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Weißwurst ohne Kutter

@AugustinerMUC Deine Weißwürscht schauen sehr gelungen aus, ich müsste aber noch eine Qualitätskontrolle machen ;-) dazu bitte ein Augustiner Helles :-)

Schönen Sonntag wünscht Dir Silvia
Sehr gerne ein Augustiner. Das geht eh immer. Aber grade zu diesem Anlass würde ich lieber ein Murnauer Karg Weißbier reichen :prost:
 
Offenbar. Zufälligerweise feiert dieser Thread heute auch seinen zweiten Geburtstag, hab ich gerade gesehen. Schönes Ergebnis, mir gefallen die mit so viel Petersilie! Vielleicht mach ich auch bald wieder welche.

Gruß,

Alex

Ja dann Happy Birthday Weißwurst Faden.

Und ich kenne ihn ja auch schon seit dem ersten Tag und wollte es damals schon nachbauen. Noch Mal Danke @Alex W. Und @Zeus. Für dieses Tolle Rezept.
 
Offenbar. Zufälligerweise feiert dieser Thread heute auch seinen zweiten Geburtstag, hab ich gerade gesehen. Schönes Ergebnis, mir gefallen die mit so viel Petersilie! Vielleicht mach ich auch bald wieder welche.

Gruß,

Alex
Ich hab erst. Aber nach der Wurst ist vor der Wurst.... Oder so... 😁 😉
 
Hier hätte mich ein Anschnittbild interessiert. Was hast Du denn als "Häutelwerk" verwendet? Von außen betrachtet scheint mir die Petersilie sehr großzügig bemessen. Ich wohne "fast in München" und habe hier noch nie so stark gesprenkelte Weißwürste gesehen. Aber Hauptsache es schmeckt.;)

So heute die letzten WW gegessen. Und bin immer noch der gleichen Meinung, geschmacklich sind die Top.
Die Konsistenz ist deutlich fester. Ist nicht vergleichbar mit einen WW vom Metzger. Aber das sollte dennoch niemanden hindern das hier mal nachzubauen.

IMG_20210208_120755.jpg
 
Ich möchte mich nächstes Wochenende auch mal an Weißwürscht versuchen.

Hat jemand mittlerweile einen weg gefunden um die Würschtl "zuzelbar" zu bekommen?
Ich hätte den kleinen Plastik "Kutter" von Beetekal denkt ihr damit wirds was?
 
Ich möchte mich nächstes Wochenende auch mal an Weißwürscht versuchen.

Hat jemand mittlerweile einen weg gefunden um die Würschtl "zuzelbar" zu bekommen?
Ich hätte den kleinen Plastik "Kutter" von Beetekal denkt ihr damit wirds was?
Warum nicht…?
 
Ich möchte mich nächstes Wochenende auch mal an Weißwürscht versuchen.

Hat jemand mittlerweile einen weg gefunden um die Würschtl "zuzelbar" zu bekommen?
Ich hätte den kleinen Plastik "Kutter" von Beetekal denkt ihr damit wirds was?
Probiers aus. Erhöhe am besten den Schwartenanteil, so wird es der Metzger wahrscheinlich auch machen. Hat den (für den Metzger positiven) Nebeneffekt dass die Wurst billiger wird ;)
 
Ich denke jedes mal die Kiste fliegt mir gleich um die Ohren und der Leberkäs letztes mal hat auch nicht so toll geklappt, da habe ich die Vermutung, dass es am Kutter liegt... (oder ich brauche vieeeel mehr Übung)

Probiers aus. Erhöhe am besten den Schwartenanteil, so wird es der Metzger wahrscheinlich auch machen. Hat den (für den Metzger positiven) Nebeneffekt dass die Wurst billiger wird ;)
Ich probiers mal mit höherem Schwarten Anteil und melde mich zurück.
 
Ich denke die Schwarte bringt Nicht die gewünschte
Zutselbarkeit.
Fluffigkeit durch Luft im Brät, sollte durch laaaanges Bearbeiten im Kutter kommen, hier ist aber bei uns Leihen das Temperatur Probelm beim Kuttern der größte Feind.
Weitere Möglichkeiten wäre mehr Fett oder Wasseranteil
 
20211201_141055.jpg

Ich habe mich mal nochmal quer durchs Internet und verschiedene Bücher gelesen. Denkt ihr das geht so?

