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Unold Luigi

Bin am überlegen welche Reihenfolge cleverer ist, wenn man mal beide Varianten backen möchte (zB weil Gäste doch eher die in Deutschland übliche Pizza bevorzugen).
Ich backe oft beide Varianten. Unser Vorgehen ist logisch: da die Kinder die "deutsche" Pizza bevorzugen gibt es die immer zuerst und dann wird auf 400° hochgeheizt. Zeitrahmen schätze ich so an die zehn Minuten. Bis die Kinderpizza genügend abgekühlt ist mache ich die Neapolitanischen für die Erwachsenen.
 
Bei mir gab es gestern erstmalig Pinsa im Luigi:

Bei meiner Bestellung bei Waldi habe ich mir den Pinsa-Mehlmix der Frießinger Mühle gegönnt (Link). Nachdem Waldi ganz aktuell ein Video auf Youtube dazu gebracht hatte (Link), war ich motiviert. Teig habe ich nach der Anleitung von Waldi zubereitet, welche der Anleitung auf der Mehlverpackung entspricht (Foto unten). Ich war schon etwas verwundert über die hohe Hefemenge (3g Trockenhefe = ich 9g Frischhefe auf 1kg). Aber ich wollte beim ersten Versuch nicht gleich was ändern. Der Teig hat sich zuerst echt gut zubereiten lassen. Ich hatte ihn dann allerdings rund 60 Stunden bei 4 Grad im Kühlschrank (was gemäß dem Video kein Problem sein sollte). Der Teig hatte trotz der niedrigen Temperatur gut gearbeitet. Die Teiglinge zu Kugel formen ging zwar irgendwie noch, diese sind im Tupper für die Stückgare nach einer Minute aber bereits wieder auseinandergegangen. Den ersten Teigling habe ich - wie ich bei Pizza auch vorgehe - in einen tiefen Teller mit Semola gestürzt (man könnte fast von rausgeflossen sprechen). Allerdings hatte ich keine Chance den Teigling unfallfrei aus dem Teller auf die Arbeitsfläche zu bringen. Ich war schon etwas am fluchen und habe in Gedanken schon einen Plan B fürs Mittagessen überlegt. Aber ich wollte nicht aufgeben und habe aus dem ersten Teigling zumindest noch einige kleine Brötchen hinbekommen. Der zweite Teigling dann direkt in ein Semolabett auf der Arbeitsfläche. Auch den konnte ich - egal wie vorsichtig - nicht aus dem Semolabett heben, ohne dass er gerissen oder total ausgedehnt wäre. Also musste ich mit der Pizzaschaufel ihn direkt aufnehmen und das Semola dann versuchen irgendwie abzuklopfen. Es war mein erstes Mal mit 75% Hydration, aber denke (/hoffe) trotzdem, dass diese Schwierigkeiten auch an einer Übergare lagen.
Laut Rezept der Frießinger Mühle sollte man bei 280-300 Grad, laut Wald bei 350-400 Grad backen. Habe mich dann für 330 Grad entschieden, da ich bedenken hatte, dass der Teigfladen beim Vorbacken sonst zu sehr aufgeht und dann an der oberen Heizspirale ankommt. Aus Faulheit (und weils Waldi im Effeuno auch so gemacht hat) habe ich den Biscotto drin gelassen (wohl wissend, dass der für so Temperaturen eher nicht gedacht ist). Dann rund 3-4 Minuten vorgebacken, abkühlen lassen, belegt und nochmals 3-4 Minuten gebacken. Der Boden war durch den Biscotto schon eher hell, aber das war nicht negativ. Vorteil des Biscottos war, dass das viele Semola kein Problem war (also nicht schwarz durch das Semola geworden). Letztendlich war ich doch etwas stolz, das ganze noch gut über die Bühne gebracht zu haben.
Das Endergebnis war wirklich lecker und superfluffig. Manch einem evtl schon zu fluffig (man wundert sich, dass man trotz großem Bissen gefühlt wenig im Mund hat). Ist definitiv mal eine gute Alternative, auch wenn die normale Pizza die Regel bleiben wird. Belag war einmal Tomatensoße, Parmesan, Mozzarella, Zwiebeln und nach dem Backen noch Rucola, kleine Tomaten und Parmesan und einmal Tomatensoße und Prosciutto und nach dem Backen Büffelmozzarella und Basilikum. Die Pizzabrötchen für die Kids waren durch das wenige Salz etwas fad. Danach nochmal quasi das identische Programm, was es morgen nochmal aufgewärmt gibt.

