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Der Espresso-Fred

Die PV hätte mich auch immer gereizt, allerdings eher die Lusso...

Im Kaffenetz gabs mehrere als Aussteller oder so. Lusso 550, Export 450€.
Eine Lusso 2 gruppi wie ich sie schonmal hatte gabs leider keine, sonst hätte ich die mit bestellt. Für eine eingruppige Lusso warens mir aber zuviel Kompromisse.

Den bodenlosen Siebträger kann man auch bei Ponte Vecchio direkt für 35€ bestellen.
Haben die einen Shop oder per mail? Ansonsten hätte ich den gebphrt, mit den 2 ausläufen ist der ja nicht zu gebrauchen.

Edit: Napoli von Bonafede(Hockenheim) ist in der Mühle und ein Päckchen Don Bonafede liegt für danach bereit.
 
Für einen reinen Arabica hat der Espresso eine ziemlich üppige Crema, einen intensiven Geschmack und ja, auch die fruchtigen Noten kommen noch durch. Ich werde nur meinen Gaumen noch schulen müssen um zu bestimmen nach was genau der Kaffee schmeckt...
Üppige Crema ist bei Hochland-Arabicas eher selten.

Was das Aroma und den Geschmack angeht: Bei Arabicas gibt es einerseits eine wesentlich größere Sortenvielfalt als bei Weinen, andererseits sind die Einflüsse von Terroir und Jahrgang mindestens ebenso ausgeprägt. Was insgesamt eine Aromenvielfalt ergibt die jene bei Weinen weit in Schatten stellt.

Allerdings nur wenn man den Geschmackssinn ein bißchen trainiert und - das ist leider die Crux bei der Sache - den Kaffee entsprechend zuzubereiten weiß. Denn beim Wein reicht es wenn die Temperatur passt und er nicht korkt oder sonstwie verdorben ist. Der Sommelier muß lediglich das passende G'schichterl drücken und alles ist gut. Beim Kaffee hat es derjenige der ihn zubereitet in der Hand, ob die in der gerösteten Bohne schlummernden Aromen herausgekitzelt werden oder nicht.*)

Bei der Zubereitung als Espresso werden allerdings viele der subtilen Aromen von der überwältigenden Dichte sowie von der Textur und dem Mundgefühl (hauptsächlich der Crema) überdeckt. Als Americano zubereitet, nimmt man schon deutlich mehr wahr. Und am besten funktioniert es mit einem gut zubereiteten Brühkaffee.



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*) Davor der Röster. Und davor diejenigen die die Bohnen aufbereiten. Während Transport und Lagerung können Kaffees ebenso verderben. Es ist also alles recht kompliziert...
 
Ich packe es hier auch noch mal rein:

Zur Eureka Nutzung:
Sofern ich irgendwann meine Top Espresso Einstellung gefunden haben sollte, also für
-eine bevorzugte Bohne
-einen bestimmten Mahlgrad (z.B. 2,5)
-eine bestimmte Timereinstellung für meine bestimmte Bohnen-Menge

....warum kann ich dann nicht ohne Timerverwendung den Mahlgrad auf z.B. 4,5 stellen und meine Kaffebohnen für Filterkaffee zu mahlen?
Ich müsste danach ja nur wieder den Mahlgrad ändern und den Timer anstellen um wieder zu meiner perfekten Espresso Einstellung zu gelangen.
Oder habe ich einen Gedankenfehler?
 
@Schalke
Da muss ich @DarkRoast zustimmen, eigentlich bräuchte man 2 Mühlen, eine Unimodale für Filter und eine Bimodale für Espresso.
Wie willst du denn bei der Eureka so schnell von Filterröstung zu Espressoröstung wechseln, soweit ich weiß ist das keine Single-Dosing Mühle?
Sie wird jetzt auch etwas Totraum haben und die meisten Mühlen sind so ausgelegt dass sie den Bohnendruck von oben benötigen.

