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Mettwurst aus schlachtwarmen Fleisch

Sieht sehr gut aus 👍🏻👍🏻👍🏻
 
So sieht sie heute aus:
Links Salami, rechts die Mettwurst
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Sieht sehr gut aus 👍🏻👍🏻👍🏻
Danke. Darm in 15 Prozent Lake gewässert - jetzt klappt es auch mit dem Clipper :)
 
Hallo Daniel,
klasse Aktion mal wieder! 🤘
Wir haben letztes Wochenende mal wieder Grünkohl gedopft und schmerzlich festgestellt, daß uns Bregenwürste fehlen.
Ich habe hier in Bayern privat mit einem Metzger gesprochen (gelernter Metzger, keine eigene Metzgerei). Er meinte, wir könnten uns ja mal an Bregenwürste rantrauen, auch wenn er Bregenwurst nicht kennt.
Wursten ist aber leider nicht mein Gebiet.
Hast Du für uns eine Art Anleitung "Bregenwürste für Dummies", dann probieren wir das mal...
Grüße in den Solling, Marko
 
Sorry, hat nen bißchen gedauert - erstmal ne Krakauer gegrillt ;)

Man k ö n n t e separat das Fleisch für die benötigte Menge zusammenstellen und ohne Salpeter wolfen.
Böser NPS Griller 😅

OK dann nehme ich mir nächstes Mal ein Kilo vorher von ab.
 
Immer wieder beeindruckend Deine Wurstaktionen.
Sehr schön gewurstet:thumb1:.
 
Eckhard - wann ist denn ein Schwein (w) eine Sau?? ;)
Ja, ist schon klar mit dem Ferkeln. Die Frage war blöd gestellt. Ich wollte wissen warum Sauenfleisch
geeigneter ist.
hatten die auch 1x geferkelt und Schlachtgewichte von 4 Zentnern und mehr. Mein Kumpel Tont hat vor 4 Wochen eine 6
Danke, so hätte ich fragen sollen.
, hieß übrigens auch Eckhard :)
Ja, schöner Altdeutscher Namen. Nibelungen-Saga: Der getreue Eckhard.;)
 
Schöne Aktion, Daniel.
Warmfleisch will ich auch mal gern verarbeiten.
Wie lange spricht man denn von schlachtwarm?
Bis zum einsetzen der Totenstarre beim Tier?

Als Kind hatten wir Schafe. Da kam noch der Metzger ins Haus und hat
geschlachtet.
Es wurde alles sofort verarbeitet, also warm.
Der hat dann Fleisch mitgenommen und Salami daraus gemacht.
Für uns. Der Metzger war aber derartig betrunken, daß er das nicht auf die
Reihe gekriegt hat. Morgens um 8!!!
Das war wohl sein Dauerzustand.:glucker:
Die Salame waren nach entsprechender "Reifung" ungenießbar und hart
wie Stein.
Ich kann mich nur noch daran erinnern, daß nicht mal unser Hund die
Dinger angerührt hat.:puke2:
 
Wie lange spricht man denn von schlachtwarm?
6 Stunden in etwa, dann lässt der Warmfleisch Effekt nach. Also bis dahin muss es verarbeitet sein.
Der Metzger war aber derartig betrunken, daß er das nicht auf die
Reihe gekriegt hat. Morgens um 8!!!
Das war wohl sein Dauerzustand.:glucker:
Die Salame waren nach entsprechender "Reifung" ungenießbar und hart
wie Stein.
Ich kann mich nur noch daran erinnern, daß nicht mal unser Hund die
Dinger angerührt hat.
Das war wohl das Schicksal vieler Hausschlachter. Die ganzen Mythen, die sich um die Hausschlachtung rankten und noch immer hartnäckig halten sind so dumme Sachen wie: "Und wenn das Schwein am Haken hängt, dann wird einer eingeschänkt, usw" oder "ein guter Hausschlachter braucht nichts abzuwiegen, der würzt das einfach mal so aus der Hand"
Tröste Dich, Ihr seid nicht die einzigen gewesen, die alles an den Mist kippen konnten. Ich kenne genügend Familien, die oft Euer Schicksal teilen mussten oder eben das ganze Jahr ihre Wurst nur widerwärtig essen konnten, weil mal wieder alles nicht so war, wie es sein sollte um es mal vorsichtig auszudrücken.
Da kam es dann schon mal vor, das beim Würzen Pfund und Kilogramm verwechselt wurden oder man hatte sich schon so zugedröhnt, dass ein Geschmack beim Abschmecken faktisch nicht mehr vorhanden war.
Verwechsele bei Nelke mal Teelöffel mit Eßlöffel - mhhhhh, lecker :rolleyes:
 
6 Stunden in etwa, dann lässt der Warmfleisch Effekt nach. Also bis dahin muss es verarbeitet sein.
Danke für die Info. Die Zeitspanne kannte ich auch nicht. Aber dann lagen wir da genau im Rahmen. Das Fleisch war aber auch noch so schön warm - hätte man sich mit zudecken können, quasi :D