Fazit: definitiv mal was anderes und sehr lecker! Das nächste Mal (ich habe noch 1kg des Mehlmixes hier) werde ich auf jeden Fall die Hefe reduzieren (danach haben ich erst gesehen, dass im auf der Mehlverpackung verlinkten Rezept der Pizza-Schule nur 1 statt 3g Trockenhefe angegeben sind und Waldi in einem alten Rezept nur 1,5g Frischhefe genutzt hatte…), das Salz erhöhen und vermutlich den Cordieritstein nehmen.

Nun die Bilder:
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Sehr schöne Pinse, die Du da gemacht hast ! Sehen wirklich sehr lecker aus.

Uns hatte auch Waldi's Video dazu sehr angesprochen, aber wir warten leider noch auf unseren neuen Pizzaofen :-)

.
 
😙

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So, mal ordentlich aufheizen und durchheizen....

Morgen gibts dann Pizza, hab noch 2 Teige vom Wochenende übrig.
Mal schauen, und demnächst erstmal mit Luigi Pizza machen, dann mal überlegen, was ich mit dem Effe machen werde.

Edit:
Stromaufnahme bzw Leistung hab ich auch mal gemessen, wie bei meinem anderen Luigi der in Frankreich steht, hat der hier:
Unten um die 550W
Oben ~1200W
Falls da mal Fragen aufkommen


Stephan
 
habe heute meinen luigi (aus dem baur deal für 163€) bekommen und das einbrennen gestartet. die lüfter empfinde ich als relativ laut, den luigi den ich vor zwei wochen gesehen und gehört habe, habe ich eigentlich kaum wahrgenommen. die lüfter sind nicht klappernd laut, sondern es klingt einfach nach einer hohen drehzahl. ist das normal?
 
Beim letzten Mal war mein Lüfter zu Beginn auch ziemlich laut.
Perkussive Wartung hat aber Abhilfe geschafft :D
 
Es hängt auch mit dem Aufstell Ort zusammen. Steht der frei im Raum, oder in einer Ecke.
Mir ging mein erster Luigi in Frankreich bei aufheizen auf den Keks, als ich hinterm Luigi stand. Davor war das Geräusch nicht mehr so nervig.

Der nun gekaufte soll ja evtl den Effe ersetzen, ich werde sehen, wie laut der an dem Aufstellort dann ist. Lauter als der Effe ist er allemal.

Klappernd röhrend deutet aber auf einen defekt des Lüfters hin, hat meiner in Frankreich nach dem Transport auch gehabt, schlag auf den Nacken, war das Geräusch weg, oder Unold kontaktieren, einsenden, neuen Lüfter einbauen lassen

Stephan

Meine Pizza Session für heute, ist auf morgen verschoben...
 
So, fertig gepizzt...
Pizza 1 hat leider von unten Farbe bekommen, hab ich nicht aufgepasst, zum einen hatte ich gut 35 Minuten vorgeheizt, Steintemperatur war so um die 420° in der Mitte, zum anderen lege ich eigentlich die Seit mit Semola Anhaftungen nach oben, hier leider nicht.
Pizza 2, da hab ich dann einfach bis kurz vorm einschießen die untere Heizspirale auf 200°C gestellt, danach wieder auf 400°, Steintemperatur war da so um die 370°C, Damit war ich zufrieden.
Vielleicht werde ich hier aber doch noch zum Pizza Dreher 😙 Man kann schon sehen, welche Seite hinten war, und welche vorne....

Den rest wird die Zukunft bringen, bisschen üben mit dem neuen Sportgerät und alles wird gut.


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Stephan
 
Servus Leute, 2 Fragen sind bei mir noch aufgetaucht...

1) Was meint ihr, wie viel Hydration verträgt der Luigi? Ich habe die Erfahrung gemacht dass bei 70% die Pizza länger im Ofen bleiben muss, und diese eher blass bleibt. Gemschmacklich war sie eh okay...Könnt ihr das bestätigen? Ist 70% eventuell zu viel für den Luigi? Denke derzeit habe ich die beste Erfahrung mit 65% gemacht, egal wie lange die Gare war.

