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Fail or no fail - Boeuf Bourguignon nach Jamie Oliver

Quälgeist

GrillGÖTTIN & Hummus-Fangirl
5+ Jahre im GSV
★ GSV-Award ★
Quoting-Queen
Vor Weihnachten sah ich diverse Kochsendungen bei denen es, wie kann es auch anders sein , der Jahreszeit entsprechend, um Weihnachtsmenüs ging.
So auch in den Folgen mit Jamie Oliver. Ich sah dazu 2 Sendungen und habe mir das für mich Beste daraus heraus geholt. Meinte ich.

Eines davon war die Bratensauce für meinen Schweinebraten, den ich im SlowCooker gemacht hatte.
Das andere Gericht, welches mir ins Ausge fiel, war sein "üppiges" Boeuf Bourguignon.

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Da mich der Schweinebraten aus dem Slowcooker begeistert hatte, dachte ich, das geht sicher auch mit dem Rind.
Kurz nachgedacht, was ich im Bestand habe und ein großes Stück Rindfleisch aus dem Gefrierschrank befreit.
Wein hatte ich noch von Weihnachten reichlich über, Gemüse war auch noch im Haus.

Kurz das Rezept durchgelesen und losgelegt.

Das Fleisch und das Gemüse zurechschneiden und dann in eine große Schüssel mit den Gewürzen und dem Wein über Nacht marinieren.

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Am nächsten Tag habe ich dann Fleisch, Gemüse getrennt

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Fleisch mehliert

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Da kam dann die Frage auf, wie brate ich das alles an und wie mache ich das mit dem Slowcooker oder doch besser im Gusseisenbräter.
Im Bräter hätte ich die Röstaromen, im Slowcooker muß ich mich nicht weiter kümmern. Müsste aber vorher in der Pfanne anbraten.

Pfanne`? Anbraten? Hmja... warum umständlich, wenn es auch einfacher geht. Wozu habe ich denn eine Kroll-Platte? :D gelle @Herr Vatska Christian?
Wetter passte, also Platte angeheizt und die macht ja wunderbare Kruste und Röstaromen.

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Fleisch portionsweise angebraten.

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Ebenso das Gemüse

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Und portionsweise in den Slowcookertopf gegeben

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Alles schön vermischen
Mit der Marinade auffüllen und dann den Slowcooker laufen lassen.

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Das Ergebnis sah fertig dann so aus:

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Ich sag es mal so, ich war enttäuscht.
Weder geschmacklich noch hatte es mich sonst wie abgeholt.

Das Fleisch war kein klassischer Braten oder Ochsenbäckchen.
Es war zu mager und hätte sich eher als kurzgebratenes geeignet.
Die Marinade war zu weinlastig und ist halt nicht, wie im Bräter, verkocht.
Das mehlierte ist ausgeflockt.

Ausserdem fehlten noch der Speck und die Champignons.
Das machte für mich im SC keinen Sinn.

Der nächste Versuch dann doch im Gusseisen?
Vermutlich.

Aber ich sehe ja nicht ein Arbeit und Material einfach zu entsorgen.
Die Menge Fleisch kann ich alleine nicht essen und jeden Tag das gleiche? Muß auch nicht.
Also 4 große Gläser befüllt und eingekocht. Also die Vorstufe des Boeuf Bourguignon.
Auch beim Einkochen muß ich die Champignons und den Speck nicht dabei haben.

Dann ging es daran den Rest aus dem Topf als Mittagessen zu finalisieren.
Speck und Champignons scharf anbraten, den restlichen Inhalt aus dem SC und noch ein wenig Fond und Salz dazu.
Das ganze hatte dann ein paar Minuten vor sich hingeköchelt und ist schön einreduziert. Nix mehr mit zuviel Flüssigkeit.
Als der Reis aus dem Reiskocher fertig war, war auch der Pfanneninhalt so, daß er super geschmeckt hatte.
Doch kein Fail?

Das hat mich dann etwas versöhnlicher auf das Experiment schauen lassen.
Die 4 Gläser sind also die Vorstufe des fertigen Gerichts und dafür Speck und Champignons frisch anbraten finde ich für mich absolut in Ordnung.
Nach dem Fertigstellen des Mittagessens gestern hatte mich dann auch das Ausgeflockte in den Gläsern nicht mehr gestört.
Ich habe ja ein Lösung für mich, wie ich es "retten" kann :)

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Leider vergass ich das Tellerbild.

Ich gelobe es nachzureichen, wenn ich eines der Gläser öffne und fertigstelle.


Danke fürs reinschauen.
 
Danke fürs Zeigen, Ina.

Hast du ja prima gerettet.
Und "Vorstufen" für leckere Gerichte "auf Halde"
Und Erfahrungen für die Zukunft gesammelt.
:thumb2:


Gruß aus Ostfriesland

Martin
 
Versuch macht kluch....
Sicher, dass Du da Rind aufgetaut hast? Auf den Bildern sieht das arg nach Schwein aus, finde ich...

Das Endergebnis sieht doch gut aus und hört sich gut an..
 
Auf wieviel Grad läuft denn so ein Crack-Pot?? ( dachte, das wäre eine Drogenpfeiffe... ;) ) ?

Für Schmorgerichte brauchts schon >> 70°C, sonst bekommste zu wenig Fleischgarung bzw genug Maillard- und sonstige aromabildenden Prozess hin, die den Schmorgeschmack mMn eben ausmachen..
Auch geht Dir der Fond von der Platte 'verlustig' ( oder konnte der doch irgendwie abgelöscht und so 'gerettet' werden?)
Aber beim Finalisieren ja dann, gut gerettet..!!:thumb2:

Würde auch die Fleischwürfel größer lassen.. die schrumpfen ja sowieso.

