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    • Gesendet: 01. Jul 2017

    Siika

    Renke, Felchen (bis 40 cm)

    Siehe Finnische Rogenfische

    • Gesendet: 01. Jul 2017

    Silakka

    Strömling, Ostseehering (bis 20 cm)

    Siehe Finnische Rogenfische

    • Gesendet: 01. Jul 2017

    Single Malt Whisky

    Single Malts stammen – ähnlich wie anspruchsvolle Weine – aus genau definierten Anbaugebieten der Lowlands und der Highlands sowie der schottischen Inseln. Die Sorten unterscheiden sich in der Farbe (von blassgelb bis dunkelbraun) wie auch im Geschmack (von leichter Frische bis zum schweren, torfigen Rauchton). Die besten reifen acht bis zwölf Jahre. Die United Destillers Group, in der etwa 50 Destillerien zusammengeschlossen sind, vermarkten sechs ihrer besten Whisky-Sorten unter dem Oberbegriff Classic Malts, die einen guten Überblick über die Vielfalt des Malt-Geschmacks geben.

    • Gesendet: 01. Jul 2017

    Sint Sixtus de Westvleteren

    Die am wenigsten bekannte Abtei braut vier interessante dunkle Biere, die aber selten auf Bierkarten geführt werden:

    1. Das Double ist die gängige Qualität

    2. Spécial ist stärker und leicht würzig

    3. Extra besitzt mehr Frucht, Lebendigkeit, aber auch Alkohol

    4. Abbot, samtig und sehr körperreich, eines der stärksten Biere Belgiens.

    Siehe Trappisten-Brauereien

    • Gesendet: 01. Jul 2017

    Sirup

    Zucker blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Luxusgut. Im Spätmittelalter wurde er sogar nur in Apotheken verkauft. Zwar stieg sein Absatz in Europa, seit im 17. Jahrhundert auf den Antillen Zuckerrohr in großem Stil angebaut wurde, dennoch konnten sich die meisten Menschen zuckersüße Sachen nur selten leisten. Schleckermäuler sannen daher auf Abhilfe.

    Im östlichen Teil Belgiens, am Rande der Hautes Fagnes, wuchsen von altersher Birnen- und Apfel¬bäume. Vor etwa 400 Jahren ging man dort dazu über, Früchte durch Kochen einzudicken, bis man einen zähflüssigen, fast schwarzen, wunderbar süßen Sirup erhielt. An ihm fanden nicht nur Kinder großen Gefallen. Aber er blieb ein Produkt der kleinen Leute. Erst seit Köche ihn für Wild-und Fleischsaucen verwenden, findet seine gastronomische Ehrenrettung statt. Allerdings gibt es nur noch wenige handwerkliche Erzeuger wie bei¬spielsweise die Siroperie Nyssen in Aubel. Sobald die Obsternte ab Mitte September beginnt, laden Bauern der Umgebung Berge von Birnen und Äpfeln vor dem Haus der Nyssens ab. Täglich gegen 14 Uhr schaufeln Vater und Sohn die drei großen kupfernen Kessel randvoll, die zusammen 2800 Kilogramm Früchte fassen. Dann entflammen sie die Gasbrenner. Zehn bis zwölf Stunden lang kochen die Früchte.

    Aber das Tagwerk der Nyssens beginnt bereits um vier Uhr morgens. Dann karren Vater und Sohn den Fruchtbrei zur Presse. Auf jede Schicht Obst breiten sie eine Lage Säcke. Die Jute hält Kerne und Fruchtfleisch zurück. So fließt der Most gefiltert in den Tank, während die Presse hydraulisch und allmählich bis zu 250 Kilogramm Druck pro Quadratzentimeter ausübt. Die Rückstände dienen als Futter für die Kühe, was besonders fettreiche Milch ergibt.
    Ab acht Uhr lassen die Nyssens in die frischgeputzten Kessel jeweils zwischen 200 und 300 Liter
    Most laufen. Nun beginnt die Raffinage. Durch Kochen wird das darin enthaltene Wasser verdunstet, der Saft konzentriert. Hat er die richtige Konsistenz erreicht, kommt er zur Homogenisierung in den Mischtank und die nächste Ladung in die Kessel. Denn um 14 Uhr beginnt das Verfahren von vorn. Auf der breiten Fläche des Abfülltrichters kühlt der Sirup auf 40 Grad Celsius ab, bevor er in die Becher fließt.

    Bei traditioneller Herstellung werden ausschließlich Birnen und Äpfel verwendet. Aus acht Kilogramm Obst wird ein Kilogramm Sirup. Ganz süßer aus süßen Birnen und Äpfeln, saurer aus sauren Früchten und süß-saurer aus einer Melange. Die leckerste Mischung besteht aus vier Teilen Birnen und einem Teil Äpfeln, aber dieses Verhältnis lässt die Natur nicht immer zu. Sie verhält sich ohnehin launisch, schenkt manchmal überreichliche, mal karge Jahre. Dementsprechend prägt jeder Jahrgang den Sirup – wie beim Wein. Und wie Wein gewinnt Birnen- und Apfelsirup durch Alterung im kühlen Keller.

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