pfanne. So kommt immer etwas Sauerstoff rein und das Öl wird nicht ranzig.
Vor der Verwendung wasche ich meine aber immer mit heißem Wasser aus.
 
Hallo Arno.

Ich wärme meine Peka vor dem einölen immer so weit an, dass das Öl schön flüssig ist ... und dann wird es mit einem sauberen Stofflappen verteilt. normalerweise reichen mir 1,5 EL für die ganze Peka. Da war nicht viel Öl im Spiel, nur aber eben wohl das "falsche" Öl ...

Und grüß doch bitte vor deiner Rückfahrt die "Euphemia" von mir. ;-)


Grüße: H.
 
Mach´ ich! Ich seh sie ja von meinem Südfenster aus! (Bin vielleicht 2500m Luftlinie weg von ihr!)

Aber 1,5EL ist schon viel. ich nehm vielleicht 1TL!
 
Ist sowas außer mir noch jemanden passiert? Wenn JA, wär das ev. etwas das in punkto Reinigung und einölen in @pfannendoc seinem Bericht mit erwähnt werden sollte ...

Hannes,
ja passiert schonmal, wenn zuviel Öl im Spiel ist. In deinem Fall wars vermutlich ein Öl, welches schnell verharzt. Peka erwärmen, heißes Wasser ist ne gute Idee, um das zu lösen. Bevor ich an sowas mit einem Edelstahldingsbums drangehe, hilft es auch schonmal, etwas Vollwaschmittel ( Persil, Ariel etc.) etwas pastös anzurühren. Etwas heißes Wasser, ein wenig einwirken lassen, mit einer sauberen Spülbürste ausreiben, evtl. mit Hilfe eines Dingsbums. Trocknen, hauchdünn einölen, evtl. um den Deckelrand ein dünnes Handtuch legen. So ungefähr mache ich das.
 
Ups hab EL und TL verwechselt ... gemeint war TL.

Spülmittel kommt mir nicht an die Peka (!!) ... entweder heißes Wasser und der Reiber oder eben 90°c mit 120 bar als letzter vor einem bei mir sehr unbeliebten Spülmittel-Einsatz.
 
Spülmittel kommt mir nicht an die Peka (!!) ... entweder heißes Wasser und der Reiber oder eben 90°c mit 120 bar als letzter vor einem bei mir sehr unbeliebten Spülmittel-Einsatz.

...prima. :-) Die Patina meiner Eisenpfannen & Co juckt weder etwas Spülmittel, Waschmittel noch ein Edelstahldingsbums. Bei frisch eingebrannten Teilen ist das anders.
 
Als ich letztes mal meine Peka verwenden wollte, gab es eine "böse Überraschung":o die mich etwa 1,5 Stunden an Zeit gekostet hatte :ranting:... Meine Peka fühlte sich "klebrig" an und musste von mit regelrecht mit kochend heißem Wasser vorgewärmt und mit einen Schraubenzieher "aufgehebelt" werden ...
Der Grund dafür dürfte am von mir verwendeten Öl (Sonnenblumen-Öl der "Spar" Eigenmarke) nach der letzten Verwendung und Reinigung liegen.
Das Zeug bildete Klebstoff/Silikon-ähnliche Krümel :puke2:und war nur mit kochendem Wasser und Stahl-Reiber zu entfernen :burn:...

Es gibt trocknende und nicht trocknende Öle.
Wobei der Begriff Trocknung irreführend ist, da es sich eigentlich um eine Polymerisation handelt, bei der die ungesättigten Fettsäuren sich durch Oxidation zu langkettigen Strängen verbinden. Man spricht dann auch von Verharzung.
Dieser Prozess dauert je nach Ölsorte länger oder passiert gar nicht. Je nach Menge kommt es dann auch zur Bildung von diesen kleinen Krümeln bzw. es verklebt. Das sieht dann fast aus wie brauner Abrieb von einem Radiergummi.