Alternativ habe ich ein Rezept aus dem Buch "Würste, Sülzen und Pasteten" wo 60 % Kalbskopffleisch mit Schwarten, 15 % Schüttung und 15 % Speck aufgeführt werden.
 
meine sind auch auf das Rezept von Zeus aufgebaut

nur bekommt man hier sehr schwer Kalb
und zweitens merken wir den Unterschied nicht beim Essen
haben natürlich beides Probiert.

Aber Teste dich da gerne durch.
Wichtig
Kühl, Kühl, Kühl, Kühl
Eiswasser, Rührschüssel, Brät
so kalt wie geht, damit so lange wie möglich schlagen kannst.
Das das Brät schön wird

Hab auch jetzt erst gesehen, das du alles auf 3kg berechnet hattest
deswegen ist mir das teilweise so viel vorgekommen :D
 
Vielen Dank für die Hilfe.
Werde mich nach dem nächsten wursteln wieder hier melden. :-)

Hallo,

ok es hat nun tatsächlich gute 5 Jahre gedauert, aber das Forum vergisst nicht. :-)

Ich muss sagen, es hat dieses mal tatsächlich besser geklappt.
Zum einen, weil ich nach dem wolfen alles nochmal durch den Thermomix geschickt habe und weil ich nach dem brühen die Würste direkt im Eiswasser abgeschreckt habe.

Sie sind etwas fester, als man es aus der Großproduktion gewohnt ist und evtl. ist es etwas zu viel Macis (2g/kg).

Aus ca. 1,8kg Gesamtmasse habe ich 17 Würste gedreht. Beim nächsten mal werde ich sie etwas kleiner machen.

Und nun hier die Beweisbilder meiner Nachmittagsbeschäftigung:

20250225_191930.jpg
20250225_192742.jpg
20250225_195747.jpg
20250225_195940.jpg
 
Die schauen gut aus!:respekt: Mittlerweile würde ich mich auch ohne Kutter trauen, mehr Schüttung zuzugeben. Hab aber schon lang keine mehr gemacht.

Grüße,

Alex
 
Danke!

Einen Kutter möchte ich mir nicht leisten und ich wüsste auch nicht wohin damit.
Der Thermomix kann auf jeden Fall was, damit macht es wirklich schon Spaß.

Die Menge (max.1,5kg Gesamt) ist absolut OK. (diesmal war es schon sehr grenzwertig mit 1,8 kg, das werde ich nicht mehr machen).

Hier mal mein Rezept:

Kalbfleisch 250,00 g
Schweinebauch 550,00 g
Schwarte 50,00 g
Eis 150,00 g

Gewürze:
je kg

Salz 20,00 g
Pfeffer weiß 4,00 g
Macis 1,50 g
Koriander 1,00 g
Ingwer 1,25 g
Zitronenschale 1,00 g
Petersilie frisch 20,00 g
Zwiebel frisch 25,00 g
Kutterhilfsmittel 5,00 g

Darm (28/30) 1,7 m


Grüße
 
Servus Hobbymetzger,

Heute bin ich endlich dazu gekommen mal wieder Weißwürste selber zu machen. Vor knapp zwei Jahren habe ich das zum ersten Mal versucht. Ich hatte mich damals an die Anleitung aus dem Buch "Würste, Sülzen, Pasteten selbst gemacht" von Bernhard Gahm gehalten. Dort ist eine Methode beschrieben, Brühwurst ohne Kutter herzustellen: Das Fleisch sehr fein Wolfen und dann mit dem Knethaken der Küchenmaschine so lange vermengen bis ein gute Bindung entsteht. Als ich das vor zwei Jahren zum ersten Mal ausprobiert hatte, war die Konsistenz der Wurst zwar super (dafür das kein Kutter verwendet wurde), aber der Geschmack nach dem Rezept aus obigem Buch ließ zu wünschen übrig. Viel zu lasch.. Daraufhin hatte ich es ein paar Wochen später nochmals versucht, dieses Mal bei den Gewürzen an ein Rezept von @Zeus gehalten. Und siehe da: Die Würste waren nahezu perfekt! Und bei Weißwürsten bin ich sehr "hoaglig" :-)

Da in den Originalrezepten meistens Teilstücke verwendet werden, die nicht immer vorrätig sind (Rückenspeck), habe ich etwas gerechnet und das Rezept so umgebaut, dass man mit Schweinebauch und etwas Kalbfleisch auskommt. Überraschenderweise funktioniert das sehr gut, selbst wenn der Bauch recht mager ist!

