Die Keramikplatten haben 2 Seiten:
Eine mit Erhebungen und eine glatt.
Beim Rothenberger und der Hausmarke vom Biber habe ich sie beidseitig getestet: Ist egal, aber die glatte Seite ist robuster und einfacher in der Reinigung.
Dass die Oberseiten unterschiedlich sind, liegt er an der Schlafmützigkeit des Zusammenbauers im Werk, weil normalerweise die glatten Seite außen liegen, da hier teilweise die Logos der Hersteller sind.
Prinzipiell sind die Keramikplatten druckstabil, aber scharfe und spitze Gegenstände können sie beschädigen. Spannungsrisse durch zu strammen Einbau können auch entstehen, wobei der Ausdehnungskoeffizient bei der Keramik eher marginal ist. Wenn man selber abdichtet, schwindet die Dichtmasse eh etwas, so dass die Platten genug Raum zum Ausdehnen haben.
Der Potis hat echt keine diffusen Düsenaustritte? Diese sind eigentlich dazu da die Strömungsgeschwindigkeit zu reduzieren um ein gleichmäßiges Flammenbett zu erhalten.
Wozu?
Mit der Venturi-Düse wird ein Gasgemisch durch die Keramikplatten gepresst. Durch die große Oberfläche erfolgt bereits genug Verwirbelung. Das Ganze ist dann so abgestimmt, dass sich nur Flammen kurz oberhalb der Keramikplatte bilden. Beim Biber-Brenner ist innen noch ein Lochblech eingesetzt, um ein gleichmäßiges Flammenbild zu erzeugen.
Es gibt andere Brenner dieser Kategorie, die wie ein mehrschichtiger Schwamm aufgebaut sind und Temperaturen um die 1400°C erreichen können, wo die Verwirbelung und Strömungsgeschwindigkeit durch diese Bauweise erhöht wird - die sind aber nicht zu bezahlen für Ottonormalverbraucher.
Hier sieht man die beiden Brenner im zerlegten Zustand:
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/eigenbau-sizzle-als-mehrzweckwaffe.220077/
Die Keramikplatten der Potis und Meltem-Brenner sind komplett geschlossen mit einem umlaufenden Falz, da muß nichts mehr abgedichtet werden.
Da wird immer die komplette Einheit getauscht bei Defekt.