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8kg pulled pork im Monolith Classic

bullette

Militanter Veganer
Es pullt mal wieder, ich hoffe es langweilt nicht!

Hier möchte ich euch gern mal meine Erfahrungen mit dem Monolith Classic, 3 Stücken Nacken von insgesamt 8kg, Greek Fire sowie dem Einsatz meiner nach Anleitung im Netz selbst gebauten Temperatursteuerung vorstellen.

Nachdem ich nun bei ersten Mal einen Nacken und beim 2. Mal 2 Nacken zum PP verdelt hatte war klar, jetzt das dritte Mal müssen es 3 Stücken sein. Ja Mist, beim 4. Mal muss ich mir wohl vorher den LE CHEF holen, denn mit den 3 Stücken ist der CLASSIC raumtechnisch optimal ausgenutzt.
Natürlich war das nicht der Grund, Sohnemann hat sich für seinen Geburtstag Pulled Pork Burger gewünscht. Damit für mich auch was übrig bleibt war klar, das dritte Stück musste her!
Der Aufbau sah dann wie folgt aus: Auf den Deflektorstein kam ein ½ GS Behälter mit kochendem Wasser. Damit die Kontaktfläche zum Stein minimiert wird, packe ich einfach 3 Stück 12er Muttern unter den GS Behälter. Auf den Behälter dann direkt den Rost mit 2 Nacken, Gewicht austarieren, denn der Rost liegt jetzt nur noch auf dem GS Behälter und nicht komplett auf dem Rand!, dann die 2. Ebene und das dritte Stück oben drauf. Einmal voll, passt gerade so, damit alle noch gut was vom Rauch abbekommen!
Hier mal "trocken"probiert mit dem noch folierten Nacken.
setup.jpg


Diesmal wollte ich unbedingt das Greek Fire ausprobieren, habe also den Korb randvoll mit knapp 3kg gefüllt. Meine beiden vorherigen Erfahrungen zu Folge wollte ich diesmal rechtzeitig anfangen, denn wie das so ist, erstens dauert es immer länger, und zweitens als man denkt. Naja, so wars dann fast auch, aber gerade noch pünktlich, sicher der vollen Beladung geschuldet.

Freitag Abend gegen 20:30 Uhr den Grill angemacht, 21:30 Uhr Fleisch rein.
Vielleicht vorab, Fleisch lag 24 h vorher im Kühlschrank in Folie gewickelt, gewürzt mit Magic Dust, welches ich mir immer selber nach dem Rezept von Mike Mills anmische. Gespritzt habe ich es auch mit einer Mischung aus Apfelsaft, Wasser, Zucker Salz und Worchestersauce. Also das übliche! Zum Räuchern habe ich hälftig Buche und Nussbaum genommen, nur der Vollständigkeit halber erwähnt!

Zufällig bin ich beim Suchen über eine alten Thread gestolpert, „Mythos pulled pork“, bekam beim durchlesen ein Dauergrinsen und dachte dann, geil, das hätte ich auch gerne geschrieben!
Wer ihn nicht kennt, den müsst ihr euch unbedingt mal bei Gelegenheit reinziehen!
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/mythos-pulled-pork.197603/

Zum Anfang hatte ich nur den Temperaturfühler der Steuerung im Grill, die absolut souverän lief, bei den Fleischstücken war ja noch kein sonderliches Ergebnis in den ersten Stunden zu erwarten, warum also Batterie verschwenden. Ängstlicherweise nachts nochmal auf das Thermometer geschaut, perfekt bei 110 Grad, war also unnötig. Morgens um 04:00 Uhr bin ich dann zum Flohmarkt gestartet und habe den Grill bis um 11:00 Uhr sich selber und der Steuerung überlassen, nur noch mal Wasser nachgefüllt. Perfekt, der Grill lief! Gegen 13:00 Uhr fiel dann die Temperatur ab, der Lüfter lief und lief und dich dachte naja, Zeit Kohle nachzulegen. Deckel auf, Fleisch sah schon mal gut aus, vom Geruch ganz zu schweigen!
14h.jpg

Aber falsch. Alles rausgenommen, es war noch mehr als die Hälfte der Kohle drin, aber durch die Stabform des Greek Fire hatte es wohl dann nicht genügend Berührungsfläche und ist zu einer Seite abgebrannt. Also aufgefüllt mit bisschen normaler Holzkohle und par Stäbe Greek Fire, alles wieder etwas zusammengeschoben, angezündet und weiter ging es. Da nun der Deckel einmal auf war, gleich kochendes Wasser nachgefüllt und meine anderen 3 Temperaturfühler zur Messung der Kerntemperatur eingebracht. Lag bei allen dreien so zwischen 70 und 80 Grad.

Mittlerweile hatte mein Monolith wohl mehr Temperaturfühler als die ISS und sah schon so ein bisschen wie eine Raumsonde aus, "PulledPork Voyager" war geboren:-)
iss.jpg


Zum Ende hin hat es sich dann noch etwas gezogen, das erste Stück mit 2,3kg Rohgewicht war nach knapp 19 h bei 95 Grad KT angekommen, die beiden anderen mit 2,9kg und 2,8kg nach 20 1/2h.

endspurt.jpg

Alles in Allem ein gelungenes Ergebnis im bekannten zeitlichen Rahmen, allerdings sehr stressfrei mit der Temperatursteuerung, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann!

Zur Kohle, also das hat mich echt gewundert! Ich habe ca. 3 kg Greek Fire und ca. 1 kg Holzkohle (inklusive der Nachfüllmenge) in den Korb getan! Nach dem Grillen befand sich noch 1,4 kg benutzbares Greek Fire im Korb, ich habe alles 2 mal gewogen, weil ich es selbst nicht geglaubt habe. Ist aber Fakt! 8kg PP, knapp 21h im Ei mit effektiv 2,6 kg Kohle. Einfach unglaublich! Ob es nun an der effektiven Temeperaturregelung oder der Kohle lag, sicher an beidem!

Vielleicht nochmal zum Fleisch, habe dieses Mal die drei recht schönen Stücke Nacken mit 8kg in der Metro verhaftet und muss sagen, geschmacklich kein Unterschied zum Biohof, aber wen wunderts! Nach 20 h ist jedes Fleisch butterzart und der Geschmack dominiert von Rauch, Rub und Marinade!

In dem Sinne wünsche ich allen weiterhin ein stressfreies gelungenes Grillen!

Sport frei!
 

Anhänge

BBQ-Man

Bundesgrillminister
10+ Jahre im GSV
Sehr schön dokumentiert, danke dafür.
Eine Frage hätt ich allerdings noch: welches Stück war denn zuerst fertig, das was oben gelegen hat oder eines von den unteren.
Die Gewichtsunterschiede lassen sich auf den Bildern nicht so gut erkennen.

Munter bleiben
 
OP
OP
bullette

bullette

Militanter Veganer
Danke für die Nachfrage! Ja sie sehen alle irgendwie gleich aus. Gut dass ich die Fotos habe, musste nochmal nachschauen auf den Thermometern. Das erste mit 95KT war das rechte Stück unten. Man hätte denken können oben unter der Kugel ginge es schneller.
 

BBQ-Man

Bundesgrillminister
10+ Jahre im GSV
Hi Bulette, danke für die schnelle Antwort und ja, ich hätte auch vermutet, dass das oberste Stück zuerst fertig war.
Egal jetzt, gut zu wissen, dass man da nicht immer die Gesetze der Physik in Anwendung bringen kann. Ist jedenfalls notiert und bedeutet für mich, dass ich mit mehreren Thermometern arbeiten muss.
Munter bleiben
 
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