ich nochmal mit dem "Beefer" aus den Staaten.
Gleicht dieses Gerät nicht unserem heimischen "Beefer"?
http://bbq.about.com/od/gasgrillreviews/gr/aapr070306a.htm
Oder kann mir jmd. den Unterschied erklären, abgesehen vom Preis...?
Abgesehen von der Batterie betriebenden Anzünder ... :S
(wahrscheinlich Cookaner

)
danke
Ok - dann versuche ich mich einmal in einer Antwort:
Der Beefer ist im Grunde nichts anderes als ein Salamander (Kurz gesagt: ein Backofen mit enormer Oberhitze), er unterscheidet sich nur in der Hitzequelle.
Die Anfänge waren eigentlich nichts anderes als heiße Platten, die über die Speisen gehalten wurden und die gespeicherte Wärme abgegeben haben.
Die meisten Salamander werden elektrisch betrieben, sie erzeugen auch Infrarotstrahlung. Nur ist die Hitzeentwicklung nicht so groß, wie bei den Keramikbrennern in den Sizzles oder Beefern.
Für den professionellen Bereich müssen etliche Auflagen bei gasbetriebenen Geräten im Vorfeld erfüllt werden in Hinsicht auf Gaszufuhr und Abluft.
Bei Elektrogeräten entfällt das völlig - daher sind Elektro-Salamander vermehrt im Einsatz - vor Allem, weil sie feiner justierbar sind.
Ein anderer Vorteil der Hitze von oben ist das Nichtentstehen von Flammen durch herabtropfendes Fett und eine durchgehende Bräunung der Oberfläche ohne den Mythos Grillmuster.
Andererseits fehlen die Geschmacksnuancen durch die bei der Verbrennung entstehenden Aromastoffe ( Ich verweise hier gerne auf die sog. Gesundheits- oder Asado-Grills, die ein Teil der Aromen auffangen und ins Fleisch zurück geben).
Man kann mit einem Beefer alles machen wie mit einem Salamander - nur muß man höllisch aufpassen wegen der Hitze.
Grillen, Gratinieren, Überbacken, Warmhalten, Karamellisieren ...
Außerdem hapert es ordentlich am Hebemechanismus - der ist nicht für schnelles hoch und runter gemacht.
Pizza-App haben die Schweizer schon im Programm.
Ich frage mich nur, wie dass mit so kleinen Pizzen etwas bringen soll. Außerdem fehlt mir die Unterhitze (Auch so ein Gerät gibt es schon).
Burger-Rost gibt es auch schon.
Ich bleibe aber bei meinen durchgegarten Burgern mit 75°C KT, wie es die USA und Deutschland vorschreiben. Und ein Burger braucht diese brachiale Hitze auch nicht.
Zum Schluß verweise ich auf die Hot Spot Berechnung von Modernist Cuisine hin: Direkt an der Hitzequelle ist nicht immer optimal. Wer einmal mit einem herkömmlichen Salamander gearbeitet hat, der weiß ein Lied davon zu singen - oben schwarz, innen kalt und/oder roh.
Deshalb funktionieren ja auch einige Nachbauten meines Erachtens besser, weil sie noch den Reflektor verbaut haben und somit zwangsweise einen größeren Abstand zum Grillgut haben.
Es gibt schon viel länger gasbetriebene Geräte dieser Art, der Beefer ist da bei Weitem nicht der erste.
Zum Preis ...
Der Markt, die gesetzlichen Vorgaben, Entwicklungs- und Erstellungskosten beeinflussen den Preis.
Ich habe so ein Gerät wie den Salamangrill schon für € 800,- in den Händen gehabt, als ich auf der Suche für meinen Sizzler war.
Der war doppelt so groß wie der Beefer in der Grillfläche.