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Wie baut ihr eure Döner?

Hast du ein gutes Rezept für Lavash?
Ich habe schnell mit meiner Freundin Semra telefoniert (eine exzellente, türkische Köchin) und sie sagt, dass es vor allem zwei Philosophien gibt: die puristische Variante (Mehl, Wasser, Salz, die habe ich immer gemacht) und die „seidene“ Variante), die durch Milch (manchmal Joghurt) besonders weich bleibt (klingt für mich leckerer, weil Risiko bei Lavash ist trocken und nicht luftig)

Also:
Sie empfiehlt mir das Rezept für extra weiches Lavash:

Die Zutaten

  • 500 g Weizenmehl (in der Türkei meist Type 550 für mehr Elastizität)
  • 1 Glas (200 ml) lauwarme Milch (s.o.)
  • ½ Glas (100 ml) lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker (zur Aktivierung der Hefe)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (für die „Ballon-Optik“) (sie nimmt immer Trocken-Hefe, k.A. warum)
​


Zubereitung nach Semras Art:
  1. Hefemischung: Milch, Wasser, Zucker und Hefe in einer Schüssel mischen und etwa 5 Minuten ruhen lassen, bis es leicht schäumt.
  2. Teig kneten: Das Mehl nach und nach hinzufügen, das Salz und Öl dazugeben. Der Teig muss intensiv geknetet werden (ca. 8–10 Minuten), bis er die Konsistenz eines Ohrläppchens hat (da musste ich lachen, aber das ist wohl der türkische Begriff)
  3. Gärzeit: Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für mindestens(!) 45–60 Minuten gehen lassen.
  4. Formen: Den Teig in ca. 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln rollen. Diese auf einer bemehlten Fläche nochmals 10 Minuten ruhen lassen (wichtig für die Dehnbarkeit).
  5. Ausrollen: Jede Kugel mit einem dünnen Rollstab (den ich dir leihen könnte) oder Nudelholz (geht genauso gut) kreisrund und sehr dünn ausrollen.
  6. Backen ohne Fett: Mehl unbedingt abklopfen. Eine Pfanne mittel-heiß bis heiß werden lassen. Den Fladen hineinlegen. Sobald sich große Blasen bilden (nach ca. 30–40 Sekunden), wenden. Die zweite Seite nur kurz backen, damit das Brot nicht austrocknet. (Keine Ahnung, warum sie beschichtete Pfanne sagt, ich würde meine eingebrannte und gut benutzte Kohlenstahl-Pfanne nehmen)
Der Dampf-Trick: Türkische Köche sollen die fertigen Lavash-Brote sofort nach dem Backen übereinander in ein sauberes Baumwolltuch legen und decken sie komplett ab. Die Restfeuchtigkeit (der eigene Dampf) macht sie dann richtig biegsam. Vielleicht geht auch feuchtes Küchenkrepp…
Zur späteren Verwendung: Angeblich geht einsprühen mit wenig Wasser, kurz in die Pfanne um es zu reaktivieren

Was aber unbedingt fehlt:
Ein Tandir
(die türkische Variante des Tandoor Ofens wo die Lavash mit der stoffbespannten Hilfskelle innen an die Wand geklatscht werden). Aber bestimmt hat irgendein Forumsjünger einen solchen Ofen zu Hause. Vielleicht sollten wir den mal fragen -))
 
Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, aber immer häufiger beobachten muss, ist der verschwenderische Einsatz von Currysauce auf dem Döner.
Die hat in meinen Augen nun wirklich überhaupt nichts auf einem Döner zu suchen!

