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Belgische Biere

Die Belgier sind stolz auf ihre Biere. Grundsätzlich gibt es drei Sorten:

Untergärige Biere, die auf niedriger Temperatur gebraut werden (unter zehn Grad Celsius), eine helle, gelbliche Farbe besitzen und vom Hopfen ihren leicht bitteren und trockenen Geschmack beziehen. Am bekanntesten sind in Belgien die Marken Jupiler, La Stella und La Maes.

Biere mit spontaner Gärung – sie wird durch Bakterien und Hefen ausgelöst, die sich von Natur aus im Sennetal befinden.

Obergärige Biere, die bei höheren Temperaturen gebraut werden können (15 bis 20 Grad Celsius), meist eine kupferne bis dunkelbraune Farbe aufweisen, süß und fruchtig im Geschmack sind.

DarĂĽber hinaus ist Belgien berĂĽhmt fĂĽr seine Spezialbiere. Dabei lassen sich auĂźer dem Trappistenbier weitere fĂĽnf Kategorien aufzeigen:

Starkbiere – wie das Duvel, was »Teufel« bedeutet, ein goldenes Bier mit sehr ausgeprägtem
Nachgeschmack, das in eisgekühlten Gläsern aus¬geschenkt wird; auch – mit ähnlichem Charakter Gouden Carolus, Gauloise, Lucifer, Verboden Vrucht und das sehr starke Bush Beer; das Kvvak, ein aromatisches Starkbier, wird in einem besonderen Glas mit Holzstiel und -fuß serviert.

Braunbiere – darunter ist Roodenbach das berühmteste und verbreitetste, das es in drei Versionen gibt; zum einfachen, recht bitteren, das gut zu Krabben passt, wird oft ein Schuss Grenadine gegeben; Cuvée Alexandre mit viel Finesse und Frucht und das ausgezeichnete Grand Cru.
Biere vom Typ Ale, Scotch, Christmas oder Stout – dickflüssige und dunkle, bisweilen sehr starke Biere, die aus England importiert werden.

Saisonbiere – obergärige, saisongebundene Bie¬re, die in der Wallonie gebraut werden; sehr erfrischend und leicht säuerlich.

WeiĂźbiere
Hoegaarden in Flandern ist heute die Kapitale der aus Weizen gebrauten WeiĂźbiere, die trĂĽbe, leicht und sehr erfrischend sind. FrĂĽher war das bekannteste die Blanche de Louvain, die in Stein- oder PorzellankrĂĽgen serviert wurde. Sehr gut ist Brugs Tarwerbier von der BrĂĽgger Brauerei De Gouden Boom und das WeiĂźbier aus Namur. WeiĂźbiere gibt es meist in zwei Versionen: Standard und Grand Cru, wobei letzteres mehr Alkohol und komplexere Aromen besitzt.

Lambic und Gueuze
Die Leute in Brüssel haben allen Grund, ihre Luft für etwas Besonderes zu halten: Sie verdanken ihr nämlich das einzige Bier der Welt, das in spontaner Gärung entsteht. Man braut es in Brüssel selbst und in seiner allernächsten Umgebung, insbesondere im Sennetal – den Lambic. Lambic dient heutzutage überwiegend als Grundstoff für Gueuze, Kriek und Faro. Nur in Kneipen des Pajottenlandes, durch das Brueghel d. Ä. streifte und Motive wie seinen »Bauerntanz« fand, wird der nicht schäumende säuerliche Lambic ausgeschenkt. Oder in Cafes der Hauptstadt. Von ihren einst 50 Brauereien blieb nur die letzte, die Brasserie Cantillon, als lebendiges Museum erhalten. Im Umkreis wirken noch ein gutes Dutzend. Mindestens 30 Prozent Vollweizen schreibt das Gesetz vor. Er wird mit gemälzter Gerste zermahlen und in den Maischetank geschüttet. Zwischen 50 und 75 Grad Celsius heißes Wasser fließt dazu, während mechanische Arme das Getreide zweieinhalb Stunden verrühren. Dann lässt man es sich absetzen und zieht die Würze ab, die man in einen Siedekessel pumpt und mit Hopfen vermischt. Lambic-Brauer benutzen zwei Jahre alten Hopfen. Dadurch gewinnt das Bier sanfte Herbheit. Gleichzeitig schützt er gegen üble Bakterien.




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