Rezept - Steckerlfisch

Steckerlfisch

Steckerlfisch

 


Zutaten
Normal

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Anweisungen
  1. Jeder Besucher des weltberühmten Münchner Oktoberfestes kennt sie: Die Steckerlfische, die dort auf langen Holzstangen lustig vor einem offenen Feuer brutzeln und vor denen eine lange Menschenschlange geduldig auf die knusprigen Genüsse wartet.
  2. Nun sind Steckerlfische keineswegs eine Erfindung geschickter Oktoberfest-Geschäftsleute, sie sind auch kein typisch bayerischer Genuss. Nur das Wort Steckerl hat einen bajuwarischen Klang. Aber die Methode, Fische auf Stöcken vor einem Feuer zu braten, kennt man vielerorts, zum Beispiel rund um das Mittelmeer. Denn Steckerlfische schmecken am besten im Freien in einer lauen Sommernacht. Und darum sind sie der ideale Leckerbissen bei einem zünftigen Gartenfest.
  3. Man rechnet pro Kopf einen Fisch: Makrelen sind am besten geeignet, aber auch Forellen oder Renken schmecken prima. Die ausgenommenen, abgespülten Fische werden mit einer beliebigen Würzmischung eingerieben, innen und außen. Entweder nimmt man nur Salz, Pfeffer und vielleicht eine Spur Paprika. Oder eine Paste aus Butter, gehackten Kräurtern und den oben genannten Gewürzen. Und nun werden die Fische ganz vorsichtig auf etwa 1 m lange Stöcke gesteckt. So, dass oben höchstens 2 cm Stock aus dem Fisch sehen.
  4. Während des Bratens werden die Fische entweder mit Öl oder mit zerlassener Butter bestrichen. Aber ehe es soweit ist, muss erst einmal eine prachtvolle Glut erzeugt werden. Die Frage ist nur: Wo? Der übliche Gartengrill ist für Steckerlfische absolut ungeeignet. Aber es gibt andere Möglichkeiten:
  5. Wer einen Gartengrill mit einem tiefen Kohlebecken besitzt, nimmt den. Dann wird der Fisch bis zur Mitte auf den Stecken geschoben. Die Stöcke so über das Kohlebecken legen, dass die Stockenden über den Beckenrand hinausragen. Daran kann man dann die Fische drehen. Wichtig ist aber, dass der Abstand zwischen Glut und Fisch recht groß ist. Die andere Möglichkeit: Einen Sandhaufen beschaffen. Ihn in zwei Ebenen festklopfen. Oben wird die Glut erzeugt. Unten in den Sand werden schräg die Stöcke gesteckt, so dass sich die Fische in Gluthöhe befinden, aber etwa 20 cm vor der Glut stehen. Diese Art ist besonders bei Strandfesten angebracht und außerdem sehr gemütlich.
  6. Der Idealfall ist ein gemauerter Gartengrill, der so hoch ist, dass sich die Glut 40 bis 50 cm über der Erde befindet. Auch dann werden die Steckerl schräg vor den Grill gesteckt. Die Fische müssen immer so fest auf dem Stecken sitzen, dass sie nicht rutschen können, auch wenn man den Stab dreht. Wichtig ist auch der genügende Abstand zur Glut. Darum muss diese eine besonders starke Hitze entwickeln. Man kann Holzkohle verwenden. Besser aber sind so genannte Grill-Briketts, die aus Holzkohlenstaub gepresst werden und wesentlich mehr Hitze erzeugen.
  7. Die Grill- oder Bratzeit ist je nach Fischart unterschiedlich. Aber die Fische sind gar, wenn die Haut richtig schön knusprig ist.
  8. Und was gibt's dazu? Frische Salate und Kartoffelsalat oder in Alufolie gebackene Kartoffeln, die nebenher in der Glut schmoren. Aber auch frisches Landbrot schmeckt prima. In Bayern trinkt man zum Steckerlfisch meist Bier. Für Weinliebhaber kann man Weißwein, aber auch roten Landwein servieren.
  9. Übrigens, wenn man die Steckerlfische brät, sollte man immer Gäste dazu einladen. Denn es ist ein Mordsspaß, den man mit andern teilen sollte.
Kommentare

Wuerz man ein Fisch mit paprika wird die Haur bitter

Wir legen die Fische (meist Forellen) immer am Tag vorher bereits in 10% Salzwasser ein (1 kg Salz auf 10l Wasser). Dabei die Haut auf jeder Seite 3 mal einschneiden (zum besseren durchziehen).

Beim Grillen (auf dem speziellen Steckerlfischgrill ;-)) und vor dem Servieren dann mit Kräuter- oder Knoblauchbutter bestreichen.

Ciao,
Andreas aus Niederbayern