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Herder Windmühlen-Messer Thread

@Rübennase : Ich habe deine Beiträge in diesem Faden immer gerne gelesen. Bis auf den letzten. Lag aber nicht an dir sondern vielmehr am Gebahren der Robert Herder Windmühlenmanufaktur.
Ich für meinen Teil bin mit denen durch, habe alles, was ich jemals von Robert Herder gehabt haben wollte und wenn es etwas zu tunen oder reparieren geben sollte, so schicke ich es zu Schanz.

Was gab es denn in den vergangenen Jahren an Innovativem, Schönem oder Gutem aus dem Hause Herder?

Hakengriff-Serie, drauf gepfiffen.
Fromago-Serie, alles Käse.
BBQ-Serie: Klingenrecycling jetzt in Eiche.
Sea Knives-Serie: Fleisch sind meine Proteine…
Die Jubiläumsmesser habe ich mir noch angetan, die Verarbeitungsqualität ist aber nur mäßig.
Service/after sale: Saumäßig!

Ich befriedige meinen Sammeltick zukünftig anderweitig.
 
...oder es fehlt einfach Personal ... ?

Ja, möglich.
Es gibt halt Messer, z.B. uralte Klingen aus den 1920er bis 1950er Jahren, die benötigen sehr spezielle Griffmonturen (Kronen) und diese möchte man eigentlich nur im Herderwerk durchführen lassen.

@Rübennase : Ich habe deine Beiträge in diesem Faden immer gerne gelesen. Bis auf den letzten. Lag aber nicht an dir sondern vielmehr am Gebahren der Robert Herder Windmühlenmanufaktur.
Ich für meinen Teil bin mit denen durch, habe alles, was ich jemals von Robert Herder gehabt haben wollte und wenn es etwas zu tunen oder reparieren geben sollte, so schicke ich es zu Schanz.

Was gab es denn in den vergangenen Jahren an Innovativem, Schönem oder Gutem aus dem Hause Herder?

Hakengriff-Serie, drauf gepfiffen.
Fromago-Serie, alles Käse.
BBQ-Serie: Klingenrecycling jetzt in Eiche.
Sea Knives-Serie: Fleisch sind meine Proteine…
Die Jubiläumsmesser habe ich mir noch angetan, die Verarbeitungsqualität ist aber nur mäßig.
Service/after sale: Saumäßig!

Ich befriedige meinen Sammeltick zukünftig anderweitig.

Geht mir ganz genau so. Ich habe vor 5-6 Jahren aufgehört, Windmühlenmesser zu empfehlen und die letzten Preissteigerungen sind jenseits von gut und böse.

Mein erster Yatagan hat damals 22,80 gekostet, vor ungefähr 21 Jahren. Inzwischen müßte ich für dasselbe Messer mind. 90,- hinblättern.
Buckelsmesser haben damals 11,50 gekostet, blaugepließtet oder rostfrei 13,-
Ein 8 Zoll Brotmesser gab es für 32,-

Die hatten alle die (auch heute noch) typische Windmühlenverarbeitung, aber zu solchen Preisen konnte man damit gut leben.

Der ganze neue Mist interessiert nicht die Bohne. Die Windmühle möchte mit aller Gewalt zur Boutiquen-Marke werden, sowas wie LEICA oder Bang&Olufsen. Also bekommen wir Kleinst-Serien wie "Jerome Hotzenplotz" & Co vorgesetzt. Bin raus!
 
Ich glaube, ihr seid gerade zu streng mit Herder.

Mich wundert es, dass sich diese Manufaktur überhaupt noch halten kann.

Kosten steige, Personal zu finden wird schwieriger, dazu verhältnismäßig geringe Produktionsmenge....

In meinem Umfeld kennen alle Zwilling oder WMF, aber Windmühle kennen sie nur durch mich.

Ich halte die Windmühlenmesser auch aktuell noch für fair im Preis.

Messer aus billiger Massenproduktion in Billiglohnländern werden teilweise zu weitaus höheren Preisen vertrickt.

