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Mein erster Backversuch...überhaupt

nollipa

Pizzaforscher
5+ Jahre im GSV
Servus,

der Backstahl hat nur im "normalen" heimischen Backofen Sinn. Er nimmt viel Hitze auf und kann diese sehr schnell abgeben. Damit speichert man sich ein bisschen Wärmeenergie als "Booster" und verkürzt damit die Backzeiten. Das tut man, um näher an die Backzeiten einer Napolitana heranzukommen. Dass das klappt, weiß ich aus eigener Erfahrung, schließlich hat der Backstahl meine Pizzakarriere enorm beschleunigt, was dann im Kauf diverser Pizzaöfen geendet hat.

Ein bisschen habt ihr natürlich beide recht. Es gibt eigentlich keinen "Stahlpizzaofen", denn bei hohen Temperaturen ist die Stahlplatte dann wieder kontraprodukiv. Hier kommt nun wieder der Stein ins Spiel. Fast alle Pizzaöfen nutzen - zumindest am Boden - Schamotte. Auch hier spielt die Wärmespeicherung wieder eine Rolle. Allerdings - jetzt sind wir wieder bei der Napolitana - ist nun der Stein bei sehr hohen Temperaturen auch wieder kontraproduktiv. Bei über 350° verbrennt der Boden recht schnell. Will man aber sehr kurze Backzeiten, muss der Stein eher bei über 400° liegen. Nun kommt der nächste Stein ins Spiel: der viel besagte "Biscotto". Der Stein ist wirklich so bröselig wie ein Keks, speichert zwar auch viel Wärme, gibt diese aber langsamer ab. Also kann ich meine Pizza bei annhähernd 500° backen, ohne dass ich Gefahr laufe, dass mir irgendwas verbrennt.

Was aber tatsächlich so ist: Auf der Stahlplatte "schwitzt" die Pizza etwas. Das ist auf Stein definitiv nicht der Fall.

Auf alle Fälle ist das Ansinnen, eine Stahlplatte im Grill zu nutzen eine schlechte Idee. Diese würde sich viel zu stark aufheizen (Hitze kommt von unten), was dann definitiv zu verbrannten Pizzaböden führen wird.

So, jetzt seid lieb zueinander, das ist gerade sehr kindisch...

Stein - Stahlplatte - Biscotto: Das hat viel mit dem Equipment und dem angestrebten Pizzastyle zu tun. Der ein oder andere hier hat schon hunderte Euros ausgegeben und bemängelt dann, dass die Pizza nicht kross ist. Tja, so kann es einem auch gehen, wenn man gleich mit der Bazooka auf die Spatzen schießt.
 

Katzenbuckel

Ginpapst
10+ Jahre im GSV
Оk, hab mir mal deinen Thread angeguckt, hab keine Fragen mehr. Schau dir mal den Boden an, was fällt auf?
Anhang anzeigen 2385092

Dann zitiere ich noch den nollipa:
Du sollst nicht irgendwelche Zitate ohne jegwelchen Zusammenhang posten.

Schau mal in den Beitrag #17(letztes Bild), Alex. Die Krume dort ist ziemlich perfekt...

Daß man mit einem normalen Mehl die Gare nicht beliebig ausdehnen kann, ohne große Blasen und Spiderweb zu produzieren, ist eh klar.

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Willst mir nun sagen, dass ein dunkler und fast schwarzer Boden perfekt ist?

Du bist noch ein paar Erklärungen zum Backstahl schuldig, wieso denn dieser überhaupt nicht für für Pizza geeignet sein soll und wieviel Pizzen Du bereits auf einem Backstahl gebacken hast, um dies beurteilen zu können. Wie ist es denn nun mit der Wärmeleitfähigkeit und spezifischen Wärmekapazität im Vergleich Backstahl und Backstein?
 

RealD

Grillkönig
Uffff....
Riecht hier ein wenig nach Hot-Dog, also will auch noch meinen Senf dazugeben :-)

Hört auf euch zu streiten, Pizza schmeckt!
Eine gute Pizza noch besser!