Jetzt, nach fast zwei Jahren, wollte ich es mal wieder probieren. Da ich Weißwürste nicht einfrieren mag, habe ich nur eine relativ geringe Menge gemacht. Um ehrlich zu sein habe ich als Grundmaterial einfach 4 Kalbsschnitzel und ein Stück Schweinebauch gekauft :D Basis für mein Rezept diente eines von @Zeus : https://www.grillsportverein.de/forum/threads/muenchener-weisswuerste-bei-zeus.126471/

Hier meine Variation:

Grundmasse:

Kalbfleisch: 25%
Schweinebauch: 55%
Eisgekühltes Wasser: 15%
Häutelwerk: 5%

Zutaten je kg:

Salz: 20g
Backpulver aka Kutterhilfsmittel: 1TL

Pfeffer weiß: 4g
Macis: 2g
Koriander: 1g
Ingwer: 0,5g
Zitronenpulver: 1g

Zwiebel (frisch): 20g
Petersilie (frisch): 20g


Um es möglichst einfach zu halten habe ich als "Häutelwerk" die Schwarte vom Schweinebauch entfernt und 20min gekocht, dann durch die feinste Scheibe gewolft. Das restliche Fleisch in der Zwischenzeit klein geschnitten und gewogen, dann in die Gefriertruhe gegeben, so dass es gut durchkühlt. Jetzt konnte ich die Anteile an Wasser/Schwarte sowie die Gewürzmengen berechnen, die Gewürzangaben beziehen sich auf die gesamte Grundmasse (Fleisch+Wasser+Schwarte)!

Nun wurde das gesamte Fleisch mit den Zusatzstoffen/Gewürzen vermengt und mehrfach durch die feinste Scheibe gewolft, dabei die Zwiebel mit durchgedreht. Dann habei ich alles in der Rührschüssel der Küchenmaschine ca. 15min.geknetet, während dieses Vorgangs das (kohlensäurehaltige) Wasser zugegeben. Schließlich noch die gewolfte Schwarte und die kleingeschnittene Petersilie untergemengt.

Dann habe ich die Masse in Schweinedärme Kal. 30/32 gefüllt und ca. 40min bei 75°C gebrüht. Durch die relativ weiten Därme sind die Würste etwas "dicker" geworden als sie normal beim Metzger sind :D, aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Zuzeln kann man diese Weißwurst zwar nicht, aber die Bindung ist wirklich einwandfrei, auch ganz ohne Kutter! Seht selbst:

Die Zutaten:
Anhang anzeigen 1867340

Beim Brühen:
Anhang anzeigen 1867341

Mahlzeit:
Anhang anzeigen 1867342
Anhang anzeigen 1867343
Anhang anzeigen 1867344

Anhang anzeigen 1867345
Gruß,

Alex :-)
Servus Alex, sehen klasse aus ! Möchte diese auch probieren. Wie hast du das mot der Temperatur beim Wolfen gehandhabt oder habe ich das übersehen......
Vielleicht könntest du mir da behilflich sein.
Dankeschön und
Grüße Thomas
 
Servus Alex, sehen klasse aus ! Möchte diese auch probieren. Wie hast du das mot der Temperatur beim Wolfen gehandhabt oder habe ich das übersehen......
Vielleicht könntest du mir da behilflich sein.
Dankeschön und
Grüße Thomas
Servus Thomas,

Wennst das Brät nach dieser Methode machst (ohne Kutter), dann geht's mit der Temperatur nicht so genau. Das Temperaturproblem beim Kuttern besteht in erster Linie darin, dass punktuell an den Kuttermessern durch die Reibung Temperaturspitzen entstehen, die zur Gerinnung eines Teils der Eiweiße führen können. Darunter leidet die Bindung. Wenn man die Masse nur durchknetet, hat man solche extremen Temperaturspitzen nicht. Allerdings wird die Masse ohne Kutter halt auch nicht so perfekt fein wie man es vom Metzger kennt. Gerade bei Weißwürsten finde ich allerdings, dass die Masse gar nicht so fein sein muss, da die typische Konsistenz ja eher weich ist. Letzteres wird auch durch die Schwartenzugabe erzielt.

Beim Wolfen ist das mit der Temperatur sowieso nicht so kritisch, wenn man einen guten Wolf hat. Wichtig ist nur zügiges Arbeiten. Und dass der Wolf gut schneidet. Sicherheitshalber kannst das vorgeschnittene Fleisch vor dem Wolfen für einige Zeit in die Gefriertruhe geben.

Nimm einfach eisgekühltes Wasser als Schüttung beim durchkneten der Masse, das reicht bei dieser Methode völlig aus.

Gruß,

Alex
 
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