Die Auslagerung der Reperatur bedeutet vielleicht die Rettung vor dem Konkurs.

Zu meinen bisherigen 5 Windmühlenmessern habe ich mir jetzt noch ein K4 bestellt.
 
Ich glaube, ihr seid gerade zu streng mit Herder.

Mich wundert es, dass sich diese Manufaktur überhaupt noch halten kann.

Kosten steige, Personal zu finden wird schwieriger, dazu verhältnismäßig geringe Produktionsmenge....

In meinem Umfeld kennen alle Zwilling oder WMF, aber Windmühle kennen sie nur durch mich.

Ich halte die Windmühlenmesser auch aktuell noch für fair im Preis.

Messer aus billiger Massenproduktion in Billiglohnländern werden teilweise zu weitaus höheren Preisen vertrickt.

Die Auslagerung der Reperatur bedeutet vielleicht die Rettung vor dem Konkurs.

Zu meinen bisherigen 5 Windmühlenmessern habe ich mir jetzt noch ein K4 bestellt.
Vielleicht hast Du recht.

Ich möchte mal einen Schwank aus meiner Sammlerzeit erzählen:
Vor ungefähr 10 Jahren war ich (mal wieder) zum Tag der offenen Tür im Herderwerk. War spät dran, Stau nahe Köln, die Bude war bereits zum Bersten voll. Die Windmüller bauen lange Tischreihen mit Verkaufsangeboten auf in ihren schmalen Gängen, doch Schnäppchen sucht man seit 2010 vergebens, alles ist UVP.
Ich kaufe normalerweise nicht die Katze im Sack und nehme die Messer aus ihren Verpackungen heraus, um ihre Verarbeitung zu prüfen, schließlich kenne ich meine Pappenheimer. Das hat mir schon einige böse Blicke beschert.

An einem der Stände sah ich ein Brotmesser Ellenlang mit einem Olivenholzgriff zum Niederknien!
Herrliche wilde Maserung aus allen Blickwinkeln.
Die Veranstaltung lief seit Stunden, warum hat mir das Messer nicht schon längst jemand weggeschnappt?
Als ich dann die schiefe Lage gepeilt hatte, wußte ich, warum: die Klinge war dermaßen verzogen, daß sich die Blisterpackung nicht richtig schließen ließ. Das Messer schnitt buchstäblich um die Ecke!

In ihren Prospekten weist die Windmühle immer wieder darauf hin, daß die Klingen bis zu 65mal in die Hand genommen und weiterverarbeitet werden. Den Schleifern mache ich keinen Vorwurf, dünngeschliffene Klingen sind flexibel. Dann werden die Griffe montiert und es wird geschaut, wie die Griffschalen oder -schlitze fluchten. Anschließend werden die übermaßigen Griffe abgeschliffen und ausmodelliert. Keinem fällt die fürchterlich krumme Klinge auf, nein, es wird sogar der allerschönste Holzgriff drangepappt. Spätestens in der Verpackung muß doch jemand gemerkt haben, daß sich die Blisterpackung nicht richtig schließen ließ?

Das ist kein isoliertes Extrembeispiel gewesen. Ich habe in über 20 Jahren buchstäblich Hunderte solcher Fehlleistungen gesehen, selbst in hochpreisigen Serien wie "Collection" (Grandmoulin, Katana-Moulin), "1922" oder der neueren "K-Serie". Ich habe damals für mich gelernt, daß Windmühlenmesser online zu bestellen eine Art Lotteriespiel ist und ich immer gleich mehrere Exemplare ordern muß, um eine kleine Auswahl zu haben. Manchmal war ich zu faul, die übrigen Messer wieder zurück zu schicken, und so kam im Lauf der Zeit eine kleine Sammlung zustande. Das ist bei den heutigen Preisen (und der begrenzten Verfügbarkeit) kaum noch möglich.
 
...oder es fehlt einfach Personal ... ?
... und wessen Schuld ist das?...