Solange sie schmeckt wäre es mir egal ob Stahl, Stein oder auf heißem Wüstenboden gebacken.



PS: In der Zeit in der ihr euch hier streitet hätten schon 8 Teige angesetzt werden können, 145 S+F durchgeführt und 37 Pizzen gegessen sein können 😏
 

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KEGgstremist & Pizza-Prediger & Radler-Sommelier
Wow
Hier ging es ja ab :o


Das würde ich auf keinen Fall machen. Wenn Stahl oder Eisen so toll wären zum Pizzabacken, hätten alle sie in den Öfen, oder?
Es geht die ganze Zeit um Stahl im normalen Backofen
Bin mir nur nicht sicher, ob das dann nicht schon in Richtung American-Style geht
Nearlypolitan Style mit etwas Crunch weil die Backzeit etwas länger ist als im richtigen Pizzaofen .
aber wenn ein Stahlblech das noch besser hinbekommt, dann probiere ich das gerne aus.
du wirst es nicht bereuen. Auch da gilt es zu üben und das Timing muss stimmen
ich habe noch keinen Pizzaofen mit nem Stahlboden gesehen. Zufall?
Du hast dich da leider auf etwas versteift das es so nicht gibt.
Оk, hab mir mal deinen Thread angeguckt, hab keine Fragen mehr.
Welchen Thread?

@BeiGruenBremser und @Xisler bitte mal komplett durchsehen, lesen und verinnerlichen
Evtl wird danach klar was @Katzenbuckel meint. Er meint es echt gut. Wenn man Tipps bekommt sind diese hier im Forum gut gemeint.

thread vom Sebastian @basileaf
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/pizza-napolitana-im-konventionellen-backofen.318038/

hier meiner mit Lernkurve
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/pizzatag.321525/

Und noch einer
https://www.grillsportverein.de/for...zen-fuer-die-kolleginnen-und-kollegen.333194/

Danach bitte weiter diskutieren 😉
 

nollipa

Pizzaforscher
5+ Jahre im GSV
@BeiGruenBremser : Ich hab mir mal die Mühe gemacht, deinen Eröffnungpost zu lesen. Bisserl viel Text. Meine Empfehlung an dich wäre, dass du ziemlich viel von dem was du geschrieben hast wieder vergisst und dich mal ein wenig durch das Unterforum Pizza arbeitest. Du wirst schnell feststellen, dass es z.B. nicht notwendig ist, die Hefe mit warmen Wasser zu aktivieren. Jedenfalls recht amüsant zu lesen und fürs erste Mal auch ganz passabel. Mit der Zeit wird das schon.

Wegen der ganzen Backstahlgeschichte: Darauf kann man sich immer noch konzentrieren. Für den Anfang einfach mit dem Stein weiter arbeiten. Die Ansprüche kommen dann ganz von alleine.
 

DarkRoast

...
5+ Jahre im GSV
Willst mir nun sagen, dass ein dunkler und fast schwarzer Boden perfekt ist?

Du bist noch ein paar Erklärungen zum Backstahl schuldig, wieso denn dieser überhaupt nicht für für Pizza geeignet sein soll und wieviel Pizzen Du bereits auf einem Backstahl gebacken hast, um dies beurteilen zu können. Wie ist es denn nun mit der Wärmeleitfähigkeit und spezifischen Wärmekapazität im Vergleich Backstahl und Backstein?
Ich???
 
OP
OP
B

BeiGruenBremser

Militanter Veganer
Gestern habe ich wieder einen Teig vorbereitet. Vorher hatte ich mir hier im Forum ein paar Themen dazu durchgeschaut und beschlossen, dass ich meine Wunschmenge über die PizzApp berechnen lasse. Die App hat folgende Werte ausgespuckt:

847 g Mehl
508 g Wasser
25 g Salz
0,87 g Hefe

Bis auf die Hefe habe ich auch alle Vorgaben exakt erfüllt. Bei der Hefe habe ich lediglich 0,88 g hinbekommen. Im Nachhinein hätte ich da lieber weniger genommen. Aber das erschien mir schon so wenig im Vergleich zu den Teigen, die ich vorher gemacht habe. Jedenfalls sollte der Teig 24 h bei 19°C gehen. Und da lag schon mein erster Fehler.

