Ach ja, jetzt kapiere ich es. Man muss die Threads nur mal aufmerksam lesen und auch darauf achten, wer was schreibt ...
Ist auch ziemliches Chaos momentan damit, das ganze in 2 Threads...
Prinzipiell, so handhaben wir das, haben wir das Glutamat in dieser einen Mischung, da Timo das drin haben wollte.
Aber nicht, weil er drauf steht, sondern weil es auch in der "Inspiration" war. (Obwohl ich ihn gewarnt hatte, Diskussionen und so...

)
Standartmäßig haben wir das in unseren Shop Artikeln nirgends, hier reicht die Rohstoffqualität locker für verdammt gute Mischungen aus.
Wenn man sich den Thread hier aber so durchliest, scheinen das ganz viele anders zu sehen und auch die von @DarkRoast verlinkten Artikel sagen da was anderes aus. Viele scheinen Glutamat zu nehmen, wenn es flau und lasch schmeckt, daher sage ich eher, wenns Kacke schmeckt, kommt Glutamat rein. Abe wie du dann sagst, wirklich "schmecken" tut es dann auch nicht, es tut nur so.
Ja sicher.
Das ist aber ziemlich klar.
Ich beachte das alles aus lebensmitteltechnischer Sicht. Emotionslos.
Glutamat hat den Ruf, wer keinen Geschmack hin bekommt der macht das rein... In meinen Augen, und auch technisch, falsch.
Aber ich muss auch sagen, ich finde den Satz "Da blutet mir das Herz" Käse.
Hier schließt sich wieder der Kreis in dem das ganze aufgekommen und übergekocht ist. Der Sternekoch, der ein abgebranntes Restaurant rettet, und den Koch erstmal als Tütensuppen- Glutamat koch hinstellt, der mit natürlichen Zutaten nix geschissen bekommt und deshalb Knorr Brühe benutzt.
Logisch ist das die emotionale Botschaft. Und ja, klar ist das falsch.
Wenn ich essen gehe, dann erwarte ich auch, dass ein Koch mit Herzblut kocht, sich Mühe gibt etc. Ne Buchstabensuppe aus der Tüte, das kann ich in der Mikrowelle auch machen, dafür muss ich nicht in die Wirschaft.
Was mich stört ist die Verallgemeinerung.
Dadurch hat der Stoff eigentlich seinen Ruf weg und jeder denkt, dass er nur zu diesem einen Zweck eingesetzt wird.
Dass man billig Geschmack erzeugen kann, mit minderwertigen Zutaten, mit wenig Aufwand und mit kleinem Geld. Und ja, manche machen das. Und das ist Kacke.
Aber, und das war mein Thermomix vergleich (wenn auch schlecht gewählt

), der Stoff kann noch viel mehr.
Denn er selbst ist nicht schlecht, nur wenn ihn jemand schlecht einsetzt. (Zum beschießen oder was auch immer)
Wollte ich nur kurz klarstellen, nicht das der Eindruck entsteht, ich finde das auch noch gut
Das ein Koch meint, er bekommt die gleichen Geschmackserlebnisse durch seine handwerklichen Fähigkeiten hin, das ist ja sein gutes Recht, und das darf er als Berufsehre natürlich auch nach aussen tragen. Und ja, er kann es. Deshalb hat er es gelernt, verfeinert etc.
Darum sind mir diese Aussagen dieser Köchin zu emotional und befangen. Sie DARF doch daran garnichts gutes finden.
Und man muss daran doch auch nichts gutes finden, wenn man das nicht möchte.
Es kommt schlichtweg drauf an, was man draus macht.
Ich kann einen Geschmack auf eine ganz andere Eben bringen, oder es einfach plump ausnutzen und billigen Mist pimpen.
Ich kann nen Rostfleck auch einfach mit farbe überschmieren, oder mit der gleichen Farbe ein Kustwerk erschaffen. (Also ich jetzt nicht, aber es gibt da welche)
Am Schluss ist es Farbe. Und Glutamat einfach Glutamat.