Wenn man den Gussrost zu sehr einölt und einige Zeit nicht benutzt, dann entstehen die Krümel auch beim Abbürsten im kalten Zustand.
Auf einer Griddle entsprechend auch.
Bei Behandlung von Holzbrettern mit Leinöl kann es auch zur Ablösung des Ölfilms kommen, wenn man vorher zuviel aufgetragen hat und bereits eine teilweise Polymerisation statt gefunden hat, d.h. man zu lange gewartet hat.

Bei Kettensägen verharzen die Kette und der Öltank mit seinen Leitungen, wenn man das Öl zu lange drin läßt und außerdem die Säge kalt lagert.
(Biokettenöl besteht zu 97% aus Rapsöl, Haftungsvermittler, Viskositätsverstärker und Erdöldestillaten zur Verhinderung der Selbstzersetzung)
Ich habe schon Ketten gesehen, die man waagerecht in Form halten konnte.

Aus dieser Erfahrung heraus denke ich, dass die Temperatur und die Ölmenge ausschlaggebend sind für ein gutes Ergebnis.
Den dünnsten Film bekommt man anscheinend mit Trennspray hin - habe ich bisher noch nie gemacht.
Das beste Ergebnis habe ich immer, wenn sehr wenig Öl genommen wird und die Teile noch ziemlich warm sind (140-160°C).

Bei Leinölfirnis habe ich das Phänomen bisher nicht gehabt, da dort Sikkative (Trocknungsmittel) beigemischt sind, die eine Aushärtung beschleunigen.
Daher ist es ja auch für den Kontakt mit Lebensmitteln völlig ungeeignet!

Falls es doch einmal zu dem Problem kommt:
Entweder eine Radikalkur mit fettlösenden Reinigern (Dr. Becher Produkte müßt ihr Eurer Gesundheit, der Umwelt und den Abwasserleitungen nicht zumuten). Das geht schlimmstenfalls auch mit einfacher Sodalösung und Spülmittel außer bei Aluminium und lackierten Oberflächen.

Oder einfach das Ganze wieder erhitzen und den Dreck mit einem Stofftuch solange abwischen, bis kein Ablagerungen mehr dran sind. Dann wie oben beschrieben neu behandeln. Die Oberfläche sollte sich idealerweise danach nicht mehr klebrig anfühlen.

Die Dutch Oven oder ähnliche Töpfe sollten auch niemals mit geschlossenem Deckel gelagert werden, da sonst kein Sauerstoff ins Innere gelangt und die Polymerisation behindert wird, abgesehen vom ranzig werden bei der Verwendung des falschen Öls.
 
Es gibt trocknende und nicht trocknende Öle.
Wobei der Begriff Trocknung irreführend ist, da es sich eigentlich um eine Polymerisation handelt, bei der die ungesättigten Fettsäuren sich durch Oxidation zu langkettigen Strängen verbinden. Man spricht dann auch von Verharzung.

...wobei in Verbindung mit der Konservierung von Eisen das Leinöl als trocknendes, aushärtendes Öl zu erwähnen wäre. Riecht halt beim einbrennen fischig.


Daher ist es ja auch für den Kontakt mit Lebensmitteln völlig ungeeignet!

...jo, zucke auch regelmäßig zusammen, wenn ich das in Verbindung mit Lebensmittelkontakt lese, auch hier.

Den dünnsten Film bekommt man anscheinend mit Trennspray hin - habe ich bisher noch nie gemacht.
Das beste Ergebnis habe ich immer, wenn sehr wenig Öl genommen wird und die Teile noch ziemlich warm sind (140-160°C).

...ich schaffe das locker mit ein paar Tropfen Pflanzenöl. Bei glatten Eisenoberflächen verreibe ich es haudünn mit einem Zewa, bei unruhigem Oberflächen ( z.B. Guss) mit einem Flachgewebelappen aus Baumwolle. Trennspray brauche ich nicht.

Die Dutch Oven oder ähnliche Töpfe sollten auch niemals mit geschlossenem Deckel gelagert werden, da sonst kein Sauerstoff ins Innere gelangt und die Polymerisation behindert wird, abgesehen vom ranzig werden bei der Verwendung des falschen Öls.

