Servus,Servus,
für die Freunde der Pizza und PizzApp+, es gibt wieder ein neues Update, zumindest wurde mir gestern eines für iOS angezeigt. Neu ist, dass nun die Berechnung für Biga-Teige mit dabei sind. Mit einem Schieberegler kann man den Bigaanteil bis 100% hochregeln.
Damit es hier nicht gleich jemand explodierende Teigschüsseln um die Ohren fliegen: Wer damit Experimentiert: Der Hefeanteil scheint fest auf 1% genagelt zu sein (ja richtig gelesen, das sind 10g auf 1kg Mehl!) , die Temperatur - und Zeiteinstellungen haben null Auswirkung.
Eine ungefähre Herangehensweise wäre, den Biga bei ca 16-18° 12-18 Stunden reifen zu lassen. Dabei wird Wasser, Hefe und Mehl nur zu Bröseln verknetet. Erst dann geht es an den Hauptteig, der eben bis zu 100% aus Biga bestehen kann. Schluckweise wird hier das Wasser zugegeben, erst zum Schluß das Salz. Arbeitet man mit einem kleinen Anteil Biga, hilft es die Brösel im Restwasser anzulösen und dann im Hauptteig mit einzukneten. Es ist dann eine kalte Gare bei 5° zu empfehlen, denn mit den hohen Hefemengen rennt einem der Teig ziemlich schnell davon. Bei anteiligen Bigavorteig muss man sich für optimale Ergebnisse wohl herantasten.
Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von dem hohen Hefeanteil halten soll. Tatsächlich fermentiert der Biga auch mit wesentlich weniger Hefe. In meinen früheren Biga-Versuchen habe ich mit viel weniger Hefe gearbeitet, ein Versuch mit 1% und 100% Biga sind mir mal ziemlich daneben gegangen.
Ach ja: Für 100% Biga braucht es einen leistungsstarken Spiralkneter, mit Küchenmaschinen wird das ziemlich anstrengend werden.
Biga gibt's auch schon für Android in der App. Ich kann damit rel. wenig anfangen. Wie du schon geschrieben hast, ist der Hefeanteil auf 1% fixiert. Das gleiche gilt auch für den Wasseranteil von ca. 45% unabhängig von Zeit und Temperatur. Für mich fehlt die Vorgabe der Reifezeit des Bigas in Abhängigkeit von den genannten Parametern. Der hohe Hefeanteil macht für mich überhaupt keinen Sinn. Ohne Kühlschrank wird man bei der Menge nicht drum rumkommen. Ich berechne die Hefemenge beim Biga in Bezug auf die Gesamtmehlmenge und Reifezeit des Hauptteiges. Das hat bisher immer gut funktionert.