Ich denke, keiner hat so eine umfangreiche Sicht auf das Thema wie Rübennase. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und ähnliche Konsequenzen gezogen. Meine 1911er hab ich damals für 100€ gekriegt, das war ein fairer Preis. Aber auch damals musste man drei bestellen und zwei zurück schicken. Wenn man sich als exklusive Boutique Marke profilieren will, dann muss zuerstmal die Qualität stimmen. Das haben sie nie in den Griff gekriegt. Die Modellpolitik ist absolut turbo beknackt. Die Kommunikation bzw Service ist weiterhin unterirdisch. Die Windmühle hat sich nie verbessert, nie vorsichtige Evolution betrieben, was die technische Fertigung angeht. Sie kriegen dafür die Quittung. Man sieht an den Preisen, was sie an Geld bräuchten, um zu funktionieren. Es ist eine Tragödie, was mit dem Unternehmen passiert ist, aber ich habe meine Tränen vor langer Zeit geweint.
 
Ok, dann habe ich bisher Glück gehabt. Drei Messer habe ich online bestellt, alle perfekt. Zwei habe ich hier bei Manufaktum gekauft (mit Apfelholz Griff), ebenfalls perfekt. Ein sechstes Messer ist grad unterwegs zu mir, ein K4. Mal sehen.

Allerdings kann ich mich noch zu DM Zeiten erinnern, dass die neue Mercedes C Klasse mit "ab unter 40.000DM" beworben wurde. Und ich bin noch unter 50.
Mit Autos kenne ich mich mittlerweile nicht mehr aus, da ich überwiegend Rad fahre, aber ich meine, eine neue C Klasse für 20.000 € ist nicht mehr drin.


Ich will sagen, alles ist teuerer geworden.
 
Ich besitze 2 Messer der Marke.
Santoku und Siebenspitz.
Alle in C100 und sind die Schärfsten
in meiner Sammlung und bin damit super zufrieden.
Bin also nicht der unzufriedene Kunde 😀
Und wenn es die Zeit mal hergibt fahre ich mal nach Solingen 😀
 
@MichiV2: Herder hat während der vergangenen zehn Jahre die Preise verdoppelt. 2014 habe ich für ein großes 1922er mit Kirschholzgriff 112.- € bezahlt. Mit etwas Glück bekommt man es aktuell für 240.- €.

Dass es – auch in Deutschland – anders geht, zeigt Böker mit der Cottage Craft-Serie zu einem Bruchteil der Preise von Herder. Das sind moderne Interpretationen ohne Kropf, mit gutem Stahl, brauchbarem Profil und sauber verarbeiteten Griffen. Selbst wenn man die Böker-Messer nachträglich bei Schanz ausdünnen lässt, so erhält man für deutlich weniger Geld ganz hervorragende Messer.
Die Windmühle setzt dagegen seit geraumer Zeit auf teure Designprodukte für spezialisierte Lifestyle-Randgruppen mit kleinen Auflagen (Vinke-Sea-Knives, Jerome-Griller, Käse-Fetischisten). Keine dieser Serien wird große Auflagen erzielen und ich bin mir sicher, dass Lagerhaltung und Verwaltungsaufwand für all diese Kleinserien wirtschaftlich weniger rentabel sind als die Konzentration auf die Kernserien. Die Produktion hervorragender Messer (wie Nakiri, große Hahnefeder usw.) wurden dagegen eingestampft.

Für 180.- € bekommt man entweder ein K5 von der Stange oder beispielsweise ein Takamura Gyotu, das sowohl bei der Verarbeitung als auch der Schneidfreude in einer ganz anderen Liga spielt.

Herders Produktpolitik ist zum Fremdschämen und der Service ist jetzt in der Wüste gelandet.
 
@MichiV2: Herder hat während der vergangenen zehn Jahre die Preise verdoppelt. 2014 habe ich für ein großes 1922er mit Kirschholzgriff 112.- € bezahlt. Mit etwas Glück bekommt man es aktuell für 240.- €.