Aber alles der Reihe nach. Erst kommt noch eine kurze Hasstirade über den Knethaken der Kitchenaid. Die Hefe habe ich vorab in etwas Wasser aufgelöst. Das Mehl und Salz habe ich in der Rührschüssel kurz vermengt und anschließend das gesamte Wasser hinzugegeben. Dann sollte die Kitchenaid eigentlich alles erledigen. Nach ca. 5 Minuten hing der gesamte Teig am Knethaken und wanderte immer weiter nach oben, hat den Aufsatz von der Rührschüssel weggeschleudert und sich weiter nach oben gearbeitet.Ich habe den Teig dann von Hand wieder nach unten in die Schüssel befördert und es nochmal versuch. Keine 30 Sekunden später war der Teig wieder hochgeklettert und die Knetwirkung nicht mehr vorhanden. Ich hatte Puls und musste mich abreagieren. Also habe ich den Teig 20 Minuten von Hand geknetet und über die Kitchenaid geflucht. Der Teig war anschließend noch minimal klebrig, ist aber nicht mehr an der Arbeitsfläche hängen geblieben. Also habe ich ihn in eine Kugel geformt und in eine Schüssel mit Deckel gegeben. Das war gegen 18 Uhr. Also von 18 Uhr an sollten die 24 Stunden zählen.

Aber nun zu meinem Fehler. Gegen 23 Uhr war der Teig schon sichtbar aufgegangen und ich war froh, dass die Hefe "funktioniert". Gegen 1 Uhr wollte ich dann schlafen gehen und habe mir den Teig nochmal angeschaut. Dieser hatte schon ordentlich an Volumen zugelegt und ich war mir unsicher, ob die Schüssel für 24 h Gehzeit ausreichend Platz bietet. Ich habe also die App gestartet und geschaut, ob ich dort einen Fehler gemacht habe. Und dann habe ich die Temperatur entdeckt... In unserer Wohnung peilen die Thermometer 20,5°C an. Tatsächlich schießen sie aber oft über ihr Ziel hinaus und es sind eher 21,5°C. Also war die Umgebungstemperatur schon zu hoch. Ich habe dann für die Nacht alle Heizungen deaktiviert und kurz gelüftet. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Raumtemperatur dann auf gut 18°C abfällt. Vorsichtshalber habe ich mir aber auch den Wecker auf 8 Uhr gestellt.

Gegen 8 Uhr habe ich dann wieder den Teig kontrolliert und dieser hatte mittlerweile den Deckel erreicht. In der App habe ich die Temperatur mal auf 21,5°C gestellt und dann die Gehzeit so lange runtergedreht, bis ungefähr die gleiche Hefemenge angezeigt wurde. Theoretisch müsste das ja für meinen Teig gelten. Und da lande ich in etwa bei 17 bis 18 h. Das ist leider zu früh und daher habe ich den Teig jetzt deutlich kühler gestellt und hoffe, dass ich die Zeit noch ein bisschen strecken kann. Ich würde um 11 Uhr mit der Stückgare beginnen und gegen 15 Uhr mit dem Backen anfangen wollen. Ich hoffe, dass das hinhaut und ich nicht alles nur noch schlimmer mache.
 

Nixblicker

Grillkaiser
Hast du keinen Keller oder anderen kühleren Ort ?
Draußen Balkon oder Terasse ?
Kann man nicht die Stockgare erst dort erledigen um dann die Stückgare bei Raumtemperatur zu machen ? Ich finde deine Ambitionen echt toll und beachtenswert aber irgendwie gehst du das noch sehr kompliziert an. Ich denke auch mal die 0,01 g Hefe ändern da nicht viel.
Aber lass dich nicht entmutigen, das sind alles Erfahrungswerte und keine Wissenschaft mit exakter Anleitung. Ich habe da auch noch keine wirkliche Ahnung und probiere noch rum.
Mach mal weiter aber immer entspannt bleiben. 😃👍🏻
Das wird schon.
 