Sorry, meine Antwort entspricht nicht ganz der Frage, musste ich aber mal loswerden. :cool:
 
Döner mache ich nie selber, daher lasse ich den bauen und das auch nur ganz, ganz selten, weil ich es eigentlich gar nicht so sehr mag.
Wenn aber, dann möchte ich idealerweise nur Knobisoße oder was ähnliches, Fleisch, etwas Weißkrautsalat und etwas Zwiebeln, bloß nicht zu viel davon, und das ganze dann auch gerne etwas scharf. Vielleicht noch etwas Schafskäse, muss aber nicht.
Über Gyrosfleisch, die Zubereitung, die Würzung findet man jede Menge.
[...]
Aber wie motiert ihr die Döner?
Gyrosfleisch hat aber nichts mit Döner zu tun.
 
@cubazig
Alles gut. Ich hatte nach Meinungen gefragt.

@Philly247
Ich esse zwar gern Döner, aber kenn mich damit nicht aus.
Bisher hab ich das Rezept von @GyroKeg nachgebaut und bin da ganz gut mit gefahren. Gab es dann als Gyrosteller.
Jetzt will ich es mal im Brot probieren.
 
@cubazig
Alles gut. Ich hatte nach Meinungen gefragt.
Du solltest Cubazig keinesfalls persönlich nehmen. Er hat doch nur - wie alle anderen - auf die grundsätzliche Frage :"Wie baut ihr Euren Döner?" geantwortet.
Seine Antwort: Keine Currysauce
Meine Antwort: eigentlich nix ausser mit Sumach-Zwiebeln

Mögen noch viele Antworten zur Döner-Architektur folgen :::Sabber:!:
 
Ich hab mich jetzt durch die Link s gearbeitet. Der Gyros-Schichtbratendöner und der Hähnchen-Döner sind schon recht überzeugend.
Wieviel Fleisch sollte ich pro Esser einplanen?
 
Ohje, da fragst du etwas. Ich mache das immer nur so Pi mal Daumen. Und wenn etwas übrig bleibt, freue ich mich auf die nächste Mahlzeit...

Viele Grüße aus Hannover,

Micha
 
Meine Füllreihenfolge im Fladenbrot von zuunterst nach oben:

etwas Knoblauch/Yoghurt Sauce
Fleisch, Pul Biber drauf
Zwiebeln, Sumac drauf
Rotkrautstreifen
kleine Tomatenstückchen
Fleisch, Pul Biber drauf
etwas Knoblauch/Yoghurt Sauce oder je nach Lust etwas schärferes
 
Ich habe schnell mit meiner Freundin Semra telefoniert (eine exzellente, türkische Köchin) und sie sagt, dass es vor allem zwei Philosophien gibt: die puristische Variante (Mehl, Wasser, Salz, die habe ich immer gemacht) und die „seidene“ Variante), die durch Milch (manchmal Joghurt) besonders weich bleibt (klingt für mich leckerer, weil Risiko bei Lavash ist trocken und nicht luftig)

Also:
Sie empfiehlt mir das Rezept für extra weiches Lavash:

Die Zutaten

  • 500 g Weizenmehl (in der Türkei meist Type 550 für mehr Elastizität)
  • 1 Glas (200 ml) lauwarme Milch (s.o.)
  • ½ Glas (100 ml) lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker (zur Aktivierung der Hefe)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (für die „Ballon-Optik“) (sie nimmt immer Trocken-Hefe, k.A. warum)
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Zubereitung nach Semras Art:
  1. Hefemischung: Milch, Wasser, Zucker und Hefe in einer Schüssel mischen und etwa 5 Minuten ruhen lassen, bis es leicht schäumt.
  2. Teig kneten: Das Mehl nach und nach hinzufügen, das Salz und Öl dazugeben. Der Teig muss intensiv geknetet werden (ca. 8–10 Minuten), bis er die Konsistenz eines Ohrläppchens hat (da musste ich lachen, aber das ist wohl der türkische Begriff)
  3. Gärzeit: Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für mindestens(!) 45–60 Minuten gehen lassen.
  4. Formen: Den Teig in ca. 12 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln rollen. Diese auf einer bemehlten Fläche nochmals 10 Minuten ruhen lassen (wichtig für die Dehnbarkeit).
  5. Ausrollen: Jede Kugel mit einem dünnen Rollstab (den ich dir leihen könnte) oder Nudelholz (geht genauso gut) kreisrund und sehr dünn ausrollen.
  6. Backen ohne Fett: Mehl unbedingt abklopfen. Eine Pfanne mittel-heiß bis heiß werden lassen. Den Fladen hineinlegen. Sobald sich große Blasen bilden (nach ca. 30–40 Sekunden), wenden. Die zweite Seite nur kurz backen, damit das Brot nicht austrocknet. (Keine Ahnung, warum sie beschichtete Pfanne sagt, ich würde meine eingebrannte und gut benutzte Kohlenstahl-Pfanne nehmen)
Der Dampf-Trick: Türkische Köche sollen die fertigen Lavash-Brote sofort nach dem Backen übereinander in ein sauberes Baumwolltuch legen und decken sie komplett ab. Die Restfeuchtigkeit (der eigene Dampf) macht sie dann richtig biegsam. Vielleicht geht auch feuchtes Küchenkrepp…
Zur späteren Verwendung: Angeblich geht einsprühen mit wenig Wasser, kurz in die Pfanne um es zu reaktivieren