Dass es – auch in Deutschland – anders geht, zeigt Böker mit der Cottage Craft-Serie zu einem Bruchteil der Preise von Herder. Das sind moderne Interpretationen ohne Kropf, mit gutem Stahl, brauchbarem Profil und sauber verarbeiteten Griffen. Selbst wenn man die Böker-Messer nachträglich bei Schanz ausdünnen lässt, so erhält man für deutlich weniger Geld ganz hervorragende Messer.
Die Windmühle setzt dagegen seit geraumer Zeit auf teure Designprodukte für spezialisierte Lifestyle-Randgruppen mit kleinen Auflagen (Vinke-Sea-Knives, Jerome-Griller, Käse-Fetischisten). Keine dieser Serien wird große Auflagen erzielen und ich bin mir sicher, dass Lagerhaltung und Verwaltungsaufwand für all diese Kleinserien wirtschaftlich weniger rentabel sind als die Konzentration auf die Kernserien. Die Produktion hervorragender Messer (wie Nakiri, große Hahnefeder usw.) wurden dagegen eingestampft.

Für 180.- € bekommt man entweder ein K5 von der Stange oder beispielsweise ein Takamura Gyotu, das sowohl bei der Verarbeitung als auch der Schneidfreude in einer ganz anderen Liga spielt.

Herders Produktpolitik ist zum Fremdschämen und der Service ist jetzt in der Wüste gelandet.
Das Böker Santoku in C75 ist ein Lieblingsmesser von mir..😀
 
Mh, also nun ist auch mein K4 (Pflaumenholz/Carbon) da, und von der Klinge her ist auch das K4 wie alle anderen auch, einfach perfekt.
Vom Griff her ist das Nakiri (Kirschholz/Carbon) und der Gabelspitz (Pflaumenholz/Rostfrei) vorne am Übergang zur Klinge nicht ganz perfekt verarbeitet, Yatagan (Pflaumenholz/Rostfrei), Mini-Yatagan (Kirschholz/Carbon) und Hechtstäbel (Apfelholz/Carbon), da sind die Griffe richtig gut verarbeitet, und beim K4 ist der Griff schlicht perfekt.

Gabelspitz und Hechtsäbel hab ich hier vor Ort gekauft, die anderen 4 hab ich online bestellt.

Also 6 von 6 sind bei mit richtig gut. Klinge bei allen perfekt, kleine Unterschiede bei den Griffen.

Achso, benutzen tue ich eigentlich nur das Nakiri. Diese Klingenform liegt mir offensichtlich. Auch der Gabelspitz und MiniYatagan kommen zum Einsatz. Die anderen hab ich aus völlig irrationalen Gründen gekauft. Ich wollte die einfach haben ;)
01-03-2012 07-42-19b.jpg
 
Mh, also nun ist auch mein K4 (Pflaumenholz/Carbon) da, und von der Klinge her ist auch das K4 wie alle anderen auch, einfach perfekt.
Vom Griff her ist das Nakiri (Kirschholz/Carbon) und der Gabelspitz (Pflaumenholz/Rostfrei) vorne am Übergang zur Klinge nicht ganz perfekt verarbeitet, Yatagan (Pflaumenholz/Rostfrei), Mini-Yatagan (Kirschholz/Carbon) und Hechtstäbel (Apfelholz/Carbon), da sind die Griffe richtig gut verarbeitet, und beim K4 ist der Griff schlicht perfekt.

Gabelspitz und Hechtsäbel hab ich hier vor Ort gekauft, die anderen 4 hab ich online bestellt.

Also 6 von 6 sind bei mit richtig gut. Klinge bei allen perfekt, kleine Unterschiede bei den Griffen.

Achso, benutzen tue ich eigentlich nur das Nakiri. Diese Klingenform liegt mir offensichtlich. Auch der Gabelspitz und MiniYatagan kommen zum Einsatz. Die anderen hab ich aus völlig irrationalen Gründen gekauft. Ich wollte die einfach haben ;)Anhang anzeigen 3277077
Mach bitte mal ein Review zum K4!
Für mich war das immer ein kastriertes K5, mich hat es ob seiner kurzen Klingelänge bisher nie interessiert und ich habe niemanden im Bekanntenkreis mit einem K4.
Taugt es zu mehr als zum Knoblauch zermalmen und kleinst zu häckseln?
Kann man damit performanten Wiegeschnitt mit höherem Schnittgut machen?
 