Es gibt manche Handmühlen die den Spagat schaffen und beides gut hinbekommen, wenn auch nicht perfekt.
Comandante C40NB und die Kinu M47 sollten hier die Bekanntesten sein
 
Ein interessanter Artikel aus der heutigen FAZ zu dem Thema:


EINE GEBRAUCHSANWEISUNG - So gelingt der perfekte Espresso
Wie bereitet man den perfekten Espresso zu? Anders, als die meisten denken – wenn es nach manchen Wissenschaftlern geht. Sie wollen, dass es gröber und kürzer wird.

Das ist die bisherige Definition:
Die Definition des SCA [Specialty Coffee Association] für einen Espresso, basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und Blindverkostungen, berücksichtigt die Parameter Mehlmenge, Brühdruck, Wassermenge und -temperatur und Brühzeit. Die Brührate ist 1:2. Wenn das Sieb zum Beispiel mit 15 Gramm gemahlenem Kaffee gefüllt wird, sollte der Brühvorgang gestoppt werden, wenn 30 Gramm Flüssigkeit in der Tasse sind. Der Espresso sollte nicht zu schnell unterwegs sein. Schießt das durch das Mehl gepresste heiße Wasser heraus und füllt die Tasse in wenigen Sekunden, wurden die Bohnen zu grob gemahlen, die Maschine konnte wegen des geringen Widerstandes durch das Mehl nicht genügend Druck aufbauen, besser ist ein „Mäuseschwänzchen“, Auch für die Brühzeit macht die SCA einen Vorschlag: Sie sollte 25 bis 30 Sekunden lang dauern. Zu dem Mahlgrad macht der Verband keinen Vorschlag, auch weil es keine Norm bei Mühlen gibt Das Wasser wird mit etwa neun bar durch das Mehl gepresst und hat eine Temperatur von zirka 93 Grad Celsius.

Und das die neue Idee:
Nun sorgt aktuell ein wissenschaftlicher Aufsatz in der Zeitschrift „Matter“ für Unruhe in der Barista-Szene. Die zehn Autoren … sind unter anderem zu dem Entschluss gekommen, dass ein Viertel weniger gemahlener Kaffee (15 Gramm) bei einer Brühzeit zwischen 7 und 15 Sekunden genügen, um einen Espresso ordentlich zuzubereiten. Der Schock dürfte bei vielen Baristi erst richtig tief sitzen, wenn sie des Weiteren lesen, dass der Kaffee zudem gröber gemahlen werden sollte. Weniger und gröberes Mehl für einen Espresso? Wie geht das zusammen? .. Mit ihren Modellen können die Wissenschaftler .. beweisen, dass ab einem bestimmten Mahlgrad die Menge der Fines so zunimmt, dass sich im Sieb beim Bezug Klümpchen bilden. Dadurch bekommt das Mehl dort keinen Kontakt mit dem Wasser, weil dieses um die Klumpen herum fließt, es lösen sich weniger Inhaltsstoffe, und die Fines tragen nichts zur Extraktionsrate bei. .. Dieses Phänomen sei auch dafür verantwortlich, dass Baristi ihre Zubereitung nicht zuverlässig reproduzieren könnten, dass der Espresso also nicht immer gleich aussehen und schmecken würde.


Bevor Missverständnisse enstehen:
Mit der Methode wollen die Wissenschaftler den Espresso nicht besser, sondern die Zubereitung verlässlicher machen, zudem spart man zirka 25 Prozent Mehl pro Bezug. Allerdings ist Letzteres in Deutschland vermutlich irrelevant, da die Standardsiebe afaik ja sowieso nur 14-17g fassen.
 
@Kimble ja das Thema geht momentan durch sämtliche Medien (Kleinezeitung, Tagesspiegel, DerStandard, Arstechnic, TheTimes, Vice...), jetzt auch die FAZ, oftmals wird aber in der Zusammenfassung die Aussage der Studie verfälscht.

