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L├╝tticher Waffeln

In Li├Ęge, L├╝ttich, beginnt das Neue Jahr mit Waffeln ÔÇô immer noch.

Inzwischen haben sich Familien und B├Ącker jedoch mit modernen elektrischen Waffeleisen ausger├╝stet. Fr├╝her, als in fast jedem Haus gusseiserne Formen mit langen Stielen auf dieses und andere besondere Ereignisse warteten, mussten die Kohlen im Kamin oder Ofen gut gl├╝hen. Dann wurden die Eisen ├╝ber die Glut gehalten, wobei man darauf achtete, dass sie nicht zu hei├č wurden. Erst buk die eine Seite, dann wurde gewendet. Es konnte Stunden dauern, bis der Hei├čhunger von Gro├č und Klein auf die lockere Leckerei befriedigt war.
Zu gut schmeckte das feine Geb├Ąck, um nur einem einzigen Tag vorbehalten zu bleiben. Und da sich nicht jeder die M├╝he machen wollte oder konnte, trugen Frauen an Festtagen selbstgebackene Waffeln in K├Ârben zu Markte. Oder Waffelb├Ącker bereiteten ihre K├Âstlichkeiten an Ort und Stelle. Schon im Mittelalter schw├Ąrmten Poeten von diesem Genuss.

Frische ist oberstes Gebot. So arbeiten selbst gro├če Waffelb├Ąckereien nur auf Bestellung und horten keine Ware. Dabei halten Waffeln sich mindestens zwei Wochen und bis zu drei Monaten. Am feinsten ist ihr Geschmack, wenn man Mehl, Zucker und Eigelb nur mit Butter oder Sahne zu einem Teig verknetet. Ihre Luftigkeit, auf die es in Br├╝ssel so sehr ankommt, wo Waffeln eine Dicke von f├╝nf Zentimetern erreichen, beruht auf der Menge des untergeschlagenen Eischnees. In Li├Ęge h├Ąlt man sich damit zur├╝ck, die L├╝tticher m├Âgen sie zwar auch locker, aber sie sch├Ątzen das traditionelle kleine Karree in seiner handlichen Kompaktheit. Golden gebr├Ąunt m├╝ssen die Waffeln sein, wenn man das Eisen aufklappt, und nach Vanille oder Zimt duften.




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