Stephan_NRW

Veganer
Solange das alles Spass macht ist doch alles ok :pfeif:
Ich halte mich an diese Anleitung hier: https://www.grillsportverein.de/for...aber-perfekter-pizzateig.306683/#post-3676471
und mache meinen Teig wie im 2. Posting beschrieben. Teiberechnung nach der Pizza App, 1 Stunde "anspringen" lassen, so dass es bisschen geht, dabei 2-3 mal S+F, danach über Nacht in den Kühlschran, bei 6°C, am morgen hole ich den dann raus, dann Teile und Schleife ich die einzelnen Ballen und die gehen dann bei 16-18°C in den Keller. Nachmittags kommt die Box mindestens 3 Stunden bei 21-22°C in die Küche.
Komme mit dieser Vorgehensweise gut klar.

Stephan
 
OP
OP
B

BeiGruenBremser

Militanter Veganer
Na dann freut sich ja die Frau wenn man die ganze Wohnung kaltstellt nur damit der Pizzateig nicht zu schnell aufgeht. 🙈
Meine Frau mag es zum Glück, wenn die Wohnung mal etwas kälter ist. Die Thermostate arbeiten sehr träge und die Heizung arbeitet mit 75°C heißem Wasser. Wenn die einmal aufgeheizt ist, dann schalten die Thermostate zwar wieder ab, aber die Heizkörper geben dann weiter gut Wärme ab und es herrschen schnell tropische Bedingungen.

Ich halte mich an diese Anleitung hier: https://www.grillsportverein.de/for...aber-perfekter-pizzateig.306683/#post-3676471
und mache meinen Teig wie im 2. Posting beschrieben.
Das hatte ich mir gestern auch angeschaut, wollte die Arbeit aber eigentlich komplett der Küchenmaschine überlassen. Beim nächsten Versuch werde ich das aber sicher auch mal so machen, wie es dort beschrieben steht. Die Küchenmaschine werde ich da sicher nicht mehr benutzen. Mit dem Reinigen hat die mich eher noch mehr Zeit gekostet.

Aktueller Stand: Hab den Teig mittlerweile aus seiner Schüssel befreit und in die Stückgare überführt. Teilweise hat der Teig noch gut an der Schüssel und meinen Händen geklebt. Ich weiß nicht, ob das normal ist, oder ob ich irgendwas falsch mache. In den Videos sieht das immer so "sauber" aus. Diesmal sind es 6 Teigballen zu jeweils ca. 230 g geworden. Der Plan ist, dass ich zwei Stück davon mal einfriere und mir anschaue, wie man damit arbeiten kann. Dann könnte ich auch in der Woche mal eben Pizza machen und muss nicht erst einen Tag vorher den Teig vorbereiten. Rückblickend hätte ich das wohl lieber machen sollen, wenn ich schon etwas geübter bin. Jetzt schaue ich aber erstmal wie sich der Teig entwickelt.

Edit: Ganz vergessen drauf einzugehen. Wir haben hier leider keinen "brauchbaren" Keller, weil es dort überall schimmelt und manchmal auch den ganzen Tag gelüftet wird. Und bei den aktuellen Temperaturen kann ich den Teig ja auch nicht über Nacht draußen lassen. Wenn es wieder wärmer wird, dann ist das aber sicher eine Option. Ich hatte noch überlegt, ob ich den Teig vielleicht direkt ans Fenster stelle, weil es dort immer deutlich kühler ist. Letzte Nacht wollte ich aber nicht noch die Fensterbank freiräumen. Beim nächsten Mal werde ich die Hefemenge anpassen auf eine Raumtemperatur von 21°C und schauen, wie der Teig sich damit entwickelt. Hab ja noch ein paar Päckchen Mehl. Muss nur aufpassen, dass mir Pizza nicht irgendwann zum Hals raushängt.