2) passt jetzt nicht unbendigt hier rein, aber vl. weiß jemand was ich meine: Irgendwo habe ich gelesen dass man Teige mit hoher Hydration zumindest anfangs nicht mit dem Spiralhaken sondern auch mit z.B. dem K-Haken von Kenwood oder ähnlichem mischen kann. Hat das jemand probiert, oder weiß noch jemand in welchem Thread das diskutiert wurde? Falls ich das ganz falsch in Erinnerung habe, dann sorry für den Blödsinn.
 
Was meint ihr, wie viel Hydration verträgt der Luigi? Ich habe die Erfahrung gemacht dass bei 70% die Pizza länger im Ofen bleiben muss, und diese eher blass bleibt
Ich backe mit 75% Hydration und habe das Gefühl, dass damit die Pizzen eine geringere Backzeit haben, also schneller fertig sind. Ca. 2 Minuten anstelle von 2 1/2-3 Minuten. Kann aber auch mit anderen Faktoren zusammenhängen, da ich eigentlich immer an irgendeiner Stellschraube drehe. Die Bräunung hängt, denke ich, eher mit der Teigzusammensetzung bzw. den Vorteigen zusammen.
Die theoretischen Hintergründe wären interessant. Bestimmt wissen hier ein paar Experten mehr …
 
okay interessant. 75% kommt mir relativ viel vor. Was für ein mehl verwendest du? Wird ja auch stark vom Mehl abhängig sein schätze ich mal. Und natürlich von der Backtemperatur, aber die ist bei mir auf Standard (Neapolitan). Logisch wäre ja für mich irgendwie dass die Teige mit hoher Hydration länger brauchen, da mehr Wasser drinnen ist...aber kann auch komplett falsch liegen. Vl. hat jemand wirklich fundiertes Hintergrundwissen.
 
okay interessant. 75% kommt mir relativ viel vor. Was für ein mehl verwendest du? Wird ja auch stark vom Mehl abhängig sein schätze ich mal. Und natürlich von der Backtemperatur, aber die ist bei mir auf Standard (Neapolitan). Logisch wäre ja für mich irgendwie dass die Teige mit hoher Hydration länger brauchen, da mehr Wasser drinnen ist...aber kann auch komplett falsch liegen. Vl. hat jemand wirklich fundiertes Hintergrundwissen.
Ich nehme meist die Caputomehle, bevorzugt Cuoco und Nuvola, mit Vollkornanteil. Habe aber auch schon etliche andere Mehle versucht.
Einfach mal selbst versuchen, dann siehst Du ja selbst, was schneller geht. Einen Teig mit 60% und parallel einen mit 75%. Bin gespannt auf Deine Erfahrungen.
 
Je höher die Hydration desto niedriger die Steintemperatur. Aber es liegt echt an so viel Faktoren die ich vor 2 Jahren nicht glauben konnte. Ein perfekter Teig bei mir kann ein anders Ergebnis bei dir bringen.
Welches Mehl, wie lange wird geknetet, welche Temperatur hat der Teig nach dem auskneten,Luftfeuchtigkeit, Temperatur an sich usw. Da muss jeder seinen Weg finden. Wir haben hier fast jeder schon einiges experimentiert und jeder hat seinen Favorit.
Ich mach Mittwoch mein letzten Test 🫣 also glaube ich. 65/70/75%
Caputo Cuoco ist hier die erste Wahl. 1,5g Frische Hefe und 30g feines Meersalz. Temperatur beim auskneten max 23 grad.


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1) Was meint ihr, wie viel Hydration verträgt der Luigi?
Jede. Frei geschoben vielleicht nicht, aber grundsätzlich ist die Hydration dem Ofen ja egal. Man muss halt mit den Temperaturen spielen.
Außerdem kann man Hydration nicht pauschalisieren. Ein schwaches Tipo00 fühlt sich vielleicht bei 65% Hydration so an wie ein starkes Tipo1 mit 75% Hydration. Die Wasseraufnahmefähigkeit ist einfach viel zu verschieden um das gut vergleichen zu können.
 
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