Zum Wiegeschnitt ist es ja gemacht. Allerdings eher für kleineres Gemüse bzw. geringere Mengen.

Ein kastriertes K5 ist es jedoch nicht.
Die nächst höhere Nummer bedeutet kicht, dass das Messer einfach nur größer ist.
Jedes der K Messer ist eigenständig.

Das K4 ist ein 13cm Kochmesser mit einer hohen Klinge, wodurch die Führung besonders einfach ist.

Das K5 ist ein Santoku. Bestimmt kann man damit gut im Wiegeschnitt schneiden, ist aber auf Choppen optimiert.


Das 1922er Kochmesser ist top geeignet, um viel im Wiegeschnitt zu schneiden..
 
@MichiV2: Ich weiss recht gut, wozu K5, K-Chef und die 18/23er aus der 1922er Serie gut sind. Ich habe und nutze sie alle…
meine Frage war dahin gehend, ob das K4 irgend eine Disziplin besinders gut beherrscht, ob es eine besondere Eigenschaft oder Vorzüge besitzt, die die anderen Messer nicht haben.
Wenn ich mir deine Messerleiste vor Augen halte, dann bist du eher mit kürzeren Klingen unterwegs.
Für das Filigrane Schnibbeln/Schälen nehme ich ein Office- oder Petty-Messer. Für das richtige Arbeiten nehme ich dann gerne etwas Größeres.
Der Sinn des K4 hat sich mir bis dato noch nicht wirklich erschlossen. Es hat zwar ausreichend Knöchelfreiheit, für sinnvolles Arbeiten im Pinch-Grip ist es aber zu kurz.
 
. und wessen Schuld ist das?...
Hmm sicherlich trägt die Betriebsführung da eine Schuld … aber ( gibt ja immer einen der aber sagt😉) welche Stundenlöhne zahlt Herder, bzw. welche Löhne werden und können in der Branche gezahlt werden? Möchte ich 8 Stunden an einer Maschine stehen oder gebückt vor einem Schleifstein sitzen für vielleicht 17€ oder 20€… wenn’s die gibt!
Dreckig, laut etc. etc.
Viele der heutigen, unserer zukünftigen Rentenzahler kommen in Gesprächen schon als erstes mit Work-Life Balance und wieviel Tage Urlaub etc. etc. Vorstellungen. Da will keiner für 17€ an die Schüppe.
Ok. Bisschen Ironie: China und andere Länder zahlen sicher höhere Löhne, Arbeitssicherheit, Kinderarbeit und Umweltschutz hat höchste Priorität…
Ironie wieder aus.
Ja Herder ist wirklich teuer geworden und nicht jede Klingenentwicklung ist für den breiten Massenmarkt gedacht … ob die Planung immer da Sinn macht mag ich nicht beurteilen.
Habe aber letztens bei Freunden ein Buckels aus Solingen gesehen … nicht Herder und auch nicht billig … da spielt das Herder ( bzw. unsere Buckels von Herder daheim ) in einer ganz anderen Liga!

Ich nutze meine Herder Klingen als Arbeitsgeräte … wäre ich Sammler würde ich sicher ebenfalls einen anderen Standard ansetzten. Bei meinen Herder Messer scheine ich bisher Glück gehabt zu haben, Spaltmaße und Verarbeitung top.
 