Pizza8.jpeg


Pizza9.jpeg
 

Grill-Wüsi

Multizitat-Schnauzbart
Keller, weil es dort überall schimmelt und manchmal auch den ganzen Tag gelüftet wird
die Teigballen sind in geschlossenen Behältern, also ist das Klima wurscht
solange die Temperatur besser passt -> in den Keller damit
In den Videos sieht das immer so "sauber" aus
in den Videos wird auch nur die perfekte Version gezeigt,
die vermantschten, verklebten oder verhunzten Videos wirst du nicht zu sehen bekommen
und je höher die Hydration, desto eher sieht es "unsauber" aus
dass ich zwei Stück davon mal einfriere und mir anschaue, wie man damit arbeiten kann
geht wunderbar, ich friere aber erst nach der Stückgare ein (meist die Ballen, die bei der jeweiligen Pizza-Session über geblieben sind)
mal eben Pizza machen
nein. "Mal eben" geht nicht. Du sparst dir nur das Mehlgepantsche.
Erst sanft antauen lassen, auspacken (ich verpacke einzeln in Frischhaltefolie) und dann dem Teig wieder die Zeit zum Gehen lassen.
Der Trieb ist natürlich um einiges langsamer und es kommt nicht mehr soviel Volumen dazu, aber es funktioniert.
Morgens raus aus dem Froster und abends eine Pizza machen geht. Mittags könnte es zu früh dafür sein.
 

Nixblicker

Grillkaiser
Ich hatte meinen ersten Versuch mit Stockgare über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
Gestern war ich bei einem Bekannten auf Pizza eingeladen. Der macht die auf einem Beefer mit Biscottostein. Leider konnte ich ihm das mit der Teigführung nicht so ganz vermitteln.
Das es sich wohl lohnt den Teig mit 1 % Hefe über längere Zeit zu führen, weil die Pizzacracks aus dem Forum machen das wohl schon weil auch der Teig zum Geschmack beiträgt.
Hatte ich ihm schon vor mehreren Wochen versucht zu erklären, aber irgendwie glaubt er mir nicht so ganz. 🤷‍♂️
Also gab es Teig mit einem ganzen Würfel Hefe.
Und dann ist er ihm zu schnell aufgegangen, es hat sich eine Haut gebildet und dann beim wieder unterrühren gab es Klumpen im Teig. 🙈
Also man konnte das irgendwo schon essen, aber der Knaller war es nicht wirklich.
20201211_190852.jpg
20201211_194316.jpg

Den mit den Pilzen habe ich selber gezogen und geschoben.
War schon ein sehr starker Hefegeruch beim auseinanderziehen.
Der Beefer an sich klappte ganz gut.
Jetzt muss ich mal versuchen einen besseren Teig hinzubekommen und mal mitbringen.
Dann kann ich ihn vielleicht überzeugen.
 
OP
OP
B

BeiGruenBremser

Militanter Veganer
die Teigballen sind in geschlossenen Behältern, also ist das Klima wurscht
solange die Temperatur besser passt -> in den Keller damit

geht wunderbar, ich friere aber erst nach der Stückgare ein (meist die Ballen, die bei der jeweiligen Pizza-Session über geblieben sind)

Morgens raus aus dem Froster und abends eine Pizza machen geht. Mittags könnte es zu früh dafür sein.
Wenn ich irgendwas in den Keller stelle, dann müsste ich das vor dem Öffnen von Außen erst wieder desinfizieren. Ich möchte da echt nichts hinstellen, was mit Essen zu tun hat. Da wachsen Pilze aus den Wänden und wir haben fast jedes Jahr die Handwerker hier, die irgendwas Neues ausprobieren um den Schimmel- und Pilzbefall zu stoppen.

Fürs Einfrieren habe ich mir extra kleine Euroboxen bestellt (30x20x7 cm), die gut in das Kühlfach passen. Da möchte ich die Ballen direkt nach der Stückgare drin einfrieren und einen Tag später umpacken in Zip-Lock Beutel. Und dann einfach nur morgens rausnehmen, zurück in die Box und auftauen lassen bis zum Abend.