Was aber unbedingt fehlt:
Ein Tandir
(die türkische Variante des Tandoor Ofens wo die Lavash mit der stoffbespannten Hilfskelle innen an die Wand geklatscht werden). Aber bestimmt hat irgendein Forumsjünger einen solchen Ofen zu Hause. Vielleicht sollten wir den mal fragen -))

Danke, vorallem für die grosse Mühe, die du dir hier gemacht hast.
Und natürlich gibt es hier jemanden, der einen tandoor hat🙂
Weiss aber nur, dass er gerne gefärbtes Wasser trinkt🙂

Also, danke dir👍
 
Ich hab versucht, eure Tipps umzusetzen. Lavash versuche ich später mal. Muss ich erstmal für mich üben.
Das Fladenbrot vom Edeka meines Vertraues ist nach dem aufknuspern auch sehr lecker.
Also mal 4 Kilo Fleisch nach dem Rezept von @GyroKeg angesetzt und am Samstag auf Türmchen gespießt.
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Dann verschiedene Beilagen, wie Salat, Gurken, Paprika, Tomaten, Zwiebel, Rot- und Spitzkohl sowie Tsatziki und Rote Spezialsoße nach @Medicus13 vorbereitet. So konnte sich jeder seinen Wunschdöner basteln.
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Türmchen grillen, nach und nach abschälen und Brot aufrösten.
Die Simogas ist dabei selbst auf niedrigster Stufe ziemlich garstig.
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Wichtig war, dass es allen geschmeckt hat und ich hab noch Ideen für's nächste Mal
 
Schweinekamm
Ist zwar nicht Orginal, finde ich aber am besten (saftigsten).
 
Rindernacken hat m.E. eine perfektes Fett, Fleisch, Preis-Verhältnis.

Und jetzt ein alter Türken-Trick:
Rindernierenfett (auch sog. Feinstfett oder Suet). Dünn geschnitten oder geschmiert (je nachdem, was Du bekommst) zwischen die Fleischscheiben.
Es hat einen hohen Rauch-/Schmelzpunkt, schmilzt langsam und hält das Fleisch extrem saftig.
Je nach Fettgehalt des Fleisches nimmst du einfach etwas mehr oder weniger Fett.
Und vor allem gibt es dem Döner einen seidigen Glanz. Ich denke jeder Döner wird damit besser.

Wer erstmal mit Rindernierenfett gearbeitet hat, der findet in der Küche viele, viele Einsatzpunkte: In der Wurst, zum Braten, in Suppen.
Ich hatte zuletzt Bio-Fett von Josefs Bio
 
Heute gab's Döner:
Bei mir nur Kraut (fertig), Zwiebeln (mit Sumach und Petersilie), Kombicreme.
Aus Beilage gegrillte Paprika (scharf + mild) und gegrillte Tomaten.

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