Hmm sicherlich trägt die Betriebsführung da eine Schuld … aber ( gibt ja immer einen der aber sagt😉) welche Stundenlöhne zahlt Herder, bzw. welche Löhne werden und können in der Branche gezahlt werden? Möchte ich 8 Stunden an einer Maschine stehen oder gebückt vor einem Schleifstein sitzen für vielleicht 17€ oder 20€… wenn’s die gibt!
Dreckig, laut etc. etc.
Viele der heutigen, unserer zukünftigen Rentenzahler kommen in Gesprächen schon als erstes mit Work-Life Balance und wieviel Tage Urlaub etc. etc. Vorstellungen. Da will keiner für 17€ an die Schüppe.
Ok. Bisschen Ironie: China und andere Länder zahlen sicher höhere Löhne, Arbeitssicherheit, Kinderarbeit und Umweltschutz hat höchste Priorität…
Ironie wieder aus.
Ja Herder ist wirklich teuer geworden und nicht jede Klingenentwicklung ist für den breiten Massenmarkt gedacht … ob die Planung immer da Sinn macht mag ich nicht beurteilen.
Habe aber letztens bei Freunden ein Buckels aus Solingen gesehen … nicht Herder und auch nicht billig … da spielt das Herder ( bzw. unsere Buckels von Herder daheim ) in einer ganz anderen Liga!

Ich nutze meine Herder Klingen als Arbeitsgeräte … wäre ich Sammler würde ich sicher ebenfalls einen anderen Standard ansetzten. Bei meinen Herder Messer scheine ich bisher Glück gehabt zu haben, Spaltmaße und Verarbeitung top.
Glaubst Du, Japan ist ein Niedriglohnland? Die Arbeitsmoral mag eine andere sein, aber Arbeit kostet da mehr als hier. Irgendwie schaffen die Japaner trotzdem, niedrigere Preise für bessere Messer anzubieten. Das ist möglich, wenn man sich Fortschritt nicht verschließt, sondern Handarbeit auf die sinnvollen Felder begrenzt und dann seine Mitarbeiter konsequent kultiviert.
 
Irgendwie schaffen die Japaner trotzdem, niedrigere Preise für bessere Messer anzubieten. Das ist möglich, wenn man sich Fortschritt nicht verschließt, sondern Handarbeit auf die sinnvollen Felder begrenzt und dann seine Mitarbeiter konsequent kultiviert.

Der Fachbegriff dafür lautet auf japanisch „Karoshi“ und bedeutet auf Deutsch „Tod durch Überarbeitung“.

Sorry, das war jetzt etwas zynisch.
 
Ich habe mir gerade erst eine "Grundausstattung" bestehend aus Herder.Messern bestellt. 1922 Kochmesser, Santoku, Petty und Kneippchen. Das Kochmesser und Petty sind schon da, die anderen noch unterwegs. Von der Qualität der Klingen gibt es bisher nichts zu meckern, die Griffe könnten etwas glatter sein, aber man muss sowieso einölen/-wachsen. Die Schärfe ist jedenfalls weit jenseits allem, was man in meiner Küche finden kann und ich bemühe mich schon, meine zugegeben billigen Messer ordentlich küchenscharf zu halten. Das war auch ein Grund Carbonstahl zu wählen, da ich den leicht nachschärfen kann. Deswegen habe ich auch kein VG10 Messer in der Auswahl gehabt. So wirklich gefällt mir Laminat-Damast auch nicht.

Nur wenn ich den Thread so lese, bin ich unsicher, ob ich nicht hätte weitersuchen sollen. Die Frage ist für mich, waren die Messer nur früher viel zu billig, weil keiner rostenden Stahl und Holzgriffe mehr haben wollte, oder wird ein Alleinstellungsmerkmal (der Dünnschliff) ausgenutzt, was für mich auch völlig ok wäre. Muss ja keiner kaufen. Im Vergleich zu anderen Messern im Fachhandel, finde ich die Preise jetzt gar nicht so überzogen, aber vielleicht kenne ich mich nur nicht genug aus.

Edit: Aja, das habe ich noch vergessen. Auf der Packung des Petty steht, dass man mit dem Messer keine Nahrungsmittel, die heisser als 40° sind, schneiden soll. Kann mir jemand erklären warum? Das wird doch nicht schon die Härtung des Stahls beeinflussen, oder?
 
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