Die ganzen Mythen, die sich um die Hausschlachtung rankten und noch immer hartnäckig halten sind so dumme Sachen wie: "Und wenn das Schwein am Haken hängt, dann wird einer eingeschänkt, usw"
Das kenne ich aber auch so. Allerdings ist mir nicht mehr bewusst, dass die sich während der Schlachtung schon so zugedröhnt haben. Hin und wieder mal einen Schnaps, ja. Zumindest bei denen, wo ich bei war. Denn ich denke wenn du:
hr seid nicht die einzigen gewesen, die alles an den Mist kippen konnten. Ich kenne genügend Familien, die oft Euer Schicksal teilen mussten oder eben das ganze Jahr ihre Wurst nur widerwärtig essen konnten, weil mal wieder alles nicht so war, wie es sein sollte um es mal vorsichtig auszudrücken.
so einen bei uns im Dorfe gehabt hättest, dann wäre das seine letzte Saison gewesen. Denn das spricht sich ja herum. Klar wurde mal die Mettwurst hohl. Aber das kann ja verschiedene Ursachen haben und meist passiert es ja während der Reifung.
Häufiger hielten die Knoten nicht gut, denn das wurde oft von den Gehilfen gemacht. So ist es jedenfalls in meiner Erinnerung.
Jeder hatte ja auch so seinen Lieblingsschlachter. Bei uns im Dorf entweder aus Schönhagen (Meinte Karl oder Schlachter Heinrich) oder eben Kammerborn, Helmke. Im Sommer waren sie Maurer und im Winter haben sie bei Schlecht-Wetter dann die Schweine geschlachtet.
Das war noch Dorfromantik.
Und die Trichinen Schau hat immer Schuster Alfred gemacht. Der war wirklich Schuster.
"Ach wer kommt denn da ums Eck, das ist ja Alfred, der Trichinen-Schreck" :D
Der war aber am Ende des Tages immer blau. Denn der musste schon einen eingeschenkt bekommen, wenn er ankam. Und der hat im ganzen uslarer Land die Beschau gemacht

:)
 
so einen bei uns im Dorfe gehabt hättest, dann wäre das seine letzte Saison gewesen. Denn das spricht sich ja herum. Klar wurde mal die Mettwurst hohl. Aber das kann ja verschiedene Ursachen haben und meist passiert es ja während der Reifung.
Häufiger hielten die Knoten nicht gut, denn das wurde oft von den Gehilfen gemacht. So ist es jedenfalls in meiner Erinnerung.
Jep, man war schon erfinderisch, wenn es um Ausreden ging ;)
Zu der Zeit war man ja noch nicht auf ein ausgeprägtes HI-Syndrom (Hauptsache Ich) ausgelegt und man hat den Leuten nicht unbedingt so direkt vor den Kopf gestoßen.
Beim nächsten Hausschlachten hat man versucht, die Akteure erst gar nicht an den Stoff herankommen zu lassen und beim Würzen besonders aufgepasst.
 
"ein guter Hausschlachter braucht nichts abzuwiegen, der würzt das einfach mal so aus der Hand"
Rüdiger da muss ich Dir widersprechen. Ich habe vor vielen, vielen Jahren genügend Hausschlachtungen beigewohnt (machchmal 3 Schweine im Jahr) und mit geholfen. Unsere Schlachter (und das war nicht immer derselbe) haben niemals etwas abgewogen. Es wurde tatsächlich aus der Hand gewürzt und das hat zu 99 % gepasst.
Eins ist mir heute noch in Erinnerung wie final abgeschmeckt wurde. Die Blutwurst wurde roh gekostet und sie musste im Hals kratzen. Dann hat das nach dem Brühen mit der Würze zu 100 % gepasst.
 
Es wurde tatsächlich aus der Hand gewürzt und das hat zu 99 % gepasst.
Eins ist mir heute noch in Erinnerung wie final abgeschmeckt wurde. Die Blutwurst wurde roh gekostet und sie musste im Hals kratzen. Dann hat das nach dem Brühen mit der Würze zu 100 % gepasst.
Maik, das kenne ich ja auch so. Klar hat das meist gepasst. Nur reproduzierbar sind die Ergebnisse so nicht für eine gleichbleibende Qualität.
Wenn man auf 50 kg Masse mal 100 g Salz mehr dranschmeißt, dann ist das nicht sonderlich tödlich. Bei 10 kg sieht das schon anders aus oder bei den homöopathischen Mengen, die viele hier machen.
Ich will ja auch gar nicht alles schlechtreden, wie man das früher so gehandhabt hat und es gab ja auch nicht bei jeder Hausschlachtung Schnappsleichen. Die meisten Hausschlachter hatten schon eine Art "Ehrenkodex". Viel Erfahrung spielte da selbstverständlich auch mit rein. (ist die Molle halbvoll, dann nimmt man Salzmenge x)
Es ist aber auch genügend schief gelaufen in den 50 Jahren, die ich mehr oder weniger aktiv an Hausschlachtungen teilnehme.

Rotwurst schmeckt man übrigens auch heute noch so ab ;)
 
Morgen soll es Pizza geben.
Also probieren wir doch mal eine Salami nach @intothefire :
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Natürlich ist sie nach 6 Wochen noch nicht fertig im Kaliber 60 - aber schmecken tut sie!
Auch wie sie gereift ist passt. Ohne Schickimicki so hinbekommen. Ich bin zufrieden 😀
Sehr schön, das wird ein toller Belag werden :)
 
Links Salami, rechts die Mettwurst
Kurze Frage Daniel was ist da der entscheidende Unterschied. Bei und sieht Mettwurst ganz anders aus. Die Konsistenz ist zum streichen und zu DDR-Zeiten nannten wir das auch Panzerfett.
 
Ich kann die ganzen Wurstbezeichnungen auch immer nur schlecht nachvollziehen. Bei uns im Osten war da anscheinend vieles anders. :D


Bratwurst =ostdeutsch Roster oder Rostbratwurst
Mettwurst = Teewurst
? = Knackwurst
Mett = Gehacktes
u.s.w.

Immer wieder schwierig. ;)
 
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