@Nixblicker Die Pizzen von deinem Kumpel sehen tatsächlich sehr durchschnittlich aus. Aber ich kann verstehen, wenn Leute sich nicht die Mühe machen wollen einen guten Pizzateig vorzubereiten. Und wenn es ihnen schmeckt, dann finde ich das auch ok. Es kommt immer auf die Erwartung an. Aber wenn der sich schon einen Biscottostein für den Beefer besorgt hat, dann würde ich den Schritt zum guten Pizzateig auch noch gehen wollen.
 

nollipa

Pizzaforscher
5+ Jahre im GSV
Servus,

zunächst - @BeiGruenBremser: Noch einen besseren Nickname hättest du Dir echt nicht geben können. Bei deinem Teig steht die Ampel auf grün und du stehst auf der Bremse! Also mal der Reihe nach:

0,87 g Hefe

Bis auf die Hefe habe ich auch alle Vorgaben exakt erfüllt. Bei der Hefe habe ich lediglich 0,88 g hinbekommen.

Servus, und du meinst das hat einen Einfluss? 0,01g. Ich wetter mit Dir, dass die Messtoleranz mindestens in dem Bereich liegt. Mach dir keinen Kopf. Es geht zwar genau, aber +/- 0,1g bei einem Kilo Mehl wirst du kaum merken.

Erst kommt noch eine kurze Hasstirade über den Knethaken der Kitchenaid.

Ich vermute eine Artisan mit der 4,7l Schüssel? Hätte ich dir gleich sagen können - such nur mal nach "Teig hochklettern Kitchen Aid". Mein Tipp wäre: Mit der Kitchen Aid den Teig nur grob mischen, dann mit 2-3 Stretch and fold weiterarbeiten. Ich habe zwar auch einen Spiralkneter, der kommt bei mir bei einfachen Teigen auch nur als "Mischmaschine" zum Einsatz. Den Rest erledige ich von Hand.

Aber nun zu meinem Fehler. Gegen 23 Uhr war der Teig schon sichtbar aufgegangen und ich war froh, dass die Hefe "funktioniert". Gegen 1 Uhr wollte ich dann schlafen gehen und habe mir den Teig nochmal angeschaut. Dieser hatte schon ordentlich an Volumen zugelegt und ich war mir unsicher, ob die Schüssel für 24 h Gehzeit ausreichend Platz bietet. Ich habe also die App gestartet und geschaut, ob ich dort einen Fehler gemacht habe. Und dann habe ich die Temperatur entdeckt... In unserer Wohnung peilen die Thermometer 20,5°C an. Tatsächlich schießen sie aber oft über ihr Ziel hinaus und es sind eher 21,5°C. Also war die Umgebungstemperatur schon zu hoch. Ich habe dann für die Nacht alle Heizungen deaktiviert und kurz gelüftet. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Raumtemperatur dann auf gut 18°C abfällt. Vorsichtshalber habe ich mir aber auch den Wecker auf 8 Uhr gestellt.

Lt. deinem Rezept hast du eine Dosierung von in etwa 0,1% Hefe. Damit mache ich dir Pizzateig von 4°-23° wenn es sein muss. Ab 20° wirst du zwar in der Übergare landen, aber bei 24h und relativ trockenen Teigen um 60% ist das halb so wild. Einfach den Teig lassen, vor der Stückgare die Luft rausdrücken und ggf. nochmals falten, dann Teiglinge abstechen und für 4h gehen lassen.

Gegen 8 Uhr habe ich dann wieder den Teig kontrolliert und dieser hatte mittlerweile den Deckel erreicht. In der App habe ich die Temperatur mal auf 21,5°C gestellt und dann die Gehzeit so lange runtergedreht, bis ungefähr die gleiche Hefemenge angezeigt wurde. Theoretisch müsste das ja für meinen Teig gelten. Und da lande ich in etwa bei 17 bis 18 h. Das ist leider zu früh und daher habe ich den Teig jetzt deutlich kühler gestellt und hoffe, dass ich die Zeit noch ein bisschen strecken kann. Ich würde um 11 Uhr mit der Stückgare beginnen und gegen 15 Uhr mit dem Backen anfangen wollen. Ich hoffe, dass das hinhaut und ich nicht alles nur noch schlimmer mache.