...was aber für mich in erster Linie mit der Verweildauer des Öls bis zur nächsten Nutzung korreliert.

Entweder eine Radikalkur mit fettlösenden Reinigern (Dr. Becher Produkte müßt ihr Eurer Gesundheit, der Umwelt und den Abwasserleitungen nicht zumuten). Das geht schlimmstenfalls auch mit einfacher Sodalösung und Spülmittel außer bei Aluminium und lackierten Oberflächen.

...oder Vollwaschmittel.
 
@Kingfisherteam: Sonnenblumenöl gehört zu den trocknenden/verharzenden Ölen, Rapsöl & Erdnußöl nicht...

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Dr. Becher - zumindest der Grillreiniger - besteht hauptsächlich aus verdünnter Natronlauge mit etwas Ammoniak. Da gibt's wesentlich Schlimmeres...

...beim Hantieren damit, würd' ich allerdings Handschuhe und Schutzbrille verwenden.
 
...ist zwar jetzt etwas trockene Theorie, aber der Verharzungsgrad richtig sich auch nach dem Anteil der ungesättigten Fettsäuren der Öle. Linum Usitatissimum, also Leinsamenöl zählt zu den relativ stark trocknenden Ölen. Daher wird es seit Jahrhunderten zur Konservierung von Eisen verwendet. Sonnenblumenöl ist im Vergleich dazu trocknend, aber weitaus weniger als Leinsamenöl. Rapsöl, Olivenöl usw. zählen z.B. zu den nichttrocknenden Ölen. Das ist vielleicht auch mit ein Grund, warum @Kingfisherteam mit Rapsöl besser als mit Sonnenblumenöl klarkommt.
 
Sonnenblumenöl gehört zu den trocknenden/verharzenden Ölen, Rapsöl & Erdnußöl nicht...

Nicht ganz richtig.

Es gibt eigentlich nur 5 Sorten richtig "trocknende" Öle:
Lein-, Mohn-, Hanf-, Nuß- und Holzöl.

Dann gibt es die "halbtrocknenden" Öle, die sehr langsam eine Firnis aufbauen:
Baumwollsamen-, Raps-, Mais-, Sonnenblumen- und Sojaöl.

Zum Schluß noch die Sorten, die unter normaler Temperatur überhaupt keine "Trocknung" zeigen:
Oliven-, Sesam- und Erdnussöl.

EDIT:
Entscheidend ist hier die Jodzahl:
130-190 - "trocknend"
100-130 - halb "trocknend"
unter 100 - nicht "trocknend"
 
Bis zu diesem einem Vorfall hatte ich immer Rapsöl verwendet., und das nicht nur bei der Peka, sondern auch bei den div DO's ... Und die Lok bekommt 2x/Jahr eine "Firnis-Massage" ...

Nie wieder Sonnenblumen-Öl an einem meiner "Utensilien", soviel steht schon mal fest.

PS : Hatte echt nicht erwartet, damit eine (für jeden Mitleser) derart aufschlussreiche "Lawiene" loszutreten ...:thumb1:
 
Je höher der Gehalt an stark ungesättigten Fettsäuren in pflanzlichen Ölen (Linolsäure, Linolensäure, Elämargarinsäure), desto besser die "Trocknung".
 
@pfannendoc darf dann einmal eine Empfehlung für das richtige Öl aussprechen.
Schliesslich hat er mehr Pfannen wiederbelebt als ich bisher gesehen habe.

Tierische Fette schliessen wir jetzt schon einmal komplett aus.

Nie wieder Sonnenblumen-Öl an einem meiner "Utensilien", soviel steht schon mal fest.
Warum nicht? Bei richtiger Anwendung völlig OK.
Rapsöl ist bei der beabsichtigten Konservierung nicht viel anders.
Nur mit Erdnuss- und Olivenöl hat man keinen Spaß dabei.
 
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