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Hallo Gemeinde,
nach dem Lesen endloser Threads zum Thema Slow'n'Sear und Amarillo kurz die Spielgeldkasse geplündert und bei Toro einen Amarillo sowie ein Edelstahl-Rotisserieset für meine 57er Kugel bestellt. Kam auch innerhalb von zwei Tagen und macht einen wirklich guten Eindruck.
Heute war Einweihung mit einem schlichten Grillhuhn. Sehr positiv: das mitgelieferte Lager für den Spiess erlaubt das Durchfädeln des Sensorkabels des Maverick. Dieser wurde kurzerhand mit einem Kabelbinder befestigt, fertig. Erstmal ein Probelauf des Amarillo ohne Rotisserie (nur Kugeldeckel): allererste Sahne. Mit einem AZK voller Kaufland-Buchenbriketts liess sich die Temperatur auf Rosthöhe innerhalb von 10min von 230° auf 170 runterregeln und blieb über 10min bei +/- 2 Grad. Beeindruckend!
Wir waren heute nur zu dritt, also 180° eingesteuert, ein kleines Grillhuhn (ein gutes Kilo schwer) mit wenig MD gerubbt und auf den Spiess gesteckt. Die Idee war, nach halber Garzeit mit zerlassener Butter und Paprika nachzulackieren. Der Spieß rotierte munter vor sich hin (ausser wenn gewisse Leute mal kurz die Aussensteckdose abschalten, was aber dank Wache bei lauem Wetter und einem kühlen Weizen sofort bemerkt wurde) und das Huhn gewinnt schnell Innentemperatur. Den Fühler des Ikea-Thermometers hab ich einfach oben in die Luftklappe reingehängt, die eingesteuerten 180 Grad wurden eisern gehalten.
Nach ca. 40min hatte das Huhn ca. 70°, was mir schon etwas flott ging, danach mit geschmolzener Butter und Paprika etwas mehr Farbe gegeben und nach 1h hatte ich 85°, was mir sehr flott vorkam. Aber egal, der Vogel kam runter und schmeckte sehr fein.
Was er allerdings nicht hatte, war eine krosse Haut. Die war (vermutlich durch die eher kurze Grillzeit) nicht sehr kross. Überhaupt kommt mir die Zeit recht kurz vor, wie sind da eure Erfahrungen und typische Zeiten? Klar, ein 2kg-Vieh braucht länger und ist dann vermutliche auch krosser. Aber wie soll ich dann ein 1kg-Huhn machen?
M.
PS. Vor lauter lauter keine Bilder gemacht. Beim nächsten Mal...
Dein Huhnsetting unterscheidet sich nicht sehr von meinem. Was für eine Schale hast Du da auf dem Rost? Leider sieht man den interessanten Teil (die abgekantete Seite) nicht. Ich hab erstmal dicke Alufolie rein, ist aber keinesfalls optimal.
Ich hab mir mal eine 50er Edelstahl-Servierplatte bestellt, da werde ich mit Edding und Flex aktiv werden. Problem wird wohl sein, die Ecken dicht zu kriegen. Da das ganze nur der Sauereivermeidung dient und nicht zum Zubereiten von Essen, wird man die Ecken ggf. hartlöten können. Schweissen von so dünnen Blechen ist wohl nicht so einfach und selbst wenn, ich kanns nicht.
Habe 1 Jahr mit offenen Ecken gegrillt. Hauptsache zum Amarillo wird eine Kante hochgeklappt. Einfach Küchenpapier einlegen. 2 Lagen, halbe Tasse Wasser reinkippen. Während das Wasser verdunstet können Unmengen Fett aufgefangen werden. Oder die DnG kaufen.
Ich hab mir mal eine 50er Edelstahl-Servierplatte bestellt, da werde ich mit Edding und Flex aktiv werden. Problem wird wohl sein, die Ecken dicht zu kriegen.
Es ist u.U. besser, die Öffnung für den Amarillo auszuschneiden. Siehst du bei mir weiter oben in Beitrag #381 , das dichtet einigermaßen gut...
Beim Roti-Hühnchen mit Amarillo bin ich immer hin und hergerissen. Es wird wunderbar zart und saftig, aber solange du Wasser im Amarillo hast wird's nicht richtig knusprig. Normalerweise geb ich am Schluß noch ein paar glühende Kohlen dazu und nehm die Wasserschale raus.
Hier übrigens ein Bild des Amarillo nach dem Ersteinsatz. Keinerlei Verzug, den ich den Schreckensbildern im Thread schon irgendwie erwartet hatte. Wasser eingefüllt bevor man Kohle reintut und rechtzeitig nachgefüllt...
Danke für die Verlinkung @waltherman. Hatte auch schon überlegt, hier drauf zu verweisen, wollte aber den Eindruck der cross-promotion in eigener Sache vermeiden.
Meine ersten Versuche mit dem Amarillo habe ich mit Buchenholz-Briketts vom Kaufland gemacht. Die benutze ich seit Jahren und hab gute Erfolge im WSM und meinem alten Grill damit. Ein voller AZK davon füllt den Amarillo ziemlich randvoll. Obendrauf einen Edelstahl-Grillrost. Den Rest des Kohlenrosts hab ich mit Jehova abgedichtet, Bodenbelüftung natürlich voll auf.. Die erzielte Hitze lässt die Wasserfüllung in ca. 1h verdampfen. Was damit nicht (besonders) gut geht, ist der eigentliche Sinn des Amarillo/SNS, nämlich extreme Hitze über den Kohlen. Da werden Bilder von glühenden Rosten gezeigt...
Davon bin ich leider ziemlich weit weg. Ein Rindersteak auf einer Seite einigermassen braun zu kriegen dauert ca. 5min. So hatte ich mir das nicht ganz vorgestellt, da war ich von deutlich kürzeren Zeiten ausgegangen. Irgendwas ist falsch. Die Luftzufuhr kann es eigentlich nicht sein, die Löcher im Aschetopf des Webers sind frei und der "Propeller" macht alle drei Luftlöcher ebenfalls komplett auf. Hängt das wirklich an den Kohlen (die ehrlich gesagt bei dieser Charge nicht toll sind, reichlich Bruch...)? Beim Stahlbauer meines Vertrauens ist gerade eine fette Baustahlplatte als Plancha im Bau, mit dem Feuerchen werde ich die nicht heiss kriegen...
Ich benutze kiloweise Greekfire und Greekfire Nuggets. Selten mehr als einen kleinen AZK von Weber sonst wird es zu heiss. Du musst mal Fotos einstellen sonst kann man den Luftzug nicht beurteilen ...
Mach den Korb nicht ganz voll das stört den Luftdurchzug durch die Kohlen.
Zum flachgrillen reicht locker ein halber Anzündkamin.
Wenn du richtig Hitze für Steaks willst kannst du auch noch weniger Briketts nehmen und oben drauf normale Holzkohle das bringt dir eine Höllenhitze