Bin aufs Tellerbild gespannt...
 
Ina, perfekt! Ich musste dreimal lesen um zu sehen, welches Deine Fotos und welches die originalen sind.
Aber: Was ist denn das Original? Dein Mahl oder das eines gewissen Jamies???

:messer:
 
Hey Ina, schön gerettet. Braucht man so einen Slow Cooker? Ist doch im Prinzip was um mit Niedertemperatur zu garen oder? 😑
LG Lutz
 
Ina, perfekt! Ich musste dreimal lesen um zu sehen, welches Deine Fotos und welches die originalen sind.
Aber: Was ist denn das Original? Dein Mahl oder das eines gewissen Jamies???

:messer:
Danke für Deine wohlwollenden Worte, Achim. Ähmmm Jamie... who? who, the fuck, is Jamie? :D

Am Ende war es lecker und hat so geschmeckt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur das zählt ;)
 
Meiner Meinnung liegt das Geheimnis einer Sauce im mehrfachen Anbraten (fast Anbrennen) lassen.
  • Fleisch von allen Seiten dunkel anbraten
  • rausnehmen
  • Zwiebeln in den Topf auch anbraten, bis sie fast dunkel sind
  • Karotten, Lauch, Sellerie (also das Zeug aus der Marinade) dazu und weiterbraten bis das alles sehr dunkel ist
  • Fleisch wieder dazugeben
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • dann mit Marinierflüssigkeit und / oder Brühe bedecken und kochen lassen
 
Hey Ina, schön gerettet. Braucht man so einen Slow Cooker? Ist doch im Prinzip was um mit Niedertemperatur zu garen oder? 😑
LG Lutz
Brauchen? Ach Lutz, hier im Forum wird soviel gekauft und bei vielem kann man diese Frage stellen.

Bräuchte ich ihn? Eigentlich nein. Uneigentlich ist er für manche Dinge hilfreich, wenn der Platz begrenzt ist.
Die Dinger arbeiten nur mit Temperaturen von low bis high. Temperaturangaben gibt es nicht. Aber auch das variiert von Hersteller zu Hersteller.
Ich habe hier einen, in dessen Topf Du auch anbraten kannst. Werde ich demnächst mal auf der Gasflamme vom Grill ausprobieren.
Auf der Induktion funktioniert es nicht richtig.
Die Slowcocker, die ich sonst kenne, haben einen Keramikinnentopf.

Ich nutze den sicher nicht jeden Tag und auch nicht mehrfach im Monat. Ich finde ihn eine nette Ergänzung, aber sicher nicht wichtig oder lebensnotwendig ;)

Es gibt da eine nette Seite, die ich da hilfreich finde: slowcooker.de
 
Meiner Meinnung liegt das Geheimnis einer Sauce im mehrfachen Anbraten (fast Anbrennen) lassen.
  • Fleisch von allen Seiten dunkel anbraten
  • rausnehmen
  • Zwiebeln in den Topf auch anbraten, bis sie fast dunkel sind
  • Karotten, Lauch, Sellerie (also das Zeug aus der Marinade) dazu und weiterbraten bis das alles sehr dunkel ist
  • Fleisch wieder dazugeben
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • Solange braten bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist und die Einlage beginnt anzusetzen
  • dann einen Schuß (100ml) von der Marinierflüssigkeit dazu
  • dann mit Marinierflüssigkeit und / oder Brühe bedecken und kochen lassen

Schön, daß Du es für Anfänger nochmal deutlich herausgestellt hast.
Wird sicher dem ein oder anderen Kochnovizen helfen. Danke dafür.
 
Danke fürs Zeigen
 
Super, du weißt dir zu helfen.

Gruß Dingo
 
Super, du weißt dir zu helfen.

Gruß Dingo
Danke.
Ich koche schon lange genug und habe in vielen Profiküchen zu Kochkursen gestanden, daß es peinlich wäre, keine Idee der Rettung zu haben.
 
Um es hier nochmal deutlich zu schreiben, das Rezept des Herrn Oliver orientiert sich keineswegs an der klassischen Herangehensweise des Gerichts beim Kochen/ Braten.

Wer wissen will, wie Boeuf Bourguignon klassisch geht, darf sich gerne in Kochbüchern der klassischen Küche oder im Internet schlau machen :)
 
und hier das YT Video von Herrn Olivers üppiger Xmas Version

 
Mr. Oliver stellt das Ragout 4hq bei 150°C im Ofen.. wahrschenlich doch einiges mehr an Energieeintrag als 7,5h Crack-Pot low ( wohl <<100°)...

Fehler (mutmasslich) gefunden, nächster Versuch... :thumb2:
 
Mr. Oliver stellt das Ragout 4hq bei 150°C im Ofen.. wahrschenlich doch einiges heißer als 4h Crack-Pot low ( wohl <<100°)...

Fehler (mutmasslich) gefunden, nächster Versuch... :thumb2:
Ja, es war ein Versuch dieses Gericht im Slowcooker zu machen und ja es war ein Versuch die Röstaromen über die Krollplatte einzufangen, da diese ja sehr heiß wird und schnell Röstaromen am Gargut produziert.
Und ja, Herr Schatz und ich haben davor länger darüber gesprochen ob es sinnvoll ist oder nicht.
Ich habe es darauf ankommen lassen.

Es war ein Versuch, Mehr nicht.
Ich sehe das nicht als generellen Fehler, sondern als Ausschlußverfahren, daß dieses Gericht im Slowcooker eben nicht geht.

Wie @LGresch ja schon frug, braucht man das Teil oder nicht.
Ich bin bisher mit meinem Gusseisenbräter bestens hingekommen und mache 90% meiner Schmorgerichte darin.
Das werde ich auch weiterhin so machen.
 
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