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Der Elch

Elche, die gr√∂√üte aller Hirscharten ‚Äď sie werden bis zu drei Metern lang bei einer Schulterh√∂he von zwei Metern -, haben Ihren Lebensraum in Regionen mit Nadelbaumbestand, wobei sie sich besonders in Sumpfgebieten heimisch f√ľhlen. Sie treten nicht in Rudeln auf, sondern wandern in kleinen Herden umher; die K√§lber bleiben bis zum dritten Jahr bei den Muttertieren.

Trotz ihrer riesigen, schaufelf√∂rmigen Geweihe bewegen sich die Tiere auch in dichtem Unterholz in einem langsamen Trab z√ľgig voran. Wegen der langen Vorderbeine und des kurzen Halses k√∂nnen sie mit dem Maul nicht den Boden erreichen.

Deshalb fressen sie nur die oberen Teile von Kr√§utern und kleinen Str√§uchern. Nachdem der nat√ľrliche Feind des Elchs, der Wolf, so gut wie ausgerottet ist, hat sich der Elchbestand stark vergr√∂√üert, so dass jedes Jahr viele Tiere geschossen werden m√ľssen. W√§hrend das Fell der Elche mit seiner feinen Wollschicht √ľberaus begehrt ist, hat das Rasch aufgrund seiner recht grobfaserigen Struktur keine herausragende Qualit√§t und wird wie einfaches Rindfleisch in Suppen, Ragouts und Farcen verarbeitet.

Der Traiteur

Franzosen erwarten vom Traiteur ‚Äď wie sie den Feinkosth√§ndler nennen -, dass er sie pflegt und verpflegt. Wenn sie seinen Laden betreten, dann haben sie
1. keine Zeit zu kochen;
2. keine Lust zu kochen;
3. Lust auf Gerichte, die f√ľr ihre Zubereitung viel Zeit verlangen.

Aber sie m√∂chten zu Hause essen, ob allein oder mit Freunden. Oder sie wollen gar einen Empfang oder eine Gesellschaft geben. In jedem Fall bieten Traiteure ihre Dienste an. Gibt es unter ihnen inzwischen auch manch hochdotierte Kochk√ľnstler, die mit ausgefallensten Leckereien aufwarten, so wird der Traiteur an der Ecke wegen der famili√§ren K√ľche und der altbekannten Klassiker gesch√§tzt.

Seit √ľber 500 Jahren wirken in Frankreich Spezialisten, die Braten garen oder Fleisch kochen: r√ītisseurs und chaireuitiers, zu denen sich noch die p√Ętissiers gesellten, die alles Essbare in Teig h√ľllten. So entwickelte sich unter den Verbrauchern fr√ľh der Hang, fertig Zubereitetes zu erstehen. Daf√ľr sorgt heute in erster Linie die charcuterie (Metzgerei), die meist eine umfangreiche Auswahl an Speisen f√ľhrt. Unter der ‚Äď nicht gesch√ľtzten ‚Äď Bezeichnung ¬ĽTraiteur¬ę verbergen sich inzwischen h√§ufig gr√∂√üere Unternehmen, die in der Lage sind, auch vielk√∂pfige Gesellschaften zu verk√∂stigen.



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