Das hier sollte das Original
https://www.cell.com/matter/fulltext/S2590-2385(19)30410-2

In den Videos von der Kaffeemacher-Akademie
und James Hoffmann wird das ganze etwas besser erklärt

Eine helle Spezialitätenröstung wie ich sie gerne trinke wird aber nach dieser Methode eher nicht schmecken
 
Eine helle Spezialitätenröstung wie ich sie gerne trinke wird aber nach dieser Methode eher nicht schmecken
Auch eine - gut geröstete - hellere Espressoröstung nicht.

Danke für das Posten des Links zum Originalartikel! Seit fast zwei Wochen bombardieren mich nämlich Freunde und Kunden mit dieser neuen "wissenschaftlichen Erkenntnis".

Dabei ist seit mehr als 10 Jahren bekannt, welch essentiellen Einfluß die Teilchengrößenverteilung der Mühle auf eine gute Espresso-Extraktion hat. Und eine einfache Messung der Extraktionsausbeute - wie man sie seit Jahren von einem professionellen Barista auf täglicher Basis erwarten kann - gibt ziemlich präzisen Aufschluss über den optimalen Mahlgrad (ebenso wie den optimalen Druck und die optimale Temperatur bei der Extraktion).

Die m.M.n. eklatantesten Schwachstellen des Rechenmodells: Es werden die Kaffee-Teilchen als sphärisch angenommen und eine laminare Strömung des Wassers durch das Kaffeebett vorausgesetzt. Beides geht weit an der Realität vorbei.

Auch die Eingangsbemerkung des Artikels, daß Espresso das am kompliziertesten herzustellende Kaffeegetränk ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ein wirlkich guter Brühkaffee ist deutlich schwieriger herzustellen als ein wirklich guter Espresso.
 
Schon ganz hibbelig...

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Servus,
Welchen hast du bestellt? Moba ist jedenfalls eine sehr seriöse Adresse in München. Die haben mir mal trotz Ruhetag Kaffee verkauft.
 
Servus,
Welchen hast du bestellt? Moba ist jedenfalls eine sehr seriöse Adresse in München. Die haben mir mal trotz Ruhetag Kaffee verkauft.
Keinen Kaffee. Neue Mühle. Details heute nachmittag wenn ich sie ausgepackt habe.
 
Da ist das Ding. Wir gewöhnen uns gerade aneinander.
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Im Vergleich zu meiner Graef
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Ich hatte zum ersten Mahlen den billigsten Kaffee genommen den ich finden konnte. Hat perfekt funktioniert, siehe Bild. Danach die Espressobohnen. Katastrophe. Es geht mehr daneben als in den Siebträger. Da werde ich mir was überlegen müssen bzw. mal nachforschen was andere so gemacht haben. Ich werde ja nicht der einzige sein bei dem so viel daneben landet.

Es gibt schon mal einen passenden Trichter für den 3D-Drucker, das wird die erste Maßnahme.

Ansonsten bin ich sehr begeistert von der Mühle. 4-5x mahlen und die Menge passt, ungefähre Abweichung von +-0.2g. Damit kann ich sehr gut leben. Lautstärke wird öfter mal bemängelt, aber da bin ich von meiner Graef nicht verwöhnt. Minimaler Totraum. Einfaches Handling. Wenn ich jetzt noch die Sauerei in den Griff kriege ist alles perfekt.
 
Dass so viel daneben geht scheint wohl größtenteils an den verwendeten Bohnen zu liegen. Das würde sich ja auch mit meiner Beobachtung decken, dass die Kaffeebohnen quasi perfekt im Siebträger gelandet sind und die Espressobohnen nicht.

Es gab den Tipp zu lesen dass man die Bohnen leicht anfeuchten soll... ich probiere erst mal den Trichter aus.

Edith: Bohnen mit feuchten Fingern durchmischen klappt hervorragend. Geht kaum noch was daneben, Trichter ist trotzdem im Druck.
 
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