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2006-05-12-kohlen-anzuenden





Liebe Kollegen von der Presse, wie jedes Jahr zu Himmelfahrt tauchen in den Medien die Anleitungen auf für Griller und solche, die es werden wollen. Wir vom Grillsportverein als die deutsche Referenzadresse für Outdoor-Küche möchte Ihre Recherchen unterstützen und haben hier eine Anleitung zum Sicheren und schnellen Anzünden des Grills beigelegt. Vielleicht können Sie diese für Ihre Berichterstattung verwenden.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen und einem Gut Glut!

Honorarfrei bei Nennung der Quelle:

www.grillsportverein.de

  Tag für Tag sieht man im Sommer Menschen in ihren Gärten und öffentlichen Parks, die ihre Gesundheit und das Leben ihrer Kinder gefährden. Munter wird dort alles Brennbare in die Grills geschüttet und angezündet. Jeden Sommer muß man leider wieder in der Zeitung lesen, daß leichtsinnige Griller oder neugierige, herumstehende Kinder mit schwersten Verbrennungen in das Krankenhaus eingeliefert wurden.

Wir möchten Ihnen nun die verbreitetsten Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen darstellen:

Spiritus/Benzin/Lampenöl

Sollten Sie sich zu gesund fühlen oder ihres Lebens überdrüssig sein, könnte Ihnen diese Anzündmethode hilfreich sein. Ansonsten raten wir dringenst: Finger weg!

Schulnote: 6

Flüssige Grillanzünder
Flüssigen Anzünder kann man gleichmäßig verteilen. Solange ein TÜV-Zeichen auf der Packung steht, können auch flüssige Anzünder bedenkenlos verwendet werden.

Dabei verteilt man die Holzkohle flächig in der Glutschale und besprüht sie vor dem Anzünden gleichmäßig. Leider stinken die meisten flüssigen Anzünder fürchterlich und die Gäste und Nachbarn werden hier mit unangenehmen Gerüchen bedacht. Nachdem das Feuer erloschen ist, muß meistens noch gefächelt und gepustet werden, um die Glut voranzutreiben.
Schulnote: 4

Fester Grillanzünder Feste Anzünder gibt es aus unterschiedlichen Materialien, meist in Form von kleinen Würfeln. Bei festen Anzündhilfen werden die Holzkohle oder die Briketts zu mehreren kleinen Pyramiden aufgeschichtet, dort die Würfel hineingesteckt und entzündet.

Anschließend wird die glühende Holzkohle verteilt. Wichtig auch hier: Vom TÜV geprüfte Anzünder sind lebensmitteltauglich und schaden selbst dann nicht, wenn noch Rückstände in der Glut vor sich hin schmoren und das Grillgut obendrauf liegt. Absolutes Tabu sind allerdings billige Kaminanzünder, die furchtbar stinken und einen bitteren Geschmack auf dem Fleisch hinterlassen. Um hier nicht auch ewig warten zu müssen, empfiehlt sich der Einsatz eines Föns oder einer anderen Art der Winderzeugung.
Schulnote: 3

Elektrostäbe
Etwas teurer, zwischen 15 und 30 Euro, sind Elektrostäbe, die funktionieren wie ein großer Tauchsieder. Man sollte aber beachten, daß der Stromzähler sich dann doppelt so schnell dreht. Außerdem kann man hier nur eine begrenzte Fläche erhitzen und kommt um das Fächeln nicht herum. Jedoch die kohlenfremde Geruchsbelästigung bleibt aus. Diese Stäbe taugen aber nichts, wenn der Grill auf einer freien Wiese aufgebaut wird ? weil dann die Steckdose fehlt.

Schulnote: 3

Heißluftpistole oder großer Bunsenbrenner Schnell läßt sich die Glut in einem Holzkohlengrill mit einer Heißluftpistole oder einem großen Bunsenbrenner entfachen. Daß Heißluftpistolen sehr universelle Geräte sind, ist bekannt. Auch beim Grillfest im Garten können sie wertvolle Dienste leisten, denn sie entfachen die Glut im Holzkohlengrill schnell und ganz ohne Streichhölzer, nur mit heißer Luft. Bei Lufttemperaturen von zirka 600 Grad und mehr entzündet sich die Holzkohle ganz von allein. Der Luftstrom dient zugleich als bequemer Ersatz für den Blasebalg.

Zum Anzünden genügt es, die heiße Luft (höchste Temperatureinstellung, niedrigste Luftmenge) nur wenige Minuten in die Grillkohle zu blasen. Schon nach ein paar Sekunden entzündet sich der feine Kohlenstaub. Der starke Luftzug treibt die Flammen schnell durch die Holzkohle, so daß im Nu eine herrliche Glut zum Grillen entsteht.

Jedoch braucht man hier wieder eine Steckdose. Fast analog gilt obiges für den Bunsenbrenner. Dieser ist jedoch aufgrund der großen Gasflasche sehr unbeweglich. Aber Sie werden damit schon vor Beginn der Grillparty Aufsehen erregen.
Schulnote: 2

Anzündkamin
Das beste und leider noch viel zu unbekannte Hilfsmittel zum Grillen ist ein Anzündkamin, der die Kohle in einem Behälter schnell und einfach zum Brennen bringt. Legen Sie einen Anzündwürfel oder auch zerknülltes Zeitungspapier auf einen feuerfesten Untergrund oder auf den Holzkohlerost des Grills und zünden es mit einem langstieligen Feuerzeug an. Füllen Sie den Anzündkamin mit der benötigten Kohlemenge. Stellen Sie den gefüllten Anzündkamin über die brennenden Würfel. Nach 25 bis 35 Minuten ist die Kohle mit einer weiß-grauen Ascheschicht bedeckt und grillfertig durchgeglüht.

Legen Sie nun die heiße Kohle unter Benutzung der Kamingriffe auf den Holzkohlerost und verteilen Sie sie gleichmäßig je nach direkter oder indirekter Grillmethode.

Und so funktioniert der Anzündkamin: Warme Luft steigt auf und zieht nach oben ab. Dadurch entsteht ein Unterdruck, welcher durch ein Nachströmen von Luft ausgeglichen wird. Diese Frischluft enthält jedoch mehr Sauerstoff, welcher das Feuer weiter anfacht, dadurch steigt die Temperatur im Anzündkamin und mehr Luft wird erwärmt und steigt auf: so schön kann Physik sein.

Schulnote: 1
Auch bei Anzündkaminen gibt es verschiedene Qualitäten und Fassungsvermögen. Kaufen Sie Ihren Anzündkamin nicht zu klein. Und vor allem sollten Sie beim Kauf Wert auf eine solide Verarbeitungs- und Materialqualität legen. Im Kamin herrschen leicht Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius, die das Material stark beanspruchen. Es gilt die alte Binsenweisheit: "Kaufst Du billig, kaufst Du zweimal." Ein ordentlicher Anzündkamin ist eine Investition fürs Leben und nicht nur für eine Saison. Die Kamine der Marke Weber haben sich am besten bewährt.

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