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Picknick

Kaum waren die EnglĂ€nder im 19. Jahrhundert vom Land in die Stadt gezogen, sehnten sie sich nach dem, Landleben zurĂŒck – einer der GrĂŒnde, warum das Picknick außerordentlich beliebt wurde.

Es gibt in England zwei Picknick-Varianten. Das formelle, klassische Picknick findet bei kulturellen oder sportlichen AnlĂ€ssen statt: wĂ€hrend der Pause bei einer OpernauffĂŒhrung in Glyndebourne oder zwischen den Akten bei einer FreilichtbĂŒhnenauffĂŒhrung von Shakespeare im Regent’s Park oder Polesden Lacey, beim Tennisturnier in Wimbledon, Pferderennen in Ascot, Cricket-Spie] in Lords und beim Derby in Epsom.

Das informelle, eher spontane Picknick eignet sich fĂŒr jeden Ausflug ans Meer oder aufs Land.

Ein formelles Picknick wird mit Ă€ußerster Sorgfalt vorbereitet, indem man umsichtig alle Zutaten in einen großen Korb packt und diesen in den Kofferraum des Rolls Royce stellt. Das Essen muss von höchster QualitĂ€t sein – beispielsweise gerĂ€ucherter Lachs, frische Erdbeeren aus Kent, ein wenig kalter Fasan, Butter und sehr dĂŒnn geschnittenes dunkles Brot. Einige Flaschen Champagner sorgen fĂŒr gute Stimmung, selbst wenn die eigene Mannschaft verliert oder die OpernauffĂŒhrung kein Ende nehmen will. FĂŒr ein informelles Picknick verstaut man Essbares in PlastiktĂŒten, die man auf dem RĂŒcksitz eines nicht ganz so noblen Automobils deponiert -‘kaltes HĂ€hnchenfleisch, Butterbrote, Obstkuchen, KĂ€se (den man im Norden Englands besonders gern mit Äpfeln kombiniert) und Thermoskannen mit sehr starkem Tee.

Ob nun formell oder informell, man sollte auf keinen Fall das Salz vergessen.

Grundausstattung fĂŒr ein klassisches Picknick

1 Erdbeeren mit Sahne
2 Frisches Obst
3 GerÀucherter Lachs
4 KĂ€se
5 Frischer Salat
6 Champagner
7 Sandwiches
8 Ein Picknickkorb, bestĂŒckt mit Tellern, Besteck, GlĂ€sern, Tassen, Dosenöffner, Salz und Pfeffer, einer Thermoskanne und fest verschließbaren BehĂ€ltern.

Pigeon belgique

Die belgische Taube besitzt, im Gegensatz zur rötlichen französischen Taube, helles Fleisch. Sie brĂŒtet nur einmal im Jahr. Wenn Taubenfreunde zu viel Nachwuchs haben, verkaufen sie die Jungtauben. Die Tauben werden nicht fĂŒr den Verzehr gezĂŒchtet. FrĂŒhestens kann man sie ab Ostern mit einem Gewicht von 300 bis 350 Gramm finden, doch sie sind sehr selten.

Siehe GeflĂŒgel-QualitĂ€ten in Belgien

Pintadeau und Pintade

PerlhĂŒhner kamen frĂŒher der Saison entsprechend auf den Markt. MĂ€nnliche Exemplare tauchten im Alter von elf Wochen zur Pfingstzeit bei den GeflĂŒgelhĂ€ndlern auf, wenn sie die GrĂ¶ĂŸe eines jungen Rebhuhns besaßen. Dagegen war dem jungen Perlhuhn, das mindestens ein Kilogramm zu wiegen hatte, der Herbst vorbehalten. Inzwischen finden sich das ganze Jahr ĂŒber PerlhĂŒhner mit 800 bis 1000 Gramm Gewicht im Angebot.

Siehe GeflĂŒgel-QualitĂ€ten in Belgien