Nachdem du deinen Fehler bemerkt hast, hast du also das AKW per Notabschaltung heruntergefahren und die Brennstäbe ins Abklingbecken gegeben? Autsch! Was ist wohl einfacher? Das Haus abkühlen oder den Teig in eine andere Temperaturzone bringen? Nur mal so als Anregung. In einem gut sortierten Haushalt wird sich irgendwo entweder eine große Plastikbox finden oder ggf. sogar eine Kühlbox. Stell deine Teigschüssel da rein und packe einen Kühlakku dazu. Das wird reichen, die Hefeaktivität immens zu bremsen.

Was deinen Keller angeht: Feuchte Keller und viel Lüften ist ein ziemlich großer Widerspruch. Im Winter ist es bei trockenem kalten Wetter ok, ansonsten ist es kontraproduktiv. Die in der Regel wärmere und feuchtere Luft wird im kalten Keller kondensieren und das Schimmelproblem nur zusätzlich verstärken. Du musst den Luftaustausch auf ein Minimum reduzieren und mal gucken was die Ursache ist. Jedenfalls hilft Dauerlüften rein gar nix. Unser Keller ist auch sehr kühl und in den Sommermonaten arbeitet ein Lufttrockner, um Schimmelbildung zu vermeiden. Seitdem ich eine Schiebetür zwischen Kellerflur und Treppenhaus habe (damit ist der Keller abgerennt), ist das "Problem" Feuchtigkeit auch bedeutend besser geworden.

Ich hatte Dir ja schon mal den Tipp gegeben, dich ein wenig einzulesen. Das würde dir viel Frust und Tipparbeit sparen. Ampel ist grün, losfahren!
 
OP
OP
B

BeiGruenBremser

Militanter Veganer
Die Wohnung runterkühle ist gar nicht so schwer. Ist ja eh relativ klein. Deswegen heizt die ja auch so schnell auf. Die Idee mit dem Kühlakku ist mir auch gekommen, aber um 1 Uhr Nachts erschien mir das Runterfahren des AKW einfacher.

Mittlerweile habe ich mir schon diverse Beiträge durchgelesen, aber es gibt so viele Sachen, die den meisten Hobbybäckern wahrscheinlich total logisch vorkommen und nicht extra erwähnt werden müssen, die für mich aber leider absolutes Neuland sind. Ich erkenne auch nicht ob und wann der Teig bereit für die weitere Verarbeitung ist oder wann er über den Punkt ist. Ich weiß auch nicht wann ich den Teig wie handeln muss, damit ich nichts kaputt mache. Manchmal bekomme ich hier sehr gute Tipps und Anregungen und den Rest bringt hoffentlich die Erfahrung. Da werde ich sicherlich noch viele Fehler machen, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich ja am besten.

Edit zum Keller: Das möchte ich hier nicht zum Thema machen, aber wir hatten bereits Sachverständige hier, wir waren auch schon beim Anwalt und wir hatten schon diverse Gespräche mit der Hausverwaltung. Der Keller besitzt mittlerweile eine automatische Belüftung und diverse Wände wurden neu abgedichtet. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber die Handwerker sind in der Regel nicht sonderlich optimistisch, wenn sie gerade wieder eine neue Maßnahme umsetzen. Man müsse den Keller wohl von Außen abdichten, aber komplett dicht machen dürfen sie ihn wohl auch nicht und die Kosten dafür möchte die Hausverwaltung auch nicht übernehmen. Dann lieber immer wieder die kleinen Baustellen beseitigen und das unvermeidbare so lange hinauszögern wie möglich. Der Fairness halber muss man aber auch erwähnen, dass es schon deutlich besser geworden ist. Nur bei starkem Regen sieht man leider immer noch, wie das Wasser in Strömen die Wände runterläuft und den Putz wegplatzen lässt. Und wenn der Keller mal wieder vollgelaufen ist, dann dauert es auch wieder Wochen, bis der wieder einigermaßen trocken ist. Die einzig wahre Lösung für meine Frau und mich besteht darin umzuziehen. Ist aber aktuell gar nicht so leicht etwas Neues in der Umgebung zu finden. Was Pizza angeht, da tun wir also einfach so, als wär da kein Keller.
 
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