Hier mal ein paar Worte zur Funktion des Pitmasters. Die Anschlusskonfiguration der Aktoren findet ihr im 1.Post des Hardware-Threads.
Damit ihr im Pitmaster einen Lüfter benutzen könnt, müsst ihr als erstes mal sicherstellen, dass eure Firmware mindestens v0.6.6 ist. Neuer ist natürlich besser, also falls ein Update angeboten wird (ein gelbes Ausrufezeichen rechts oben im Webinterface) dann erst mal dieses durchführen.
Der Pitmaster der Nano kennt vier Betriebsmodi:
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off: sollte klar sein. Der Pitmasterausgang wird auf GND gelegt, angeschlossene Aktoren werden abgeschaltet. Ein gestarteter Autotune wird abgebrochen.
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manual: entspricht einer klassischen Steuerung. Bei eingestelltem Profil kann der Pitmasterausgang direkt mit einem Steuersignal (Pitmaster-Wert) zwischen 0 - 100% angesprochen werden. Die Einstellung wird aktiv nachdem "Speichern" gedrückt wurde. Auf dem OLED sollte ein "M" erscheinen, was den Betrieb des Pitmasters im Modus "manual" anzeigt, zusätzlich wird der eingegebene Pitmaster-Wert angezeigt. Das Profil, welches über das Stift-Icon bearbeitet werden kann, beinhalten die Art des Aktors (SSR oder FAN) und DutyCycle-Grenzwerte. Die Nano gibt standardmäßig 3 Profile vor (auswählbar über das Dropdown-Menü), welche aber überschrieben und abgeändert werden können. Wichtig ist, das der richtige Aktor ausgewählt ist, ansonsten kann dieser nicht richtig angesteuert werden. Mit den DC-Werten könnt ihr den Spannungsbereich am Pitmaster-Ausgang eingrenzen. Die meisten dürften das von der Mini kennen. Tragt ihr bei DCmin einen Wert größer 0 ein, so entspricht der Pitmaster-Wert 0% nicht mehr 0V am Ausgang, sondern > 0V. Gleiches gilt für DCmax, damit senkt ihr die Maximalspannung. Die meisten Lüfter laufen mit DCmin = 25% und DCmax = 100% in einem ordenlichen Betrieb. Falls ihr für euren Lüfter schon einen Wert bestimmt habt, könnt ihr den dort eintragen. Die beiden Icons in den DC-Feldern lassen den Pitmasterausgang für 10 sec mit dem eingebenen Wert laufen, so kann man die Grenzen austesten, falls nicht bekannt. Um die Änderungen am Profil zu speichern, müsst ihr "Speichern" drücken, ihr gelangt dann zurück auf die Pitmaster-Seite. Verlasst ihr die Seite mit dem "Back"-Button, so wird nicht gespeichert. Gestarte wird der Pitmaster erst, wenn auch die Pitmaster-Seite gespeichert wurde. Bei "Back" wird die Änderung verworfen. Hinweis: eine Änderung des Profil-Names wird auch beim Speichern nicht direkt auf der Pitmaster-Seite angezeigt, also nicht wundern. Erst beim nächsten Aufruf der Seite wird der geänderte Name sichtbar.
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auto: entspricht einer klassischen Regelung: Hier wird kein Steuersignal sondern eine Solltemperatur und ein Kanal vorgegeben; anhand der PID-Werte berechnet die Nano das Steuersignal selbsständig. Nach dem Start erscheint im OLED ein P, außerdem werden Solltemperatur und Pitmaster-Wert angezeigt. Wie ihr sehen könnt, werden nun im Profil auch die zum Profil gehörenden PID-Werte angezeigt. Die K-Werte im Standardprofil "TITAN 50x50" entsprechen den Pitmaster-Empfehlungen der Mini (Achtung: nicht die hier im Bild). Die Funktion der K-Werte ist identisch zu denen der Mini. Falls euch PID-Werte zu eurem System schon bekannt sind, können diese in eins der drei Profile eingetragen und gespeichert werden. Sind die PID-Werte nicht bekannt, würde ich erstmal die Standardeinstellung verwenden, oder die Werte über den Autotune-Prozess berechnen lassen.
Der Modus "auto" ist der einzige der aktiven Pitmaster-Modi welcher über einen Neustart der Nano gehalten wird. Sollte die Nano also während der Regelung neustarten, so sollte sie nach dem Neustart die Regelung fortführen.
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autotune: Die bisherigen Funktion sollten Mini-Besitzern bekannt sein. Nun zum Neuen. Die Nano kann sich die K-Werte eines Systems auch selbstständig berechnen. Allerdings muss das System dafür vorbereitet sein. Zum einen sollten die DC-Werte des Lüfters bekannt und im Profil eingestellt sein. PID-Werte werden im Profil hier nicht angezeigt, die werden ja erst berechnet. Als Solltemperatur sollte eine Temperatur gewählt werden, die recht mittig im späteren Betriebstemperaturbereich liegt, also in den meisten Fällen wohl was zwischen 110 °C und 130 °C. Natürlich kann auch eine andere Temperatur ausgewählt werden, die berechneten K-Werte passen aber am besten für die gewählte Temperatur. Des Weiteren sollte das Sportgerät bereits gezündet worden sein, es muss aber noch nicht auf Solltemperatur sein. Die Glut sollte aber soweit ausgebildet sein, dass sie einen Eingriff des Lüfters auch aushält. Ist soweit alles vorbereitet kann der Autotune-Prozess gestartet werden. Je nach System kann der ein paar Minuten oder aber auch Stunden dauern. Der Start des Autotune wird auf dem OLED mit einen Hinweis dokumentiert. Ist dieser bestätigt wird zusätzlich zum Temperaturwert ein "A" angezeigt. Anhand der Numer (0-5) dahinter, kann man sehen, in welchem Zyklus sich der Autotune befindet. Der Autotune führt 5 Zyklen durch. Beim ersten Zyklus (0) wird versucht von der aktuellen Temperatur (meist Umgebungstemperatur beim Start des Sportgeräts) die Solltemperatur so schnell wie möglich zu erreichen. Aus diesem Zyklus werden später die K_a-Werte berechnet. Ist die Solltemperatur überschritten, führt der Autotune-Prozess vier weitere Zyklen (1-5) um die Solltemperatur aus, dabei werden die K-Werte stetig verbessert. Ist der Autotune beendet, erscheint wieder ein Hinweis auf dem OLED und die berechneten K-Werte werden ins Profil gespeichert. Ansehen kann man sie sich, wenn man den Modus "auto" auswählt und sich das gewählte Profil ansieht. Sollte warum auch immer die Solltemperatur innerhalb von 1h nicht erreicht werden können, so bricht der Autotune-Prozess ab (Hinweis im OLED, es wird nicht gepeichert). Auch bei Überschreiten der Solltemperatur um 40°C wird abgebrochen oder wenn kein Fühler am ausgewählten Kanal angesteckt ist. Ansonsten kann man auch manuell abbrechen, indem ein anderer Modi ausgewählt und gespeichert wird. HINWEIS: Die berechneten Werte sollten immer kritisch hinterfragt werden, der Autotune reagiert auf alle Störungen während des Prozesses, sodass natürlich auch Fehlberechnungen möglich sind.